Der Ostbelgier siegte bei jedem Eifel-Cup-Lauf in diesem Jahr. Bei den Frauen gewann Nora Schmitz „Rund um den Köchel“ in Marmagen.
Eifel-CupBenoit Paques ist auch in Marmagen nicht aufzuhalten

Vom Start weg lag Benoit Paques (r.) vorn.
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Mit langen Schritten stürmte Benoit Paques durch den Regen den abschüssigen Weg zum Sportplatz hinunter, wo der Zieleinlauf auf ihn wartete. Mit einer Minute Vorsprung auf Markus Seidenfaden konnte der Belgier den Hauptlauf über 10.000 Meter bei „Rund um den Köchel“ in 33,07 Minuten absolvieren. Damit kennt der Eifel-Cup bei den Männern in diesem Jahr auch im sechsten Wertungslauf nur einen Sieger, denn in dieser Saison gibt es bisher kein Vorbeikommen an dem Läufer aus dem ostbelgischen Kelmis.
Auch unter den widrigen Bedingungen, die an Fronleichnam herrschten, änderte sich das nicht. Etwa eine halbe Stunde vor Beginn des Rennens hatte es zu regnen begonnen. Was nicht alle Läufer störte. „Für mich ist kalt und nass am besten“, sagte der Marmagener Jens Diblik. Er sei relativ schwer gebaut, da komme ihm das entgegen. Allerdings müssten die Läufer im Wald vorsichtig sein, denn die modernen Carbonschuhe seien bei Feuchtigkeit besonders glitschig.
Trotz rutschiger Bedingungen gab es keine Zwischenfälle
Was auch die Rennleitung bewogen hatte, dem Feld einen Wagen hinterherzuschicken, der Teilnehmer aufnehmen solle, die eventuell Probleme bekommen würden. „Wenn es vom Köchel bergab geht, dann kann es schon rutschig sein“, wusste Stephan Böhm, Leiter der Laufabteilung der SG Sportfreunde 69 Marmagen-Nettersheim, die die Veranstaltung ausrichtete. Letztendlich sei der Lauf ohne Zwischenfälle geblieben, teilte Manfred Poth, Vorsitzender der Sportfreunde, am Freitagmorgen mit.
Mit dem schlüpfrigen Untergrund hatte auch Paques zu kämpfen. Teilweise sei es matschig gewesen und dadurch auch rutschig. Ungefähr drei Kilometer sei er gemeinsam mit Seidenfaden an der Spitze gelaufen, dann habe er sich mit einem Zwischenspurt von seinem Konkurrenten absetzen können.
Siegerin Nora Schmitz hatte kurz überlegt, gar nicht anzutreten
„Ich mag das Wetter gar nicht“, sagte Nora Schmitz, die bei den Damen die Wertung für sich entscheiden konnte. Angesichts der Verhältnisse habe sie noch gezögert, ob sie überhaupt teilnehmen solle. Doch dann habe sie sich dafür entschieden zu laufen. Allerdings habe sie ihr Tempo in den Bergabpassagen gedrosselt. „Ich bin aber generell beim Bergablaufen vorsichtig. Wenn man da stolpert, ist das viel schlimmer als bergauf. Bergauf ist mir viel lieber, weil ich auch viel in den Bergen trainiere“, erklärte sie.

Auch Beachvolleyball wurde beim Sportfest in Marmagen gespielt.
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155 Läufer hatten sich auf den Weg „Rund um den Köchel“ gemacht. Bereits vorher waren die Jugendläufe und der Volkslauf über 5000 Meter über die Bühne gegangen.
Ein regional einzigartiger Hindernislauf für die Kinder
Mit einer großen Teilnehmerzahl fand am Donnerstagmorgen zum zweiten Mal der Hindernislauf für Kinder statt. Mehr als 150 Jungen und Mädchen gingen bei dem Parcours an den Start, auf dem Maria Biada und ihre Helfer viele originelle Hindernisse wie Traktorreifen oder Matschkuhlen auf- und eingebaut hatten. „Das ist meines Wissens einzigartig in der Region“, sagte Poth. Auch das Beachvolleyballturnier war mit 16 Mannschaften ausgebucht.
„Wir sind hochzufrieden“, zog Poth eine Zwischenbilanz. Mit 150 Kita-Kindern habe es eine Rekordbeteiligung gegeben. „Uns ist es wichtig, die Kinder an eine sportliche Betätigung heranzuführen“, sagte er. In diesem Sinne habe am Freitagvormittag auch der Bewegungstag der Grundschulen stattgefunden, zu dem sich mehr als 500 Teilnehmer angemeldet hatten. Über 150 Ehrenamtler seien bei dem Sportfest im Einsatz, das seinen Höhepunkt am Samstagabend mit dem Weinfest habe, das ab 18 Uhr mit Livemusik auf dem Rasensportplatz in Marmagen über die Bühne gehe.
