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Fußball-KreisligaSC Wißkirchen stellt nur eine Mannschaft in der Kreisliga C

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Eine Jubeltraube bilden die Spieler von Wißkirchen II nach der Rettung in letzter Sekunde.

Noch vor zehn Tagen feierte Wißkirchen II den Klassenerhalt in der Kreisliga B. Doch dort starten wird der Verein nicht. Er geht freiwillig in die Kreisliga C.

Die Kreisliga A wird wohl nächste Spielzeit mit nur 13 Teams an den Start gehen. Unklar ist die Situation in der Kreisliga B.

Es ist eine Entscheidung, die massive Auswirkungen auf den Kreisliga-Fußball hat und beim Fußballkreis Euskirchen für Kopfzerbrechen sorgt. Wie Tobias Rick, Geschäftsführer des SC Wißkirchen, in einer E-Mail an die Redaktion verkündet, wird der Verein nur mit einer Mannschaft in der kommenden Saison an den Start gehen – in der Kreisliga C. Eigentlich hätte der SCW je einen Startplatz in den Kreisligen A und B gehabt. Nach dem Rückzug der Bezirksliga-Mannschaft vor der Saison 2025/26 stand das Team als erster Absteiger fest. In der Kreisliga B sicherte sich die Reserve am letzten Spieltag mit einem Tor in der letzten Sekunde gegen den direkten Konkurrenten TB-SV Füssenich-Geich den Klassenerhalt.

Die späte Entscheidung hat Konsequenzen. Die TB-SV hätte die Klasse gehalten, wenn Wißkirchen auf den Ligaverbleib verzichtet hätte. Durch eine neue Regelung in den Durchführungsbestimmungen des Verbands müssen Vereine nicht mehr am letzten Spieltag bis 23.59 Uhr ihren Rückzug verkünden, sondern haben noch zwei Wochen länger Zeit. Die Frist läuft an diesem Samstag um 23.59 Uhr ab.

Theoretisch hätte die TB-SV, die zur neuen Saison eine Spielgemeinschaft mit Vettweiß eingehen wird, nun die Chance, im Fußballkreis Euskirchen zu bleiben. Doch das ist nicht mehr möglich. Bis zum 31. Mai mussten sich die beiden Vereine entscheiden, in welchem Fußballkreis die neue SG antreten wird. Und das Votum fiel für den Kreis Düren aus, da Vettweiß schon den Aufstieg in die Kreisliga B sicher hatte, Füssenich-Gleich aber noch um den Klassenerhalt kämpfte.

Fußballkreis Euskirchen benötigt juristische Beratung

Welche Auswirkungen diese Gemengelage auf die Kreisliga B hat, will der Fußballkreis-Vorstand in Euskirchen nun juristisch abklären lassen. Die Durchführungsbestimmungen könnten so interpretiert werden, dass die Kreisliga B als Gesamtes betrachtet wird. Dann könnte Dahlem-Schmidtheim II – ohne Gewähr! – gerettet sein.

Auf die Kreisliga A hat die jetzige Entscheidung auf jeden Fall Auswirkungen. Sie wird in der Spielzeit 2026/27 nur mit 13 Vereinen an den Start gehen. Sonderregelungen – etwa dass Lommersum A-Ligist bleibt oder Hellenthal zusätzlich aufsteigt – sind in den Durchführungsbestimmungen nicht vorgesehen.

SC Wißkirchen nennt mehrere Gründe für die Entscheidung

Als Gründe für die Entscheidung nennt der SCW den Weggang mehrerer Stammspieler, Schwierigkeiten bei der Gewinnung von Neuzugängen sowie die seit Jahren problematische Platzsituation. Wegen des schlechten Zustands des Sportplatzes und der anschließenden Sanierung musste der SCW zahlreiche Heimspiele und Trainingseinheiten auf andere Anlagen verlegen. In der vergangenen Rückrunde konnte die Mannschaft kein einziges Heimspiel in Wißkirchen austragen.

Nach Angaben von Geschäftsführer Rick wirkten sich die fehlende sportliche Heimat, die sinkende Trainingsbeteiligung und Mitgliederrückgänge auch auf die Jugendabteilung aus. Zudem erschwerten demografische Entwicklungen, veränderte Erwartungen der Spieler und steigende finanzielle Ansprüche die Kaderplanung. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen habe der Verein mit dem Klassenerhalt sein sportliches Ziel erreicht.

Mit der Konzentration auf eine Mannschaft in der Kreisliga C hofft der SC Wißkirchen nun auf einen Neustart. Nach Abschluss der Sportplatzsanierung soll insbesondere die Jugendarbeit weiter gestärkt und langfristig wieder eine breitere Basis geschaffen werden. Mit den Frauen will der SCW in der Bezirksliga an den Start gehen.