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Workshop geplantBürger sollen Problemstellen für Fußgänger in Euskirchen benennen

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Das Bild zeigt vier Fußgänger, die den Zebrastreifen an der Wilhelmstraße queren.

An der Wilhelmstraße in Euskirchen treffen Rad-, Auto- und Fußgängerverkehr aufeinander.

Analysen vor Ort: Stadt Euskirchen nimmt als eine von zwölf Kommunen landesweit am Fußgänger-Check NRW teil. Begehungen mit Bürgern sind geplant.

Die Stadt Euskirchen beteiligt sich am landesweiten Wettbewerb um den „Fußverkehrs-Check NRW“ und gehört zu den zwölf Kommunen, die für das Programm 2026 ausgewählt wurden. Ziel ist es, dem Zufußgehen als umweltfreundlichster Fortbewegungsart mehr Bedeutung zu verleihen und die Bedingungen für Fußgängerinnen und Fußgänger gezielt zu verbessern.

Die sogenannten Fußverkehrs-Checks werden vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit dem Zukunftsnetz Mobilität NRW organisiert. Sie liefern praxisnahe Analysen vor Ort, binden Bürgerinnen und Bürger aktiv ein und zeigen konkrete Maßnahmen auf, um Wege sicherer, attraktiver und barriereärmer zu gestalten. Insgesamt hatten sich 41 Kommunen beworben.

Damit das gut funktioniert, brauchen wir sichere und direkte Wege. Die Fußverkehrs-Checks helfen Kommunen dabei, ihre Orte aus der Perspektive der Menschen vor Ort in den Blick zu nehmen und konkrete Verbesserungen anzustoßen.
Oliver Krischer, NRW-Umweltminister

NRW-Umweltminister Oliver Krischer betont die Bedeutung des Projekts: „Damit das gut funktioniert, brauchen wir sichere und direkte Wege. Die Fußverkehrs-Checks helfen Kommunen dabei, ihre Orte aus der Perspektive der Menschen vor Ort in den Blick zu nehmen und konkrete Verbesserungen anzustoßen.“

Begleitet wird der gesamte Prozess von einem Fachbüro, das die einzelnen Schritte moderiert, die Ergebnisse auswertet und der Stadt abschließend konkrete Handlungsempfehlungen an die Hand gibt. Für Euskirchen ist die Teilnahme kostenfrei, die Finanzierung übernimmt das Land.

Wichtige Ergänzungen zur bestehenden Planungen

In der Stadtverwaltung sieht man darin eine wichtige Ergänzung bestehender Planungen. Der Technische Beigeordnete Wolfgang Honecker verweist darauf, dass bereits umfassende Konzepte für Mobilität und Radverkehr vorliegen. „Nun geht es darum, dem schwächsten Verkehrsteilnehmer mehr Aufmerksamkeit zu widmen“, berichtet Honecker.

Auch Mobilitätsmanagerin Sarah Bülten sieht Nachholbedarf: Während Radverkehr und öffentlicher Nahverkehr in den vergangenen Jahren stärker in den Fokus gerückt seien, werde der Fußverkehr oft noch vernachlässigt. „Durch den professionellen Check bekommen wir die Chance, in die Fußverkehrsförderung einzusteigen und gleichzeitig die Bürgerbeteiligung voranzutreiben“, erklärt sie.

Bürger sollen konkrete Problemstellen benennen

Kern des Projekts sind gemeinsame Begehungen, bei denen Bürgerinnen und Bürger, Politik und Verwaltung konkrete Problemstellen vor Ort identifizieren und Lösungen diskutieren. Ergänzt wird dies durch eine Stärken-Schwächen-Analyse und einen Maßnahmenplan mit Prioritäten. Der Auftaktworkshop findet am 2. Juni ab 18 Uhr im neuen Rathaus statt. Zwei Begehungen sind für den 2. und 6. Juli jeweils ab 17 Uhr geplant. Weitere Informationen will die Stadt rechtzeitig bekanntgeben.

Mit dem Fußverkehrs-Check will die Stadt Euskirchen nach eigenen Angaben die bestehenden Mobilitätskonzepte weiterentwickeln und insbesondere das Zufußgehen als wichtigen Bestandteil einer nachhaltigen und alltagstauglichen Mobilität stärken.