Während Zülpich eine Führung nicht über die Zeit brachte, verloren Dahlem-Schmidtheim, die JSG Erft und Bessenich jeweils 0:4.
Fußball-BezirksligaKeine Punkte für die Teams aus dem Kreis Euskirchen

Viele intensive Zweikämpfe prägten die zweite Halbzeit.
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TuS Chlodwig Zülpich II – Viktoria Arnoldsweiler 1:2 (1:0). Mit einem Heimerfolg hätte der TuS nach vier Spieltagen bereits sieben Zähler auf dem Konto und damit für einen Aufsteiger einen rundum gelungenen Saisonstart in der Tasche gehabt. Obwohl es eine gute Viertelstunde vor dem Abpfiff der Partie – zu diesem Zeitpunkt lag man durch den frühen Treffer von Frederik Brück-Thies knapp in Führung – genau danach aussah, wurde es nichts mit den drei Zählern. Schlimmer noch: Unter dem Strich standen die Römerstädter mit gänzlich leeren Händen da.
„Wir haben uns nach dem starken Auftakt und dem 1:0 offenbar zu sicher gefühlt und sind in unseren Aktionen unsauber geworden“, kommentierte Trainer Marius Schinke, der Parallelen zum Wochenende davor erkannte. „Wie in Kreuzau sind wir vermeintlich die bessere Mannschaft und schaffen es nicht, uns für unseren Aufwand zu belohnen“, ärgerte sich der Übungsleiter.
Wir sind selber schuld, weil wir den Sack nicht zugemacht haben. Das ist auch eine Sache der fehlenden Qualität im Angriff.
Möglichkeiten, einen zweiten Treffer nachzulegen und damit vorzeitig für Ruhe zu sorgen, waren vorhanden. Zum Beispiel für Marcel Blum, der aus halbrechter Position in den Strafraum zog, dann aber keinen Weg an Schlussmann Aiman Janic vorbei fand, oder den Torschützen, dessen Linksschuss nur um Haaresbreite sein Ziel verfehlte. Fairerweise muss jedoch erwähnt werden, dass die bislang punktlosen Gäste nach dem Seitenwechsel keine schlechte Leistung zeigten, zunehmend mutiger wurden und ebenfalls zu guten Gelegenheiten kamen.

Sah in der Nachspielzeit Gelb-Rot wegen Meckerns: Dustin Oellers.
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Konnte Torhüter David Hilgers zwanzig Minuten vor dem Abpfiff noch Schlimmeres verhindern, war er wenige Augenblicke später machtlos, als Oualid Kasmi aus kurzer Entfernung vollstrecken konnte. Ein Sonntagsschuss des eingewechselten Tarkan Tulug, der mit leichter Windunterstützung aus über 30 Metern mittig über dem verdutzten Zülpicher Keeper einschlug, besiegelte die Niederlage der Römerstädter. Diese liefen in der Schlussphase zwar bemüht, aber wenig durchdacht an und hatten auch nicht das nötige Glück, als eine von einem Verteidiger abgefälschte Hereingabe ganz knapp am langen Pfosten vorbeistrich.
Wenige Sekunden vor Ultimo – die Nachspielzeit hatte bereits begonnen – sah Innenverteidiger Dustin Oellers wegen Meckerns zu allem Überfluss noch die Gelb-Rote Karte. „Wir sind selber schuld, weil wir den Sack nicht zugemacht haben. Das ist auch eine Sache der fehlenden Qualität im Angriff. So ein Spiel darfst du einfach nicht verlieren“, haderte Marius Schinke.
Birkesdorf ist nicht der Maßstab von Dahlem-Schmidtheim
SG Dahlem-Schmidtheim – FC Viktoria Birkesdorf 0:4 (0:1). Laut Dahlems Trainer Christian Hammes geht der Sieg von Birkesdorf auch in dieser Höhe in Ordnung. Dabei hatte sein Team die erste Großchance. Doch der gespitzelte Ball von Silvio Ferjani nach Flanke von Fabian Klimpel ging Millimeter am Tor vorbei. „Das war super gespielt, aber Pech“, so Hammes. Danach rissen die Gäste das Spiel an sich und gingen durch Hagen Blohm in Führung (22.). Kurz vor der Pause wurde Maxim Ritter im Strafraum unsanft gestoppt. Für Hammes ein klarer Elfmeter, der Schiedsrichter ließ allerdings weiterlaufen. „Selbst Teamoffizielle von Birkesdorf haben sich gefragt, wie man den Elfmeter nicht geben kann“, so der Dahlemer Coach.
Anstatt den Gegner also noch einmal zu ärgern, zeigte dieser seine Klasse. Marc Wollersheim (58.), erneut Blohm (67.) und Julian Perse (85.) erhöhten das Ergebnis. „Birkesdorf ist nicht unser Maßstab“, so Hammes.
Trotz deutlicher Niederlage sah Erft-Trainer Kockerols viel Gutes
SC Alemannia Lendersdorf – JSG Erft 01 Euskirchen 4:0 (2:0). „Klingt zwar komisch nach einem 4:0, aber wir waren grundsätzlich zufrieden“, sagte Erft-Trainer Christopher Kockerols. Aber seine Mannschaft habe die herausgespielten Chancen nicht genutzt und müsse sich an die eigene Nase fassen. „Wir waren mit dem eigenen Ballbesitz zufrieden“, so Kockerols. Das Spiel gelte es abzuhaken. „Und jetzt beginnen die Derby-Wochen“, so der Trainer. Die Tore für die Gastgeber schossen Jonas Gracia (7.), Erft-Akteur Bastian Rick (27.), Phillip Gracia (66. und Marius Koep (87.).
In Unterzahl kann Bessenich nicht mit Lövenich mithalten
SV Lövenich/Widdersdorf – SV Rhenania Bessenich 4:0 (1:0). Auch wenn die Gastgeber in der ersten Hälfte etwas mehr vom Spiel hatten, sah Bessenichs Trainer Can Celik seine Mannschaft beinahe ebenbürtig. Ein Stellungsfehler führte zum einzigen Tor durch Yannis Golisch (30.).
Der große Knackpunkt ereignete sich kurz nach Wiederanpfiff. Der bereits verwarnte Kapitän Kuss Kunzika wurde bei einem Eckball angeschossen, der Schiedsrichter wehrte die Aktion als Handspiel und schickte den Defensivmann mit Gelb-Rot vom Platz. „Sogar von Lövenicher Seite wurde signalisiert, dass das keine Karte sein müsse. Da hätte man Fingerspitzengefühl zeigen können“, so Celik.
In Unterzahl nutzte Lövenich die sich entstehenden Räume konsequent und erhöhte durch Jan Lauterbach auf 2:0 (49.). Danach forderten die Bessenicher einen Strafstoß und einen Platzverweis gegen Heim-Torwart Andrey Yarizov, der aus Sicht der Gäste Jehon Vatovci als letzter Mann im Sechzehner zu Fall gebracht habe.
„Am Ende müssen wir uns aber auch selbst ankreiden, dass wir nach dem Platzverweis nicht mehr die nötige Stabilität hatten“, so Celik. David Strack (68.) und Yoshikazu Takahashi (79.) erzielten die restlichen Tore.
