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Name steht festBegegnungsort in Ripsdorf wird nach Prof. Wolfgang Schumacher benannt

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Das Foto zeigt den Generationengarten und ein Klettergerüst in Blankenheim-Ripsdorf.

Der Generationengarten in Ripsdorf soll im Mai fertig sein. Die Kosten sind niedriger als kalkuliert.

Der Generationengarten in Ripsdorf wird an den verstorbenen Prof. Dr. Wolfgang Schmacher erinnern. Im Kreis gibt es damit vier Erinnerungsorte.

Der künftige Generationengarten in Ripsdorf wird dem 2023 verstorbenen Biologen und Bodenkundler Prof. Dr. Wolfgang Schumacher gewidmet und mit einem Straßenschild nach ihm benannt. Das hat der Gemeinderat von Blankenheim einstimmig beschlossen.

So soll das Lebenswerk Schumachers gewürdigt werden. Ihm sei speziell auf Blankenheimer Gemeindegebiet der Schutz des Lampertstales und der Wacholderheide zwischen Ripsdorf und Alendorf ein Anliegen gewesen, und er habe so auch viel für die Gemeinde Blankenheim und die Urlaubsregion „Toskana der Eifel“ getan.

Der Generationengarten ist als naturnaher Begegnungsort geplant und derzeit im Aufbau. Ziel ist es, einen barrierearmen, ökologisch wertvollen und generationenübergreifenden Raum zu schaffen, der sowohl gemeinschaftliches Miteinander als auch ein Naturerlebnis ermöglicht, so die Verwaltung.

Die Arbeiten in Ripsdorf liegen deutlich vor dem Zeitplan

Die Arbeiten auf dem Wiesengelände kommen gut voran. Man sei deutlich vor dem Zeitplan, heißt es beim beauftragten Garten- und Landschaftsbauers aus dem Ahrtal. Die Möblierung ist erfolgt, Sitzbänke und ein Spielgerät für die Kinder aufgestellt und die Begrenzungsmauern der Terrassen des Hanggeländes gesetzt. Fertig soll alles zum 31. Mai sein, wenn der Kindergarten Ripsdorf sein Jubiläum feiert. Bis dahin sollte auch die steile buckelige Rampe, die zum Gelände führt, ausgebessert sein, um eine mindestens barrierearme Erreichbarkeit auch für ältere und gehbehinderte Menschen zu ermöglichen.

Das Bild zeigt Wolfgang Schumacher vor einem Baumstamm.

2023 starb Wolfgang Schumacher. Der Garten soll nach ihm benannt werden.

Der neue Garten wird nicht nur schneller fertig und erhält einen Namen. Das Vorhaben wird wohl auch günstiger als gedacht. Auf Anfrage teilte Bürgermeisterin Jennifer Meuren mit, dass man statt der geplanten rund 400.000 Euro noch mit rund 260.000 Euro Kosten rechne: „Die Angebote aufgrund unserer Ausschreibung waren günstiger, als wir dachten.“ Noch schöner: Für den Prof.-Dr.-Wolfgang-Schumacher-Generationengarten erhält die Gemeinde eine 80-prozentige Förderung über die KfW-Bank aus dem Programm „Natürlicher Klimaschutz für Kommunen“.

Zweite öffentliche Erinnerungsstätte in der Gemeinde Blankenheim

Mit der Benennung des künftigen Gartens entsteht die vierte Erinnerungsstätte für Schumacher. Am Loki-Schmidt-Weg und dem entsprechenden Gedenkstein hat die Gemeinde Hellenthal eine Tafel anbringen lassen, auf der an Schumacher als den „Vater der Narzissenwiesen“ erinnert wird. Der Kreisverband Natur- und Umweltschutz Euskirchen würdigt Schumacher mit einem Gedenkstein am Kalkarer Moor.

In der Gemeinde Blankenheim entsteht mit dem Garten die zweite öffentliche Erinnerungsstätte für Schumacher, der vor allem als Begründer des Vertragsnaturschutzes in NRW gilt. Die erste Stätte ist ein Gedenkstein an der von Schumacher geliebten rund 250 Jahre alten Süntelbuche, einem Naturdenkmal zwischen Blankenheimerdorf und Nonnenbach unweit des Seidenbachtals, eines der Nordrhein-Westfalen-Stiftung gehörenden Biotopschutzgebietes.

Der von der Steinmetzin Ulrike Glaubitz gestaltete Grauwackebrocken, versehen mit einem Schriftzug, war auf Initiative von Carsten Vorwig, Leiter des Freilichtmuseums Kommern, dem Kreis Euskirchen und privaten Förderern aufgestellt worden.

Man sehe keine Gedenkkonkurrenz, versicherte Bürgermeisterin Meuren, denn an der Süntelbuche würden Schumachers überregionale Verdienste um den Naturschutz gewürdigt. In beiden Fällen hat die Witwe des Verstorbenen, Rita Schumacher, ihr Einverständnis erklärt. Und auch die NRW-Stiftung, deren Vorstandsmitglied Wolfgang Schumacher zwischen 1978 und 2017 war, zudem seit 2002 ihr Vizepräsident, hat keine Einwände: „Das ist eine schöne Idee, wir unterstützen das“, erklärte ein Stiftungssprecher auf Anfrage.