Für Baugrunduntersuchungen wird die Brücke in Anstois gesperrt. Der Neubau soll 2027 starten und insgesamt rund 1,8 Millionen Euro kosten.
Neubau soll 2027 startenBrücke in Anstois wird für Untersuchungen eine Woche gesperrt

Die alte Brücke soll im kommenden Jahr abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden.
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Die Brücke über die Urft in Anstois wird von Montag, 7. September, bis Freitag, 11. September, gesperrt. Doch das ist noch nicht der Startschuss für den Abriss und den geplanten Neubau. Vielmehr geht es um vorbereitende Arbeiten für das Bauvorhaben wie Baugrunduntersuchungen und Kampfmittelsondierungen.
Die Brücke, die den Ort mit der L204 verbindet, besteht aus zwei Feldern und einem Mittelpfeiler. An dem Bauwerk waren schon 2016 bei regelmäßigen Prüfungen Mängel festgestellt worden. Zunächst war eine Sanierung favorisiert worden, bis bei einer erneuten Untersuchung weitere Schäden entdeckt wurden. Deshalb entschied man sich für einen Neubau als wirtschaftlichste Alternative. Der Bauhof hatte in der Zwischenzeit eine bituminöse Abdeckung auf das Bauwerk aufgebracht und es für den Verkehr wieder freigegeben. Außerdem wurde auf die Verbindungsstraße „Zum Fahrenbach“ nach Kall eine neue Decke aufgebracht. Sie soll während des Neubaus der Brücke als Umleitungsstrecke genutzt werden.
Auf einen Pfeiler in der Mitte der Brücke wird verzichtet
2021 sollten die Bauarbeiten beginnen und ein Jahr später abgeschlossen sein. Doch nach der Flutkatastrophe wurde das Projekt in der Priorität erst einmal nach hinten verschoben.

Die Schäden am Beton sind an vielen Stellen zu sehen.
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Ende 2025 wurde im Bauausschuss die Planung für die neue Brücke vorgestellt. Sie soll als Einfeldbauwerk mit Spannbetonfertigteilen hergestellt werden und eine Spannweite von 16,20 Meter haben. Die Fahrbahn wird 4,75 Meter breit und der Begegnungsverkehr zweier Autos weiterhin möglich sein. Radfahrer und Fußgänger sollen wie bislang die Fahrbahn nutzen. Der Verzicht auf einen Pfeiler in der Mitte der Brücke hat den Vorteil, dass sich bei Hochwasser kein Treibgut stauen kann.
Abflussquerschnitt des Bauwerks wird nicht verändert
Die Kosten für das Bauwerk werden mit rund einer Million Euro beziffert. Hinzu kommen weitere 800.000 Euro für Planungskosten, die Anpassung der Böschungen, für Arbeiten vor, neben und hinter der Brücke sowie am Bachbett.
Mit der Unteren Wasserbehörde (UWB) des Kreises Euskirchen war besprochen worden, dass sich die Unterkante der neuen Brücke auf gleicher Höhe wie bei dem Bestandsbauwerk befinden soll. Dadurch soll sichergestellt werden, dass es bei Hochwasser keine Verschlechterung durch eine mögliche Anstauung des Wassers für die Anwohner oberhalb des Bauwerks gibt. Auf der anderen Seite soll der Wasserabfluss durch die neue Brücke aber auch nicht beschleunigt werden. „Der Abflussquerschnitt wird nicht verändert“, erklärte Dieter Hilgers vom Bauamt der Gemeinde.
„Wir sind gerade dabei, die Entwurfsplanung zu finalisieren und werden sie dann zur Genehmigung vorlegen“, so Hilgers weiter. Mit dem Bau soll im kommenden Jahr begonnen werden. „Ich gehe ähnlich wie bei der Brücke im Weiherbenden von einer Bauzeit von rund einem Jahr aus“, kündigte Hilgers an. Etwas komplizierter werden die Arbeiten in Anstois laut Hilgers jedoch dadurch, dass neben der Brücke die Hauptgasleitung für das Schleidener Tal verläuft.
