Vor allem die an der Kölnstraße bereits beschlossenen Bauprojekte sind betroffen. Es gibt allerdings auch Ausnahmen.
Wegen NordbrückeWelche wichtigen Bauprojekte in Bonn verschoben werden

Der Abschnitt der Kölnstraße in Bonn zwischen dem Bertha-von-Suttner-Platz und dem Stiftsplatz soll vorerst nicht saniert werden.
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Wegen der gesperrten Nordbrücke verschiebt die Stadt Bonn mehrere bereits beschlossene Straßenbauprojekte. Betroffen sind zentrale Verkehrsachsen, die seit der Sperrung als Hauptausweichrouten dienen. Die Maßnahmen sollen erst nach der Fertigstellung der Bonner Vorlandbrücke der Nordbrücke wieder aufgenommen werden – die Autobahn GmbH des Bundes plant dies für Ende 2028. Das teilt die Stadtverwaltung mit.
Kölnstraße im Fokus: Mehrere Projekte zurückgestellt
Besonders betroffen ist die Kölnstraße zwischen Kaiser-Karl-Ring und Bertha-von-Suttner-Platz, die laut Stadtverwaltung zu einer der wichtigsten Hauptausweichrouten geworden ist. Zurückgestellt werden der barrierefreie Umbau der Straßenbahnhaltestellen Chlodwigplatz und Rosental sowie die Erneuerung der Abwasserkanäle zwischen Rosental und Wilhelmplatz.
Auch die geplante Umgestaltung und der Neuzuschnitt der Fahrbahn der Kölnstraße zwischen Stiftsplatz und Bertha-von-Suttner-Platz soll verschoben werden – diese Verschiebung steht allerdings noch unter dem Vorbehalt einer Zustimmung zur Verlängerung des Förderzeitraums durch die Bezirksregierung. Als Übergangslösung wurde bereits eine zweispurige Abbiegemöglichkeit von der Kölnstraße auf die Oxfordstraße umgesetzt.
Am Bertha-von-Suttner-Platz wird zudem die geplante Sanierung der Fahrbahn an der Bushaltestelle verschoben.
Noch nicht abschließend entschieden ist die Verschiebung grundhafter Sanierungen der Bornheimer Straße im unteren Bereich zur Feuerwache, des Lievelingswegs und der Hohen Straße. Hier prüft die Verwaltung zunächst, ob auf diesen Straßen eine Zunahme des Verkehrs stattgefunden hat. Ebenfalls noch in der Prüfung: die Verlegung von Fernwärmeleitungen zwischen Martinsplatz, Universität und Rathausgasse, da diese Maßnahme eine Vollsperrung erfordern würde.
Ausnahmen: Bauprojekte in Bonn, die „einen Aufschub ausschließen“
Nicht verschiebbar ist die technische Erneuerung des Straßentunnels Bad Godesberg. Die Sanierung muss laut Stadtverwaltung wie geplant ab Mitte Juli 2026 beginnen, da Ersatzteile für die veraltete technische Ausrüstung nicht mehr lieferbar sind. Ein Ausfall der Technik würde eine vollständige Sperrung des Tunnels bedeuten. Die Bauzeit beträgt rund ein Jahr. Ebenfalls nicht verschoben wird der Umbau des Stiftsplatzes im Rahmen des Masterplans Innere Stadt: Dieser wurde als verträglich eingestuft, der Baustart ist für Herbst 2026 vorgesehen.
Oberbürgermeister Guido Déus betont, dass die Stadt alle Maßnahmen auf ihre Verträglichkeit mit der Nordbrückensperrung prüfe. „Allerdings werden auch zukünftig Baustellen durchgeführt werden müssen, da es gesetzliche Zwänge gibt, die einen Aufschub ausschließen. Hierbei sind vor allem das Abwasserbeseitigungskonzept und die Verkehrssicherungspflicht zu nennen", wird er in der Mitteilung zitiert.
