Der Graslandfeuerindex für Sonntag ist für den Weißen Stein zu hoch. Das Festival endet deshalb an diesem Wochenende schon am Samstagmorgen.
MusikveranstaltungZugvögel-Festival in Hellenthal endet auch an diesem Wochenende früher

Auf der Bühne traten Bands wie Remote Bondage auf.
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Das Zugvögel-Festival bleibt vom Pech verfolgt. Auch am zweiten Wochenende muss die Musikveranstaltung am Weißen Stein vorzeitig beendet werden. Durch die Wettervorhersagen war die Lage noch schwieriger als vor Wochenfrist. Statt dass das Gelände am Sonntagmorgen geräumt werden muss, wie es am ersten Wochenende der Fall war, ist jetzt bereits am Samstagmorgen Schluss. Es sei denn, der Regengott hat noch ein Einsehen und sendet Feuchtigkeit, doch damit rechnet niemand.
Das böse Erwachen kam bei der täglichen Neubewertung am Donnerstagmorgen. „Seit zwei Wochen sehe ich an jedem Morgen nach, wie sich der GLFI (Graslandfeuerindex, Anm.) entwickelt und musste feststellen, dass leider Gottes der Wert am Sonntag auf vier ist und am Montag dann wieder auf drei“, sagte Wilfried Knips von der Hellenthaler Verwaltungsspitze. Nach der Verordnung, die die Gemeinde aufgrund der Brandgefahr durch die lange Trockenheit erlassen hatte, bedeutet das, dass an diesem und dem Vortag, also Samstag und Sonntag, kein Festivalbetrieb stattfinden darf.
Das heißt, um zehn Uhr am Samstagmorgen darf auf dem Gelände nichts mehr stattfinden.
„Wir sind im Gespräch mit der Gemeinde“, sagte Carsten Kugele von den Zugvögeln. Grundsätzlich gelte die Verfügung, aber jetzt gehe es um Details, wie am Samstagmorgen der Abbruch gestaltet werde, um den Schaden zu begrenzen. Das Vorgehen sei im Wesentlichen wie am vergangenen Sonntag. „Das heißt, um zehn Uhr am Samstagmorgen darf auf dem Gelände nichts mehr stattfinden“, stellte er klar: „Die Stimmung ist natürlich mächtig angeschlagen, aber wir bleiben trotz der angespannten Lage positiv und versuchen, das, was noch da ist, bestmöglich umzusetzen.“
Die Frage, wie es mit dem Festival im nächsten Jahr weitergehen könne, werde vor allem in der Nachbereitung betrachtet werden, sei aber natürlich präsent. „Wir sehen uns da auch in der Verantwortung für andere Veranstaltungen, denn so ein Urteil auf OVG-Ebene hat Konsequenzen für viele Menschen“, sagte er. Doch erst einmal gehe es um das Wochenende.
„Wir werden alle in der Zukunft mit Außenveranstaltungen, die auf Wiesen oder am Waldrand stattfinden, anders umgehen und diese neu bewerten müssen“, sagte auch Knips. So eine Situation wie die lange Trockenperiode in diesem Sommer habe er persönlich noch nicht erlebt. Da müssten erhöhte Sicherheitsmaßnahmen beachtet werden. „Für den Veranstalter ist das unbefriedigend“, sagte er.
