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Aktenzeichen XY... ungelöstElfjähriger aus Euskirchen schaut dem Einbrecher ins Gesicht

2 min
Blick in das ZDF-Studio von „Aktenzeichen XY… ungelöst“.

Ein Einbruch, der vor zwei Jahren in Euskirchen Kucheheim stattgefunden hat, ist Thema in der Sendung Aktenzeichen XY... ungelöst". 

Ein Elfjähriger hat vor zwei Jahren bei einem Einbruch in sein Elternhaus den Täter gesehen. Jetzt wird in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ nach dem Mann gefahndet.

Zwei Jahre ist es her, dass ein Unbekannter in ein Wohnhaus bei Kuchenheim eingebrochen ist. Die Beute war eher gering, doch das Besondere an dem Fall: Ein elfjähriger Junge hat den Täter aus der Nähe gesehen. Jetzt wird der Fall in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ dargestellt und die Bevölkerung um Hinweise auf den Täter gebeten. Es geschah am Donnerstag, 14. März 2024.

Der Elfjährige war allein im Haus seiner Familie, das außerhalb von Kuchenheim liegt. Nur die Hunde waren bei ihm. Gegen 16.50 hörte er ungewöhnliche Geräusche und sah einen Unbekannten auf der Fensterbank im Schlafzimmer. Der Mann, das rekonstruierte die Polizei später, war über eine Mauer in den Garten gestiegen und von dort aus durch ein Fenster ins Hochparterre.

Der Einbrecher sah das Kind nicht

Das Kind, so schildert es das ZDF, versuchte zunächst, die Hunde aus dem Haus zu bringen, flüchtete dann aber allein – ohne Hunde und ohne Handy. Es versteckte sich im Garten. Der Täter durchstöberte Schränke und Schubladen, nahm schließlich 200 Euro und eine Sammlung von Ein-Euro-Münzen mit. Bei seiner Flucht durch den Garten schaute er in die Richtung, wo sich der Junge versteckt hatte, sah ihn aber offenbar nicht. Als er weg war, rief das Kind seine Mutter an.

Das Phantombild zeigt einen Mann mit kurzem dunklen Haar und Schnauzbart.

So soll der Mann ausgesehen haben, der jetzt mit Hilfe der Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ gesucht wird.

Die Polizei beschreibt den Einbrecher als etwa 40 bis 50 Jahre alt, 1,85 Meter groß und schlank. Er trug eine grau-schwarze Jacke und eine dunkle Hose. Dass ein eher unspektakulärer Einbruch es in die Sendung schafft, begründet Moderator Rudi Cerne mit der besonderen Situation: „Das war ein Moment, der jederzeit hätte eskalieren können. Solche Fälle zeigen, welche Auswirkungen Kriminalität über einen bloßen Sachschaden hinaus haben kann.“

Um den Jungen nicht zu retraumatisieren, werde er in der Sendung anonymisiert und das Geschehen zurückhaltend dargestellt: „Opferschutz hat für uns höchste Priorität.“ Und dass der Einbrecher dem Jungen gefährlich werden könnte, weil er nach der Sendung weiß, dass er erkannt worden ist? Mögliche Gefahren würden im Vorfeld von den ermittelnden Behörden genau abgewogen. Erst wenn es keine Bedenken gebe, so Verne, werde ein Fall Thema der Fahndungssendung.

Ausgestrahlt wird die Sendung an diesem Mittwoch, 18. März, 20.15 Uhr. Während und nach der Sendung ist ein Hinweistelefon mit der Nummer 0 22 51/79 98 88 geschaltet. Hinweise kann man auch per Mail oder bei jeder Polizeidienststelle geben.