Nach der vorgezogenen Partie gegen den Kreuzauer SC ist auch die Niederlagenserie beim SV Bessenich Geschichte. Der Sieg war verdient.
Fußball-BezirksligaRhenania Bessenich beendet die Torflaute

War emsig, spulte etliche Kilometer ab und setzte permanent die Verteidiger und den Torwart unter Druck: Manuel Macherey (l.).
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Rhenania Bessenich – Kreuzauer SC 2:1 (0:1). Die Erleichterung nach dem Schlusspfiff war den Spielern und Trainern des SV Bessenich anzumerken. Endlich Tore geschossen, endlich gewonnen. Und das auch vollkommen verdient.
Vier Pflichtspiele am Stück hat Bessenich verloren. In den drei Partien der Rückrunde hat kein Rhenania-Akteur bisher ein Tor erzielen können, die Abstiegszone rückte langsam näher. Und die Nervosität war dem Team von Can Celik und Stefan Storb zu Beginn auch anzumerken. Es ist ein schmaler Grat zwischen riskantem Direktspiel und Hektik. Bessenich balancierte mit Ausschlägen auf beide Seiten darüber. Es gab schnelle Ballverluste – das allerdings auf beiden Seiten.
Spielerisches Übergewicht, die Möglichkeit hatte aber Kreuzau
Zwar hatten die Gastgeber, die dem Wunsch auf Spielverlegung der Kreuzauer von Sonntag auf den Mittwochabend nachgekommen waren, in den ersten 45 Minuten ein spielerisches Übergewicht und drangen auch immer wieder in die Hälfte von Kreuzau ein. Aber wirklich gefährliche Abschlüsse hatten sie nicht. Die Gäste hatten immerhin zwei Chancen: In der 31. Minute landete ein Distanzschuss an der Latte. Vier Minuten später verwandelte Jannis Becker einen Freistoß direkt. Den Flachschuss aus rund 25 Metern zirkelte er um die Mauer herum in das Eck, das die Verteidiger eigentlich decken sollten. Torwart Eamonn Klein, zuständig für die Platzierung, trug dabei eine gewisse Mitschuld. Mit 0:1 ging es, nicht ganz gereicht, in die Kabine. In der zweiten Halbzeit belohnte sich die Heimmannschaft dann für die Mühen. Nach einem Freistoß gab es im Kreuzauer Strafraum ein Gewusel, bei dem ein Bessenicher Spieler zu Fall kam.
Während die Rhenania-Bank vehement Elfmeter forderte, machten ihre Spieler einfach weiter und aus dem Getümmel heraus traf Kaloyan Petrov zum Ausgleich (56.). Schiedsrichter Dirk Welters erklärte, dass er zunächst das Ende der Situation abwarten wollte und deshalb auf Vorteil entschieden hatte.
Chancenwucher: Bessenich verpasst es, die Führung auszubauen
Bessenich machte weiter Druck und kam nun zu weiteren Chancen. Der bis dahin im Abschluss eher unglücklich agierende Athanasios Noutsos wurde von Erjon Hoxhaj mit einem Querpass in Szene gesetzt und konnte sich dann die Ecke aussuchen. Er schoss den Ball ins Tor und erzielte das 2:1 (68.).
Danach verpassten es die Rhenania-Spieler, die Führung weiter auszubauen. So scheiterte der eingewechselte Jehon Vatovci in der Nachspielzeit am Kreuzauer Torwart. Drei Minuten zuvor hatte Klein hinter sich greifen müssen, doch Schiedsrichter Welters hatte auf Abseits entschieden. Aber es zeigte: Allein aufgrund des knappen Ergebnisses blieb es spannend bis zum Schluss. Der Abpfiff kam einer Erlösung gleich.
„Ich bin sehr froh über die Mannschaftsleistung“, sagte Can Celik. „Der Sieg geht in Ordnung, alle haben gekämpft. Und trotz der drei Niederlagen in der Rückrunde waren alle motiviert.“ Wegen einer Hochzeit im Mannschaftskreis an diesem Wochenende habe Kreuzau um Verlegung der Partie gebeten.

