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Regen, Verkehr, hohe PreiseDeutlich weniger Besucher auf Pützchens Markt – erhebliche Umsatzeinbußen

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Mehr als 200.000 Besucher weniger als in den Vorjahren. Die Bilanz zur Großkirmes fällt nicht rosig aus, vor allem für Schausteller.

Trotz wechselhaften Wetters zieht die Stadt Bonn ein positives Fazit zum diesjährigen Pützchens Markt. Die Stimmung auf der Großkirmes sei an den meisten Tagen gut gewesen, doch vor allem der verregnete Sonntag drückte die Besucherzahlen. Nach Schätzungen der Stadt und der Schausteller kamen insgesamt rund 750.000 Menschen auf das Festgelände. Normalerweise sind es rund eine Million. Der Sonntag gilt traditionell als besucherstärkster Tag. Nach Angaben des Wetterdienstes donnerwetter.de war er einer der nassesten Kirmestage seit Jahrzehnten.

Erhebliche Umsatzeinbußen für Schausteller auf Pützchens Markt

Für die Schausteller bedeutete der Regen erhebliche Umsatzeinbußen. „Wenn der Sonntag als traditionell besucherstärkster Veranstaltungstag buchstäblich ins Wasser fällt, ist das natürlich für niemanden schön“, sagte Marktleiterin Kathrin Krumbach. An den übrigen Tagen sei die besondere Atmosphäre des Volksfestes aber spürbar gewesen. Die Menschen hätten friedlich und unbeschwert gefeiert.

Auch die Einsatzkräfte bewerten den Verlauf als ruhig. Der Rettungsdienst war von Freitag bis Montag knapp 50 Mal im Einsatz, acht Menschen mussten in Krankenhäuser gebracht werden. Der Sanitätsdienst behandelte rund 130 Personen. Die Feuerwehr musste lediglich zu einem kleinen Brand an einem Stand auf dem Pluutenmarkt ausrücken. Das Feuer war bei ihrem Eintreffen bereits gelöscht.

Der Kommunale Ordnungsdienst führte in den ersten vier Kirmestagen rund 270 Jugendschutzkontrollen durch. Dabei wurden in 46 Fällen Zigaretten oder E-Zigaretten und 23 Mal alkoholische Getränke bei Jugendlichen sichergestellt. Außerdem registrierte der Ordnungsdienst elf Verstöße gegen das Cannabiskonsumverbot. 14 Platzverweise wurden ausgesprochen, 20 Anzeigen gefertigt.

Veränderter Anreiseverkehr wegen gesperrter Nordbrücke

Im Verkehr mussten 70 falsch abgestellte Fahrzeuge abgeschleppt werden, weil sie Rettungs- oder Fluchtwege blockierten. Zudem stellte die Verkehrsüberwachung knapp 450 Knöllchen aus. Viele Besucher reisten mit dem Fahrrad oder dem öffentlichen Nahverkehr an. Die Fahrradparkplätze waren nach Angaben der Stadt gut gefüllt. Wegen der Sperrung der Nordbrücke veränderte sich der Anreiseverkehr; die Ausfahrt Pützchen der A59 musste in diesem Jahr erstmals seit Langem nicht vorübergehend gesperrt werden.

Bis Dienstagmorgen sammelte Bonnorange rund 38 Tonnen Abfall ein – etwa 17 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Reinigungsarbeiten auf dem Gelände sollen bis Freitag abgeschlossen sein. Beim diesjährigen Markt waren zehn neue Fahrgeschäfte dabei. Die Veranstaltungen im Bayernzelt mit rheinischen Bands waren nach Angaben der Stadt gut besucht. (jv)