Die Rennserie auf dem Nürburgring biegt auf die Zielgerade der Meisterschaft ein.
Zwei NLS-LäufeAuf dem Nürburgring gibt's doppelten Rennspaß

Nicht mit seinem gewohnten Auto wie hier bei NLS6 ist der Zülpicher Alex Kroker unterwegs.
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Nicht ein, sondern gleich zwei Rennen bekommen die Fans der Nürburgring Langstrecken-Serie an diesem Wochenende zu sehen. Am Samstag, 12. September, steht der achte Lauf, das ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen, auf dem Programm. Einen Tag später folgt schon Lauf neun, der ADAC ACAS Cup. Beide Rennen starten um jeweils 12 Uhr, um 8.30 Uhr beginnt der Renntag mit den Qualifyings.
Auch einige Fahrer aus dem Kreis Euskirchen düsen wieder über die Nordschleife. Beispielsweise Henry Lindloff aus Bad Münstereifel, dessen erste NLS-Saison sich langsam dem Ende nähert. Und sein Team hat sich große Ziele gesetzt: Sie wollen beide Rennen in der Klasse gewinnen. „Dafür braucht es fehlerfreie Stints, gute Boxenstopps und keine unnötigen Risiken im Verkehr“, so Lindloff, der auf die Meisterschaft in der Klasse hofft.
Alex Hardt aus Mechernich will fleißig Punkte sammeln
Das macht auch der Mechernicher Alex Hardt. Ohne Zwischenfälle durch die beiden Rennen kommen und möglichst viele Punkte sammeln sei das Ziel. „Pole und schnellste Runde ergeben jeweils einen Zusatzpunkt, die versuchen wir ebenfalls mitzunehmen“, so Hardt.
Die Stotzheimerin Carrie Schreiner geht ebenfalls an den Start, das endgültige Line-up stand erst am Mittwochnachmittag fest. Schreiner wird in einem Audi R8 GT3 in der AT1-Klasse antreten, in der sie sich den Sieg als Ziel gesetzt hat und einen Gesamtplatz unter den ersten zehn. „Aber das Rennen ist noch einmal stärker besetzt, deshalb: Erst einmal durchkommen und ein sauberes Rennen fahren. Ich freue mich, wieder auf der Nordschleife zu fahren“, so Schreiner.
Alex Kroker aus Zülpich fährt zum ersten Mal in der AT-Klasse
Anfang der Woche war der Zülpicher Alex Kroker noch davon ausgegangen, dass er in seinem Stammauto unterwegs sein würde. Doch am Mittwoch überschlugen sich die Ereignisse: Kroker wird sich mit Carrie Schreiner und Andreas Ziegler den Audi teilen. „Für mich bedeutet dies das Debüt in der AT-Klasse. Ich bin auf die Unterschiede gespannt“, so Kroker.
Im Meisterschaftskampf in der SP9-Pro-AM-Klasse befindet sich der Euskirchener Tobias Müller, der in beiden Rennen an die Erfolge des vergangenen Laufs anknüpfen möchte. Änderungen gibt es nicht: Das Fahrertrio ist gleich, die Ziele auch. Ein Podiumsplatz soll es werden. „Und wir versuchen, mit ein bisschen Glück einen Gesamtsieg zu holen“, so Müller.
Der Flamersheimer Moritz Wiskirchen ist im Porsche Cayman GT4 von Extreme Racing in der Cup3-Pro-AM-Klasse am Start. „Wir streben auf jeden Fall das Podium an“, so Wiskirchen.
Der Iversheimer Frank Stippler freut sich darauf, dass es weitergeht. „Wir versuchen, bei hoffentlich schönem Wetter das Auto weiterzuentwickeln und noch fahrbarer zu machen und die Evolutionsstufe noch besser feinzutunen mit dem Blick auf das nächstjährige 24-Stunden-Rennen“, formuliert es der Nordschleifen-Routinier.
Erfolgreiches Comeback bei der RCN
Nach dem schweren Unfall beim vorletzten Rennen ist Reiner und Yannick Habeth ein bemerkenswertes Comeback gelungen. Bei der RCN 6 kehrte das Vater-Sohn-Gespann auf den Nürburgring zurück – und durfte sich gleich über ein starkes Ergebnis freuen. Zwischen den beiden Rennen hatte das Stotzheimer Team alle Hände voll zu tun. Der schwer beschädigte BMW musste in kurzer Zeit wieder aufgebaut werden.
Dass die Rückkehr nicht nur dazu dienen sollte, Rennkilometer zu sammeln, zeigte sich schnell. Die Habeths behaupteten sich in einer mit 13 Fahrzeugen stark besetzten Klasse und fuhren auf den fünften Platz. Auch der Blick auf das Gesamtklassement konnte sich sehen lassen: Unter knapp 170 gestarteten Fahrzeugen belegte das Duo Rang 30. Ein Ergebnis, mit dem die beiden angesichts der schwierigen Wochen mehr als zufrieden waren.
