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Mittelrheinpokal-VorschauDas Kreisderby zwischen Mechernich und Zülpich steht im Fokus

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Eine Spielzeit aus dem letzten Aufeinandertreffen noch im alten Eifelstadion auf der Asche zwischen Mechernich und Zülpich.

Im Juni 2023 trafen Mechernich und Zülpich zuletzt in einem Pflichtspiel aufeinander. Für Mechernich bedeutete das 2:2 den Abstieg in die Kreisliga A. Thomas Leßenich (Mitte) fehtl am Sonntag.

Bereits am Samstag finden die Spiele in Mechernich und Frauenberg statt. Das Heimspiel von Erft 01 ist am Sonntag. Bessenich spielt auswärts.

Zum Super-Pokalwochenende gehören nicht nur die zwölf Partien des Kreispokals (plus das bereits stattgefundene Spiel zwischen Frauenberg und Erft und das auf nächsten Mittwoch verlegte zwischen Nierfeld und Mechernich), es gibt auch noch vier Erstrundenspiele des Mittelrheinpokals, in denen fünf Mannschaften aus dem Kreis Euskirchen antreten.

TuS Mechernich – TuS Zülpich

Alle Augen sind natürlich auf das Derby gerichtet zwischen der TuS Mechernich und dem TuS Zülpich. Der Kreisligist empfängt den Neu-Mittelrheinligisten am Samstag um 18 Uhr auf dem Kunstrasenplatz am Schulzentrum. Die Rollen sind klar verteilt: Mechernich ist klarer Außenseiter.

Speziell vorbereiten wird sich das Team von Trainer Mirco Mertens nicht. „Wir wissen, was auf uns zukommt“, sagt er. Er erwartet viel Tempo, viel Zülpicher Ballbesitz und viel Aggressivität, was bedeutet, dass seine Spieler schnell unter Druck gesetzt werden. Personell hat die TuS einige Engpässe, auf der Ersatzbank werden vornehmlich frühere A-Jugendliche Platz nehmen. Dennoch sagt Mertens: „Wir wollen es Zülpich so schwer wie möglich machen.“ Zum Abschluss der Vorbereitung noch einmal einen drei Klassen höheren Gegner zu haben, sei schließlich ein Erlebnis. Wichtig sei, dass man erhobenen Hauptes vom Platz gehe.

Wir freuen uns, uns auch noch mal im Kreis Euskirchen präsentieren zu können, da wir ja leider aus dem Kreispokal ausgeschlossen sind.
David Sasse

Der Trainer des Favoriten freut sich auf das Los. „Die TuS Mechernich ist ein Traditionsverein, wo ich den ein oder anderen sehr gut kenne, schätze und mag“, sagt David Sasse. „Wir freuen uns, uns auch noch mal im Kreis Euskirchen präsentieren zu können, da wir ja leider aus dem Kreispokal ausgeschlossen sind“, so Sasse. Drei bis vier Spieler seien angeschlagen und werden vielleicht geschont, Thomas Leßenich wird definitiv nicht dabei sein. Als Maßstab sah Sasse das Testspiel gegen Birkesdorf am Mittwoch, das Zülpich mit 2:1 gewann. Die Tore erzielten Pascal Schiffer und Tim Birkenheuer.

Sasse geht von einem tief stehenden Gegner aus, wie es in der vergangenen Kreispokalspielzeit Frauenberg oder Bessenich im Endspiel gewesen waren. Darauf werde man sich einstellen. „Wir wollen unbedingt in die zweite Runde und hätten gerne Fortuna Köln oder Alemannia Aachen bei uns auf der Anlage oder wieder Viktoria Köln – oder natürlich meinen Freund Mokka Volk mit dem Bonner SC“, so Sasse, der aber klar sagt: Geschenke werde seine Mannschaft nicht verteilen, auch wenn vielleicht der ein oder andere Spieler zum Zuge kommen wird, der eine Woche später zum Saisonauftakt eventuell nicht in der Startelf stehen wird.

SV Frauenberg – FC Wegberg-Beeck

Und noch ein Spiel, das am Samstag um 18 Uhr angestoßen wird. Im Frauenberger Loch empfängt die Mannschaft von Marcel Timm den Mittelrheinligisten, der die Saison auf Platz sechs abgeschlossen hat. „Wir freuen uns, dass wir so einen namhaften Gegner bei uns im Loch begrüßen dürfen“, sagt Timm. Bei Wegberg-Beeck habe es zwar auch einen kleinen Umbruch gegeben, aber „es ist ganz ganz ganz ganz schwer, gegen so eine Truppe erfolgreich zu sein“, weiß der SVF-Coach.

Allein die Teilnahme am Mittelrheinpokal sei für Frauenberg ein Erfolg. Man wolle das Spiel genießen und freue sich auf die Unterstützung der Fans, allen voran die Partycrew. Gleichzeitig sollen seine Spieler auch von einem solchen Gegner etwas lernen. „Ich wünsche mir, dass wir es sehr sehr lange offen gestalten können und vielleicht sogar ein Tor erzielen“, so Timm. Die Personalsituation am Samstag ist sogar noch angespannter als am Mittwoch.

JSG Erft 01 Euskirchen – FC Dynamo Erkelenz

Ein Duell zweier Bezirksligisten gibt es am Sonntag um 15 Uhr auf dem Kunstrasenplatz in Kuchenheim. Die JSG Erft empfängt Dynamo Erkelenz aus der Staffel 4. Das Team aus dem Fußballkreis Heinsberg ist Aufsteiger und hat im Kreispokalendspiel den Landesligisten Union Schafhausen mit 4:0 besiegt.

Als „ein bisschen unbeschriebenes Blatt“ beschreibt Erft-Trainer Christopher Kockerols den Gegner, der als Saisonziel ausgegeben habe, im ersten Bezirksligajahr im oberen Drittel mitspielen zu wollen. „Der Kader gibt das auch her“, so Kockerols. Erkelenz habe viele ehemalige Landesliga- oder sogar Mittelrheinliga-Spieler im Team und viel Qualität und Erfahrung. „Für uns ist das deshalb auch ein super Test, um zu schauen, wie hoch das obere Drittel ist“, formuliert es der Erft-Trainer. Man wolle eine gute Figur abgeben und sich auf das eigene Spiel konzentrieren. „Das ist ein Pokalspiel, da geht immer alles. Wir haben Respekt, aber keine Angst, deshalb sind wir ganz entspannt“, so Kockerols.

SV Altenberg – SV Rhenania Bessenich

Den Fußballkreis verlassen muss als einziges Team in dieser Runde der SV Bessenich, der am Sonntag um 15 Uhr beim SV Altenberg (Gemeinde Odenthal) antritt. Von der Ligazugehörigkeit her ist der Gast Favorit, denn Altenberg ist Kreisligist. Dementsprechend will Bessenich auch eine Runde weiterkommen, wie es Trainer Can Celik formuliert. Doch ganz so einfach wird es nicht, denn am Sonntag fehlen Benjamin Wiedenau, Kuss Kunzika, Athanasios Noutsos, Felix-David Hilgers, Tom Stegink, Valentin Ivanov, Kaloyan Petrov, Moritz Hartmann und Muhammet Sim.

Hinzu komme, dass Altenberg ein unbekannter Gegner und deshalb „ein Stück weit eine Wundertüte“ sei, so Celik. Entscheidend sei, dass sein Team mit dem nötigen Respekt ins Spiel gehe. Man wolle das erste Pflichtspiel der Saison aber auch dazu nutzen, weiter an Abläufen zu arbeiten und als Mannschaft zusammenzuwachsen, um den nächsten Entwicklungsschritt zu machen.