Ohne Tim Birkenheuer, Luca Ohrem, Nico Berekoven und Felix Faure verliert der TuS Zülpich zum Saisonauftakt in der Mittelrheinliga mit 0:4.
MittelrheinligaAufsteiger Zülpich bezahlt in Frechen Lehrgeld

In der Halbzeit eingewechselt wurde Dominik Spies (M.), der sich gegen Artur Strada Prüfer behauptet.
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SpVg Frechen 20 – TuS Chlodwig Zülpich 4:0 (2:0). Rund 40 Jahre ist es her, dass der TuS Zülpich zuletzt Verbandsligaluft geschnuppert hat. Die Vorfreude bei den Spielern von Trainer David Sasse auf das Abenteuer Mittelrheinliga war riesig. Im Kurt-Bornhoff-Sportpark zahlten die ersatzgeschwächten Gäste, bei denen Tim Birkenheuer, Nico Berekoven, Luca Ohrem und Felix Faure fehlten, aber reichlich Lehrgeld.
Beide Teams begannen zaghaft. Es fehlte an Tempo. Hüben wie drüben gab es zudem Abspielfehler. Die Zwanziger nahmen dann jedoch Mitte der ersten Hälfte Fahrt auf. Die Gästeabwehr wirkte zunehmend verunsichert und planlos. Mit Diagonalbällen überwanden die Gastgeber die Abwehrkette des TuS. So entstand auch der Führungstreffer. Andrii Tykhonow spielte seine Schnelligkeit aus und bediente Simon Reetz in der Mitte. Sein Kopfball ging an den Innenpfosten, tänzelte dann über die Torlinie und prallte von Lucas Carell ins eigene Tor.
Zülpichs Schlussmann Jan Beyers verhinderte der Rückstand
Nun waren die Frechener regelrecht angezündet und erspielten sich reihenweise Möglichkeiten. Artur Strada Prüfer setzte sich am Flügel durch. Seine perfekt getimte Flanke fand Reetz im Strafraum. Der versenkte den Kopfball mühelos ins Tor. Es war der schönste Umschaltmoment der Gastgeber. TuS-Keeper Jan Beyers verhinderte mit mehreren Paraden einen höheren Rückstand.

Kam in der zweiten Halbzeit: Johannes Püllen (r.) gegen Simon Reetz.
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Der Aufsteiger rettete sich in die Halbzeit, in der Sasse dreimal umstellen musste. Marlon Große und Pascal Schiffer waren Gelb-Rot gefährdet und mussten weichen, ebenso Thomas Leßenich, der angeschlagen in die Partie gegangen war. Zülpich kam nun besser ins Spiel. Ein Abschluss von Marvin Iskra verfehlte nur knapp das gegnerische Tor. Auch nach Eckstößen wurde es im Strafraum der Platzherren wiederholt gefährlich. Rund ein halbes Dutzend Standardsituationen zählte Sasse, aber keine brachte etwas ein. „Bis zur 65. Minute hätten wir das 2:1 machen müssen. Frechen hat nicht stattgefunden. Da müssen wir den Anschlusstreffer erzielen“, sagte Sasse.
David Sasse und Schiedsrichter bei Strafstoßsituation uneinig
Glück hatten die Zülpicher, als nach einem Einwurf eine Kopfballverlängerung der Zwanziger an die Latte klatschte. In der Schlussviertelstunde baute der frisch eingewechselte Kyrylo Galushyn die Führung weiter aus. Nur drei Minuten später verursachte Jan Beyers einen Strafstoß, den Tobias Stecker sicher verwandelte. Für David Sasse hatte Beyers zunächst den Ball gespielt, erst danach gab es einen Kontakt mit dem Gegenspieler. Anschließend verpassten es die Platzherren das Ergebnis weiter auszubauen.
„Wir hatten viele Debüts in der Mittelrheinliga“, so Sasse. „Alles in allem haben wir ein bisschen Lehrgeld bezahlt. Kleinigkeiten werden schnell bestraft. In den Druckphasen brauchen wir etwas mehr Durchschlagskraft.“
Sasse hofft, dass zumindest einige Offensivkräfte wieder zurückkommen, wobei Birkenheuer mehrere Wochen ausfallen wird. „Wir gehen den Weg weiter mit den jungen Spielern. Insgesamt haben wir ein gutes Spiel gezeigt. Aber gut reicht in der Liga nicht mehr“, so Sasse, der weiß, dass nun mit dem Siegburger SV eine Topmannschaft der Liga in die Römerstadt kommen wird.
