Der bisherige Trainer übernimmt die sportliche Leitung bei den Erftbaskets, Robert Schramm wird Coach. Zülpich ist voller Selbstvertrauen.
Basketball-SaisonvorschauFlorian Hammes hat eine neue Rolle in Bad Münstereifel

Immer noch mittendrin, statt nur dabei, aber in neuer Rolle bei den Erftbaskets: Florian Hammes (hockend).
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Bei den Erftbaskets Bad Münstereifel hat sich kurz vor dem Saisonstart personell noch einiges getan. Die größte Veränderung gibt es an der Seitenlinie: Robert Schramm übernimmt als neuer Headcoach die Verantwortung für die erste Herrenmannschaft. Der bisherige Trainer Florian Hammes wechselt in die Rolle des Teammanagers. Beide wollen künftig eng zusammenarbeiten.
„Wir teilen uns die Verantwortung ab sofort“, sagt Hammes. Die Trainingseinheiten werden von beiden betreut, bei den Spielen hat Schramm allerdings den Hut auf. „Rob wird die Spiele hauptverantwortlich leiten und ich kümmere mich um die Dinge drumherum. So können wir uns gegenseitig ergänzen und aushelfen“, erklärt Hammes. Ein weiterer wichtiger Aspekt: Schramm verfügt über die C-Lizenz, die für die Oberliga erforderlich ist.
Auch beim Kader müssen die Erftbaskets Veränderungen verkraften. Besonders schwer wiegt der vorläufige Abschied von Jan-Peter „J. P.“ Zens. Er wird bis auf Weiteres nicht mehr Basketball spielen und sich auf sein Studium konzentrieren. „Den Wegfall können wir aktuell noch nicht kompensieren“, sagt Hammes.
Für Talente steht die Tür zur ersten Mannschaft immer offen
Zudem fehlt Mike Kepka zunächst. Er absolviert ein Auslandssemester und soll erst zur Rückrunde wieder zum Kader gehören. Das übrige Grundgerüst der Mannschaft bleibt dagegen bestehen.
Eine wichtige Rolle sollen erneut Talente aus dem eigenen Nachwuchs spielen. „Wir leben als Verein von der Ausbildung junger Spieler“, betont Hammes. Deshalb sollen Jugendspieler regelmäßig am Training der Senioren teilnehmen und frühzeitig an den Herrenbereich herangeführt werden. Mit Mannschaften in der Oberliga und der Bezirksliga sieht Hammes dafür gute Voraussetzungen. Je nach Leistungsstand können die Nachwuchsspieler auf unterschiedlichen Ebenen Spielpraxis sammeln. Dabei soll die Tür zur ersten Mannschaft ausdrücklich offen stehen. „Wer konsequent und konstant beim Training Leistung bringt, wird automatisch seine Chance in der Ersten bekommen“, kündigt Hammes an.
Der Klassenerhalt steht für die Erftbaskets an erster Stelle
Die Erftbaskets gehen mit einem klaren Ziel in die Saison: Der Klassenerhalt steht für den Oberliga-Aufsteiger an erster Stelle. Gleichzeitig soll die Entwicklung der einzelnen Spieler und der gesamten Mannschaft weiter vorangetrieben werden. Die Vorbereitung verlief allerdings nicht ganz nach Wunsch. Die Urlaubszeit machte ein kontinuierliches Training schwierig. „Die Trainingsbeteiligung hat unseren Rhythmus doch stark gestört“, berichtet Hammes. Nun gehe es darum, in den verbleibenden Trainingseinheiten richtig in Schwung zu kommen.
Der geplante Saisonauftakt gegen Südwest Köln fällt aus. Nach Angaben von Hammes hat die Stadt Köln die Halle des Gegners wegen einer schulischen Veranstaltung für den Vereinssport gesperrt. Damit kann die Partie nicht wie ursprünglich geplant stattfinden. Für Hammes ist der Fall symptomatisch für ein Problem, mit dem Vereine zunehmend konfrontiert seien. „Es haben vermehrt die Vereine mit Hallenzeiten zu kämpfen. Das betrifft also nicht nur uns“, sagt der Teammanager. Er beobachte diese Entwicklung schon länger und nehme sie zunehmend stärker wahr.
Rückkehr von Philipp Greuel und David Broll sorgt für Euphorie
Mit viel Selbstbewusstsein geht der TuS Zülpich in die Landesliga-Saison. Grund für die Euphorie: eine gute, lange Vorbereitung und die Rückkehr von Philipp Greuel in die Römerstadt.
Zudem kehrt David Broll nach einer Saison voller Verletzungen zum TuS zurück. „Dadurch haben wir einen deutlich breiteren Kader“, sagt Trainer Christian Antons, der weiter auf Christoph Gier als „emotionalen Leader“ zurückgreifen kann. Außerdem haben auch Greuel und Nic Virnich sowie Simon Benentreu bereits Trainererfahrung gesammelt. „Das funktioniert richtig gut, weil jeder seine Rolle kennt“, sagt Antons.
Als Ziel hat sich der TuS nicht nur den Klassenerhalt gesetzt, sondern auch, „möglichst schnell nach oben schauen zu können“, wie es Antons formuliert. Der erste Schritt soll am Samstag im Heimspiel gegen Frankenberg gemacht werden.
Los geht es in der Dieter-Pritzsche-Halle an der Blayer Straße um 20 Uhr. „Die gesamte Liga ist stark besetzt – entsprechend auch Frankenberg. Wir müssen uns aber nicht verstecken und spielen auf Sieg“, sagt Antons, der zum Auftakt personell aus dem Vollen schöpfen kann. Das war zuletzt nicht immer der Fall.
