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Städtebauliches KonzeptDie neue  Grundschule in Hellenthal soll 26,8 Millionen Euro kosten

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Das Bild zeigt die sanierungsbedürftige Grenzlandhalle und einen leeren Platz davor.

Anstelle der Grenzlandhalle soll die Grundschule entstehen. Doch das wird nicht günstig.

Das Gelände der Grenzlandhalle ist als neuer Standort der Grundschule Hellenthal vorgesehen.  Im Ausschuss wurden Zweifel geäußert.  

Mehr Verunsicherung als Klarheit brachte den Mitgliedern von Schul- und Bauausschuss in ihrer gemeinsamen Sitzung die Präsentation des städtebaulichen Konzeptes zum Neubau der Hellenthaler Grundschule. Rochus Mey vom Planungsbüro PE Becker aus Kall hatte die Vorstellung übernommen. Auf rund 26,8 Millionen Euro werden derzeit vom Projektsteuerer Hitzler Ingenieure aus Köln die Baukosten für den Neubau der Grundschule geschätzt.

Im Boden wurden keine Altlasten gefunden

Am 8. Juli 2025, vor etwas mehr als einem Jahr und noch vor der Kommunalwahl, hatte der Gemeinderat sich aufgrund des städtebaulichen Konzeptes für den Bereich der Grenzlandhalle als Standort für den Neubau der Grundschule entschieden. Doch seitdem waren die Planer nicht untätig: Verschiedene Termine mit diversen Behörden seien absolviert worden, berichtete Mey. Darüber hinaus wurde das Artenschutzgutachten gefertigt und die Untersuchung des Baugrundes durchgeführt, die mit Spannung erwartet worden war.

Denn das Gelände an der Grenzlandhalle ist nicht jungfräulich, wie Mey ausführte: „Dort hat einmal eine Fabrik gestanden.“ Also hätte es durchaus sein können, dass sich dort Altlasten im Boden befinden – eine Befürchtung, die sich nicht bestätigt habe. Dennoch ist nicht eitel Sonnenschein: „Prickelnd ist der Baugrund nicht“, so Mey. Eine Äußerung, die bei den Politikern Befürchtungen aufkommen ließ, dass aufwendige Arbeiten wie eine Bohrpfahlgründung notwendig sein könnten.

Bezirksregierung hat andere Standorte abgelehnt

Doch das sei im Vorfeld einer Baumaßnahme nicht zu erkennen, betonte der Ausschussvorsitzende Ulrich Hoffmann: „Das wissen wir erst, wenn wir mit dem Bagger vor Ort sind.“ Auch sei damit zu rechnen, dass direkt neben der Olef im Grundwasser gebaut werden müsse. So kamen bei Peter Rauw (FDP) und Michael Reger (Grüne) Zweifel auf, ob der Standort in Hellenthal wirklich der beste sei. „Wir sollten vielleicht noch einmal das Gespräch mit der Bezirksregierung suchen“, regte Rauw an.

Die hatte möglichen Standorten in Hönningen eine Absage erteilt, da sie planungsrechtlich nicht in Allgemeinen Siedlungsbereichen liegen. „Da sehe ich aktuell keine Möglichkeit, dass wir etwas verändert bekommen“, erteilte Bürgermeister Martin Berners derartigen Überlegungen eine Absage. Hoffmann gab auch zu bedenken, dass die Grenzlandhalle ja ebenfalls auf diesem Baugrund stehe: „Das ist ja kein kleines Bauwerk, und es hat 50 Jahre funktioniert.“

Es gibt nichts Besseres als den rechten Winkel.
Heinz-Bert Weimbs (SPD)

Einige Änderungen haben die Planer bereits ins Konzept eingearbeitet. So ist etwa die Zufahrt der Busse vom Wochenmarktplatz an die Aachener Straße gelegt, wo die Busse eine Schleife fahren sollten. Ins Planungsgebiet integriert sind nun die Bereiche östlich des Grenzlandhallenparkplatzes und die Parkstraße, an der ein Mitarbeiterparkplatz angelegt werden könnte. Erweitert ist das Baufenster für das Schulgebäude.

Dabei haben sich die Planer vom neuen Schulgebäude in Firmenich inspirieren lassen, das in Schmetterlingsform errichtet ist, so Mey. So solle einem Architekten mehr Spielraum für seine Ideen gegeben werden. Was angesichts der immer weiter steigenden Kosten wenig Begeisterung auslöste. „Es gibt nichts Besseres als den rechten Winkel“, sagte zum Beispiel Heinz-Bert Weimbs (SPD). Der sei preiswert, zeitlos und erleichtere mögliche Anbauten.

Hier beschwichtigte May, dass die Gemeinde als Vorhabenträger da Einfluss nehmen könne. Parallel zum städtebaulichen Konzept steht weiterhin die Zukunft der Hauptschule im Fokus des Schulentwicklungskonzeptes. Zudem steht die Beschlussfassung des pädagogischen Raumkonzepts aus, die erst nach Fertigstellung des Schulentwicklungskonzepts erfolgen soll.