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Schöneseiffen gerettetLommersum, Derkum und Vernich steigen in die Kreisliga B ab

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Das Bild zeigt den Offensivspieler des SV Frauenberg, der nicht zu stoppen ist.

Frauenbergs Marcel Kaiser enteilt der Deckung vor dem 1:0. Wenig später legt er seinen zweiten Treffer nach.

Bereits vor dem letzten Spieltag stehen die drei Absteiger in die Kreisliga B fest. Betroffen sind drei Vereine aus der Gemeinde Weilerswist.

SV Sötenich - Sportfreunde DHO 7:0 (3:0). Der SV Sötenich hat die Sportfreunde DHO deutlich mit 7:0 besiegt und gleichzeitig den Abstieg der Gäste besiegelt. Lange hielt DHO die Partie offen, ehe Ben Winter mit einem Distanzschuss die Führung erzielte (32.). In derselben Minute sah DHO-Spieler Wael Hassan nach einer Beleidigung des Schiedsrichters die Rote Karte. Sötenich nutzte die Überzahl konsequent aus und legte durch Martin Schmitz (40.) sowie Winter kurz vor der Pause nach (45.+1).

Nach dem Seitenwechsel schraubten Jonah Weishaupt (47.), Winter mit seinem dritten Treffer (57.), Simon Sanduljak per Foulelfmeter (60.) und Max Lang (80.) das Ergebnis weiter in die Höhe. Uwe Metternich sah den Platzverweis als Schlüsselmoment der Partie: „Aufgrund der Roten Karte war das Spiel für uns einfacher.“ Gleichzeitig betonte Sötenichs Sportlicher Leiter, dass seine Mannschaft auch unabhängig davon die spielbestimmende Mannschaft gewesen sei. Besonders freute ihn, dass Simon Sanduljak in seinem letzten Spiel noch als Torschütze erfolgreich war.

Bei DHO überwog dagegen die Enttäuschung über die frühe Entscheidung. Trainer René Urbach war der Meinung, dass der Schiedsrichter mit der Roten Karte „massiv Einfluss“ auf das Spiel genommen habe. Dennoch räumte er ein, dass der Abstieg nicht an dieser Partie festzumachen sei: „Die Punkte hätten wir in anderen Spielen holen müssen.“

Golbach und FlaKi liefern sich ein wildes Spiel

SSV Golbach – SG Flamersheim/Kirchheim 6:5 (3:1). Elf Tore, zwei Gelb-Rote Karten und zahlreiche Wendungen: Der SSV Golbach hat sich mit 6:5 gegen die SG FlaKi durchgesetzt. Bereits nach einer Minute brachte Max Hofmann die Gastgeber per Kopf in Führung. Paul Doppelfeld glich zwar per Foulelfmeter aus (8.), doch Hofmann antwortete im Gegenzug (9.) und erhöhte auf 3:1 (37.).

Nach dem 4:1 durch Jean-Claude Kamano (56.) schien die Partie entschieden, doch trotz Unterzahl nach der Gelb-Roten Karte gegen Julian Seliger (60.) kämpfte sich Flamersheim eindrucksvoll zurück. Leon Trichkovski (59., 75.) und Lukas Heiwolt (64.) stellten auf 4:4.

In der Schlussphase sorgte erneut Hofmann mit einem berechtigten Foulelfmeter für die erneute Golbacher Führung (84.), ehe Luca Adaldo nachlegte (87.). Jan Osten verkürzte zwar noch einmal in der Nachspielzeit (90.+5), mehr war für die Gäste aber nicht drin. Kurz zuvor hatte auch Hofmann Gelb-Rot gesehen (90.+1). „Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen“, räumte Golbachs Trainer Michael Müller ein. Gleichzeitig lobte Müller ausdrücklich das Fair Play der Gäste, die in mehreren Situationen Entscheidungen zu ihren Ungunsten korrigieren ließen.

Schöneseiffen verliert und jubelt dennoch

SV Schöneseiffen - TuS Zülpich II 1:2 (1:1). Dank eines Last-Minute-Treffers hat sich der TuS Chlodwig Zülpich II mit 2:1 beim SV Schöneseiffen durchgesetzt und vor dem letzten Spieltag die Tabellenführung zurückerobert. Während für die Gäste der Kampf um die Meisterschaft weitergeht, durfte Schöneseiffen trotz der Niederlage den Klassenerhalt feiern, da die Konkurrenz im Tabellenkeller ebenfalls leer ausging.

Die Gastgeber erwischten den besseren Start und gingen durch Felix Zimmer in Führung (7.). Zülpich tat sich lange schwer gegen die kompakte Defensive der Hausherren, kam aber durch einen Foulelfmeter von Lukas Bungart zum Ausgleich (28.). Als vieles bereits auf ein Unentschieden hindeutete, köpfte Dustin Oellers die Gäste in der fünften Minute der Nachspielzeit zum Sieg (90.+5). Trotz einer insgesamt „verkorksten“ Saison überwog bei Schöneseiffen-Coach Heiko Zimmer am Ende die Erleichterung über den Klassenerhalt.

Der sechsfache Kaiser ist zuviel für Vernich

TuS Vernich – SV Frauenberg 2:7 (1:4). Für den TuS Vernich ist der Abstieg besiegelt: Die Gastgeber unterlagen dem SV Frauenberg mit 2:7 und können den rettenden Platz am letzten Spieltag nicht mehr erreichen. Die Gäste waren von Beginn an die gefährlichere Mannschaft und belohnten sich nach mehreren guten Möglichkeiten mit einem Doppelschlag von Marcel Kaiser (27., 29.). Wesley Schleicher erhöhte per direktem Freistoß auf 3:0 (39.), ehe Paul Merkler kurz Hoffnung aufkommen ließ (41.).

Noch vor der Pause stellte Kaiser mit seinem dritten Treffer den alten Abstand wieder her (44.). Auch nach dem Seitenwechsel blieb Frauenberg überlegen. Kaiser profitierte direkt nach Wiederanpfiff von einem missglückten Aufbau der Gastgeber und schnürte seinen Viererpack (47.). Zwar verkürzte Merkler erneut für Vernich (58.), doch Sebastian Kaiser sorgte mit zwei Treffern für die Entscheidung (74., 76.).

Mechernich ärgert den Bezirksliga-Aufsteiger

TuS Mechernich – SG Dahlem-Schmidtheim 3:2 (0:0). Die Gäste bestimmten die Partie über weite Strecken, scheiterten jedoch immer wieder an der gut organisierten Mechernicher Defensive. Eine große Chance zur Führung vergab Dino Halicic kurz vor der Pause, als Maximilian Mies einen berechtigten Foulelfmeter parierte (41.). Nach dem Seitenwechsel zeigte sich Mechernich dagegen eiskalt: André Beaujean traf doppelt (49., 60.), ehe Vitali Leonhardt auf 3:0 erhöhte (63.). Besonders stolz war Mechernichs Trainer Mirco Mertens auf die Leistung seiner personell erneut stark gebeutelten Mannschaft.

Mit nur zwölf Spielern im Kader habe sein Team „eine supercouragierte defensive Leistung“ gezeigt und dem Favoriten mit einer tiefen Fünferkette erfolgreich Paroli geboten. Für zusätzliche Dramatik sorgten weitere Strafstöße: Dahlems Torwart Nico Esser hielt gleich zwei Elfmeter der Gastgeber (58., 86.), dennoch gelang den Gästen die Wende nicht mehr. Erst in der Nachspielzeit verkürzte Alexander Haep mit einem Doppelpack (90.+1, 90.+3) auf 2:3. Dahlems Trainer Christian Hammes sprach von „90 Prozent Ballbesitz“ und sah seine Mannschaft über die gesamte Spielzeit als überlegen an: „Ein Unentschieden wäre mindestens verdient gewesen.“

Unterschiedliche Ansichten in Nierfeld

SV SW Nierfeld – TSV Schönau 2:2 (1:0). Thomas Nonnen brachte Nierfeld kurz vor der Pause in Führung (38.), Mory Kaba legte nach gut einer Stunde das 2:0 nach (61.). Doch die Gäste gaben sich nicht geschlagen. Tim Breuer verkürzte per Foulelfmeter (79.), ehe Maurice Marian kurz vor Schluss den Ausgleich erzielte (90.).

Nierfeld-Kapitän Luca Bläser haderte vor allem mit dem späten Punktverlust. Seine Mannschaft habe die Partie weitestgehend kontrolliert und sich gegen die sehr tief stehenden Gäste schwergetan. Besonders über den Strafstoß diskutierte er nach dem Spiel, wollte das Unentschieden aber nicht am Schiedsrichter festmachen: „Wir haben 2:1 geführt und dann einfach komplett den Faden verloren.“

Ganz anders fiel die Sicht bei den Gästen aus. Trotz zahlreicher Ausfälle lobte Schönaus Trainer Gerrit Ueckert die Moral seiner Mannschaft. Nach dem 0:2 habe sein Team bewusst mehr Risiko gewagt: „Wir wollten offensiver angreifen, und dann haben die Jungs sich belohnt.“ Für Ueckert war das Unentschieden deshalb „völlig gerecht und verdient“.


Lommersum richtet nach dem Abstieg den Blick nach vorne

SSV Weilerswist – SSV Lommersum 3:1 (1:0). Nun ist es bittere Realität. Nach Jahrzehnten, in denen der Verein immer mindestens in der höchsten Spielklasse des Kreises gespielt hatte, muss der SSV Lommersum den Gang in die B-Liga antreten.

Natürlich war die Enttäuschung im Moment des Abpfiffs riesengroß, doch von Resignation konnte bei den Verantwortlichen bereits wenige Minuten später keine Rede mehr sein. „Wir müssen festhalten, dass wir heute noch Hoffnung hatten, im Spiel alles versucht haben und es dennoch nicht gereicht hat. Doch nun schauen wir positiv nach vorne und sehen uns für die kommende Saison sehr gut gewappnet. Mit einer Mannschaft, die bis auf zwei Abgänge zusammenbleibt, vier feststehenden Neuzugängen und unserem neuen Trainer wollen wir den direkten Wiederaufstieg schaffen“, zeigte sich der Sportliche Leiter Alexander Kill, der zuvor 76 Minuten selbst auf dem Feld gestanden hatte, ebenso kämpferisch wie angriffslustig.

Das Bild zeigt den Kapitän des SSV Weilerswist, der sich von seinen Mitspielern verabschiedet.

Einen unvergesslichen Abschied vor heimischem Publikum feierte Kapitän Kai Karamouzas.

Der künftige Coach Artur Mezler, dem nach fast zweieinhalb Jahren ohne Job an der Seitenlinie die Lust auf die kommende Aufgabe deutlich anzumerken war, schlug als Beobachter ähnliche Töne an. „Ich denke, dass wir ein gutes Team zusammenhaben werden, mit dem wir die Rückkehr in die Kreisliga A anpeilen können“, unterstrich der ehemalige Bessenicher.

Während es für die Lommersumer ein Abschied der erzwungenen Art ist, beendete auf Weilerswister Seite ein Akteur freiwillig das Kapitel Kreisliga A: Kai Karamouzas. Dass mit dem 33-Jährigen nicht irgendein Spieler seine Schuhe beim SSV Weilerswist an den Nagel hängt, zeigte schon das riesige, durch viele Fotos aus seiner aktiven Zeit verschönerte Transparent mit der Aufschrift „Spieler und Legende“, das auf Höhe der Mittellinie angebracht war.

Traumhafter Abschied für Weilerswister Kapitän

Nachdem sich der Innenverteidiger wie gewohnt unerschrocken in jeden Zweikampf gestürzt hatte, folgte der Höhepunkt für den Abwehrchef bei seiner Auswechslung kurz vor dem Abpfiff. Begleitet vom tosenden Beifall der diesmal noch etwas zahlreicher gekommenen Zuschauer, standen die Teamkollegen Spalier, um dem Spielführer ihre Anerkennung für 13 Jahre im Trikot der Blau-Weißen zu zeigen – ein toller Moment für „Mouzi“, an dem auch die geduldig wartenden Lommersumer und das nachsichtige Schiedsrichtergespann ihren Anteil hatten.

Beide Mannschaften agierten im ersten Durchgang ziemlich verhalten. Selbst Torschütze Mike Nandzig wirkte beim Führungstor vor dem leeren Kasten so unentschlossen, dass er den Ball erst im zweiten Anlauf über die Linie drückte (44.). Robin Berk vergrößerte kurz nach dem Wechsel den Vorsprung, doch Weilerswist verpasste es, mit dem dritten Treffer alles klarzumachen.

Lommersum hatte immer wieder seine Möglichkeiten, versäumte es aber in Person von Jan-Niklas Runkel, der auch noch einen Strafstoß verschoss, diese entschlossen zu nutzen. Als sieben Minuten vor Ultimo etwas überraschend doch noch das 1:2 durch Marcel Ebel fiel, war der Akku schon ziemlich leer. In der Nachspielzeit sorgte Firat Bagdan für den Schlusspunkt.