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Zwei KontinenteBig Bands der Marienschule Euskirchen begeistern mit musikalischer Reise

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Das Foto zeigt eine der Big Bands bei ihrem Auftritt auf der Bühne.

Bei ihrem Konzert präsentierten die Big Bands der Marienschule eine große Bandbreite unterschiedlicher Epochen und Stilrichtungen.

Bei ihrem Frühjahrskonzert spielten die Musiker der Big Bands der Euskirchener Marienschule Klassiker aus Nord- und Südamerika.

Bekannte und auch weniger bekannte Titel aus den Blues-, Jazz- und Swing-Genres gehören längst zum festen Repertoire der Maryphonix Big Band der Marienschule Euskirchen. Für ihr Frühjahrskonzert am Samstagabend hatten die Nachwuchsmusikerinnen und -musiker jedoch auch einen Ausblick weit über diese, insbesondere in Nordamerika verbreiteten Klassiker hinausgewagt.

„Wir haben uns das Stück ‚The Three Americas‘ von Pianistin Eliane Elias zum Vorbild genommen und für den heutigen Abend auch Songs aus Mittel- und Südamerika ins Programm genommen“, erklärte Jan-Philipp Röser, der gemeinsam mit Michael Luke die musikalische Leitung des Konzertabends übernommen hatte. Unter dem Thema „Amerikanische Musik aus unterschiedlichen Blickrichtungen“ seien daher neben dem Jazz-Standard „Caravan“ von Duke Ellington auch Werke von Astor Piazzolla und Latin-Jazz-Titel Teil der abwechslungsreichen Liederliste.

Ungewohnte Stilrichtungen wurden  ins Visier genommen

Während die Oberstufenschüler mit ihrer musikalischen Reise quer über zwei Kontinente den zweiten Konzertteil prägten, hatten die jüngeren Akteure der Primary Big Band und der Marystones Big Band ebenfalls ungewohnte Stilrichtungen ins Visier genommen. So gaben die Jüngsten gleich zu Beginn Rockklassiker wie „Born to be wild“ zum Besten, punkteten jedoch auch mit einem Abstecher in das Hip-Hop-Genre im Big-Band-Gewand.

„In ihrem jugendlichen Leichtsinn haben sich mit Hanna Jung und Charlotte Wedlich zwei Sängerinnen gefunden, die, nur von Blasinstrumenten und Percussions begleitet, die Lieder mit Deutschrap gesanglich unterlegen“, erklärte Jan-Philipp Röser lachend. „Wir haben außerdem dem rheinischen Brauchtum ein Zugeständnis gemacht und ein Stück der Kölner Mundartband Räuber in Big-Band-Art interpretiert.“

Musiker zeigen in Euskirchen eine große Bandbreite der Stilrichtungen

Zwischen regionalen Bands und zahlreichen Einflüssen von Übersee bot sich den Musikfreunden in der voll besetzten Aula der Marienschule erneut eine gewohnt große Bandbreite unterschiedlicher Stilrichtungen. Von der Titelmusik des ersten Rocky-Films aus dem Jahr 1974, bei dessen Entstehung noch keiner der jungen Musikerinnen und Musiker auf der Bühne „geplant gewesen“ sei, wie Michael Luke lachend betonte, schlugen die Akteure mit Bruno Mars' „Runaway Baby“ auch modernere Töne an.

„Dieser große Genremix, den uns die drei Bigbands heute Abend präsentieren, ist auch für uns eine wirklich faszinierende Mischung“, freute sich Jan-Philipp Röser, während das Publikum seine Begeisterung immer wieder mit lautem Applaus zum Ausdruck brachte.

Alle Ensembles, deren Mitglieder sich immer wieder auch durch kurze Soloparts auszeichnen konnten, bewiesen trotz ihres jungen Alters dabei bereits ein großes Maß an Routine. „Mit Frieda Leisse hat auch die Marystones Big Band eine sehr gute Sängerin in ihren Reihen, die die Titel von Cyndi Lauper und Aretha Franklyn mit ihrer Stimme noch weiter bereichern kann“, lobte Röser.

Es war ein stimmungsvolles Programm, das nicht nur die vielseitigen musikalischen Vorlieben der Bandmitglieder auf der Bühne, sondern auch die ihres Publikums am Samstagabend passend widerspiegelte.