Euskirchen – Die Euskirchener Schulen haben bisher 145 Kinder und Jugendliche aus der Ukraine aufgenommen, die wegen des Krieges ihre Heimat verlassen haben. 39 davon besuchen eine Grundschule, 95 die Sekundarstufe. Die mennonitische Gemeinde lässt an der Menno-Simons-Schule (Grund- und Realschule) 34 Kinder unterrichten.Weitere 50 kriegsvertriebene Schülerinnen und Schüler müssen noch versorgt werden, wie die städtische Fachbereichsleiterin Christiane Mermi im Schulausschuss mitteilte.
Seit Kriegsbeginn hat die Stadt 523 Geflüchtete aufgenommen. Davon sind 203 in städtischen Gemeinschaftsunterkünften untergebracht und 320 privat. Zur zweiten Gruppe gehören 62 Personen, die die mennonitische Gemeinde in ihrem Bethaus wohnen lässt.
Ehemalige Unterkünfte reaktiviert
Die Stadt hat für Flüchtlinge ehemalige Unterkünfte reaktiviert, also wieder angemietet und hergerichtet, und zwar am Jülicher Ring in der Kernstadt, in der Taubenstraße in Flamersheim und in der Feldgartenstraße in Großbüllesheim. „Wegen der großen Dynamik“, so Mermi, sei die Verwaltung nicht umhingekommen, auch Teile der Dorfgemeinschaftshäuser in Kleinbüllesheim und Dom-Esch zu belegen. Einer zehnköpfigen Familie hat sie eine städtische Immobilie zur Verfügung gestellt.
Nach Informationen der Bezirksregierung, so Mermi, habe die Stadt ihr im Flüchtlingsaufnahmegesetz festgelegtes Soll zu 111 Prozent erfüllt. Sie habe 80 Personen mehr aufgenommen als vorgeschrieben.
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Die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung sei groß, schrieb Mermi in ihrem Bericht. Viele Privatleute, die Kriegsvertriebene bei sich wohnen ließen, begleiteten die Flüchtlinge auch bei Behördengängen. Wer Hilfe benötige, werde zudem vom Sozialen Dienst der Stadt betreut und bei Bedarf psychosozial beraten.



