Vor fünf Jahren kam Blanq-Bier mit Ahrquellwasser aus Blankenheim auf den Markt. „Fönnef“ ist nun die fünfte Sorte.
Blanq-BierZum Jubiläum gibt es ein Blankenheimer Craftbier aus der Dose

„Fönnef“ heißt das Jubiläumsbier aus der Dose, das die Blanq-Macher Alexander Mauel (v.l.), Mario Olzem und Kai Janssen präsentieren.
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Drei Tage Kneipe und mehr unter freiem Himmel: Das gibt es auf dem Curtius-Schulten-Platz vom 12. bis 14. Juni. Grund ist das fünfjährige Bestehen von Blanq, dem Bier aus Blankenheim.
Dabei wird neben Getränken auch eher Ungewöhnliches geboten. Eine Discokugel unter freiem Himmel etwa. „Der Techniker hat gesagt: Das geht“, so Kai Janssen. Er steht auf dem Kopfsteinpflaster der Museumsterrasse oberhalb des Curtius-Schulten-Platzes und blickt in die Luft. Was er dort jetzt noch nicht sieht, wird die Nacht über Blankenheims „guter Stube“ in glitzerndes Licht tauchen.
Norbert Dahm, Veranstaltungstechniker von Klangkraft in Hollerath, ist überzeugt, dass das mit der Discokugel mit 50 Zentimetern Durchmesser klappt. Die Kugel soll an Spanndrähten zwischen Regenfallrohren des Hauptgebäudes und eines rechtwinkeligen Anbaus hängen. Ein bisschen Glitzerzauber gehört eben dazu, wenn das fünfjährige Bestehen von Blanq-Bier gefeiert wird – mit Kneipenfeeling, aber draußen.
In Blankenheim wird mit Mobilar aus der Kneipe draußen gefeiert
Mario Olzem, Kai Janssen, Alexander Mauel und Michael Starkel sind die Macher von Blanq. „Wir wollten vor fünf Jahren einfach ein Bier für Blankenheim herstellen“, sagt Olzem im Rückblick. Und das wird jetzt gefeiert.
Bier und Kneipe – das gehört ja eigentlich zusammen. Doch auch in Blankenheim ist die letzte Kneipe längst geschlossen. Die Blanq-Macher hatten deshalb vor einiger Zeit probeweise die Gasstätte „Alt Blankenheim“ für einen Abend geöffnet. Der Zuspruch sei groß gewesen, so Olzem. Drei- bis viermal im Jahr will man das wiederholen, und zum Jubiläum geht’s nach draußen. Damit das auch stilvoll wird, soll das originale Kneipenmobiliar auf den Platz gestellt werden, nicht die erwartbare Bierzeltgarnitur.
Das Jubiläums-Bier ist ein Imperial-Pils mit etwas mehr Alkohol
Auf die Besucher warten zudem typische Kneipenspiele: Würfel und Karten, Darts, Kicker. Es wird, wie sonst oft in den Sälen üblich, Livemusik von den Musikvereinen Dahlem und Berk geben. Optionen für Jam-Sessions bietet eine „Open Stage“, wo Besucher mit Profimusikern spielen können. Zudem stehen zwei Zeichner bereit, die die Gäste porträtieren. Unter der Discokugel wird getanzt – das Wetter soll natürlich mitspielen.
Zwei DJanes sind gebucht. Plattenauflegerinnen hätte man in den Zeiten gesagt, als es noch den Tanz im Sälchen gab. Doch so viel Retro muss ja nicht, was auch für die Verpflegung gilt. Die mehr oder weniger appetitlich wirkenden Frikadellen unter Glas auf dem Kneipentresen kennen wohl viele noch. Zum Kneipen-Open-Air gibt’s auch Gegrilltes von der Blankenheimer Metzgerei Engel.
Im Mittelpunkt aber steht natürlich Blanq, das Bier aus dem Ahrquellenort. Zum Fünfjährigen hat das Team ein Jubiläumsbier entwickeln lassen, zugleich ist es die fünfte Sorte aus dem Hause Blanq. Logisch, dass es „Fönnef“ heißt, für Nicht-Eifeler Fünf. Es wird auf Platt korrekt mit „ö“ statt „ü“ wie im Kölner Raum geschrieben. Das hat den Blanq-Machern Plattkenner Manni Lang aus Lückerath versichert.
„Es handelt sich um ein Imperial-Pils, das etwas kräftiger gebraut wurde und auch etwas mehr Alkohol hat“, so Kai Janssen. Hergestellt wurde es von einer Craft-Brauerei in Seeon am Chiemsee und in Zusammenarbeit mit der Landhauszeit von Michael Starkel in Bad Münstereifel. Fönnef gibt’s nur aus der Dose, wie es für die trendigen Craftbiere von Mikrobrauereien üblich ist.
Die Blankenheimer Open-Air-Kneipe auf der Terrasse des Eifelmuseums ist vom 12. bis 14. Juni geöffnet: 12. Juni ab 18 Uhr, 13. Juni ab 14 Uhr, 14. Juni ab 10 Uhr. An diesem Tag ist auch der „Tour de Ahrtal“-Radaktionstag. Erwachsene erhalten gegen Vorlage der ausgefüllten Aktionspunkte-Stempelkarte am rollenden Bierwagen einen Gutschein.
Ins Bier kommt Wasser aus der Ahr
Der Name „Fönnef“ des Jubiläumsbieres bezieht sich auf die Jahre und auf die Angebotspalette. Angefangen hatte es mit Blanq Eifeler Helles, das es auch vom Fass gibt. Es folgten die drei Flaschenbiere Eifeler Biohell, Eifel Radler und Eifel Bleifrei. Die Biere werden mit Ausnahme von Fönnef von der Vulkanbrauerei in Mendig gebraut. Sie enthalten einen Liter Ahrquellwasser auf 1000 Liter Brauwasser. Das wirke aphrodisierend, beteuert Mario Olzem. Ob es stimmt, sei dahingestellt – jedenfalls hört es sich gut an.
Blanq-Bier gilt als Genussbier. „Auch wenn wir nichts dagegen hätten, wenn es zum Kneipenbier wird“, sagt Olzem. Aktuell werden vom Blankenheimer Bier rund 50.000 Flaschen und 100 Hektoliter Fassbier pro Jahr verkauft. Erhältlich ist es in regionalen Rewe-Märkten, vor allem aber auf der Karte eher gehobener Gastronomie.
Etwa in der Kölner Flora, der Künstlerkneipe Malkasten in Düsseldorf, in Kuchers Landhotel in Daun-Darscheid, der Burg Flamersheim, im eher exklusiven Destinature-Tiny-House-Feriendorf bei Ernzen in der Südeifel, aber auch im Krewelshof-Restaurant in Obergartzem.
