Zum Abschluss der ersten Kreispokalrunde gab es einen dramatischen Pokalabend in Nierfeld, den die TuS knapp für sich entschied.
Fußball-KreispokalMechernich erhält das letzte Los für die zweite Runde

Am Ende unterliegt Schwarz-Weiß Nierfeld um Luca Bläser (l.) gegen die TuS Mechernich mit Felix Wolff.
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SV Nierfeld – TuS Mechernich 2:3 (0:0). Im letzten Spiel der ersten Runde des Kreispokals sorgten die beiden A-Kreisligisten Schwarz-Weiß Nierfeld und TuS Mechernich für einen dramatischen Pokalabend. Nierfeld holte spät einen 0:2-Rückstand auf, hatte insgesamt mehr vom Spiel und durfte am Ende doch nicht jubeln. Mechernich hingegen feierte durch den 3:2-Erfolg den Einzug in die nächste Runde – dank Effizienz und einem Doppelpacker.
Beide Teams zeigten von Beginn an hohes Tempo, bis zu den ersten Chancen dauerte es allerdings. Marlon Vogt verfehlte nach etwa 15 Minuten knapp für Schwarz-Weiß, Tim de Jong traf fast im Gegenzug per Volley den Pfosten. Vor der Pause erhöhte Nierfeld den Druck, ließ die Führung jedoch liegen. Jonas Küpper und zweimal Niclas Hampel scheiterten an Tom Nitschke, der im Mechernicher Tor einen starken Abend erwischte. Ein Treffer von Mory Kaba zählte wegen Abseits nicht.
Aufholjagd nutzte den Nierfeldern nicht mehr
Nach dem Seitenwechsel hatten die Gäste ihre beste Phase der Partie. In der 49. Minute verhinderte Patrick Pohl auf der Linie den Rückstand. Drei Minuten später fiel dann doch die Führung: Andre Beaujean nahm sich aus rund 30 Metern ein Herz und überwand Torwart Henri Urbig mit einer sehenswerten Bogenlampe zum 0:1. Nur vier Minuten später stand es 0:2. Luca Althausen und Tom Lengersdorf leiteten eine sehenswerte Kombination ein, die Dominik Linden abschloss.

Nierfelds neues Trainerduo: Justin Dietsch (l.) und Marcel Schmitz.
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Anschließend erhöhte der SC den Druck und drängte Mechernich immer weiter zurück. Julian Schlag, kurz zuvor eingewechselt, erzielte in der 77. Minute den Anschlusstreffer. In der 82. Minute folgte der Ausgleich: Nach einer Ecke nickte Pohl zum 2:2 ein. Doch Nierfeld kam zu keiner weiteren zwingenden Möglichkeit mehr, um die Partie zu drehen. Der Lucky Punch gelang hingegen der TuS. Tim Lambertz brachte den Ball in der 92. Minute von rechts in den Strafraum. Linden nutzte die unsortierte Nierfelder Defensive aus und erzielte das 3:2.
Mechernichs Trainer Mirco Mertens hob die Arbeit gegen den Ball hervor: „In der ersten Hälfte haben wir diszipliniert agiert und uns Chancen erspielt. Nierfeld hat mit schnellen Spielern allerdings immer wieder Räume gefunden.“ Nach der Pause sei die TuS zunehmend unter Druck geraten. „Aber wir haben alles reingeworfen, alles wegverteidigt“, sagte Mertens. Für die junge Mannschaft sei es ein „super Erfolg“.
Sein Gegenüber Marcel Schmitz sprach nach dem Abpfiff von einem „absolut unverdienten“ Ergebnis. Bis auf die Chancenverwertung könne er seinen Spielern wenig vorwerfen. Die Gegentore seien nicht durch spielerische Überlegenheit entstanden, sondern vor allem durch einfache Stellungs- und individuelle Fehler. „Das 3:2 darf so niemals fallen“, sagte der Nierfelder Coach. Die Aufholjagd nach dem 0:2 habe ihm dennoch Mut gemacht. „Wir haben das Spiel wieder an uns gezogen, Wille und Zusammenhalt gezeigt. An den anderen Dingen müssen wir weiter arbeiten.“
