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Konzert der DorfrockerEine gelungene Premiere in Sötenich

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Das Bild zeigt die obengenannte Band auf der Bühne während des Auftritts.

Die Gruppe Dorfrocker aus Unterfranken spielte in Sötenich rund zweieinhalb Stunden.

Die Dorfrocker aus Unterfranken spielten in Sötenich und verzichteten zugunsten des Wiederaufbaus auf einen Teil ihrer Gage.

Mit einem zweieinhalbstündigen Konzert der Band Dorfrocker aus Unterfranken haben die Sötenicher am Sonntagnachmittag die Premiere ihres neuen Dorffestes gefeiert. 400 Eintrittskarten waren verkauft worden.

Das war eine für die Kasse des Vereinskartelle Sötenich-Rinnen erfreuliche Bilanz des Dorffestes, das auf dem Platz der vormaligen Bürgerhalle die Sötenicher Kirmes abgelöst hat. Die Einnahmen gehen im Wesentlichen in den weiteren Ausbau des von der Juliflut 2021 stark beschädigten Platzes, sowie in Ertüchtigung und Ausbau des Spielplatzes in Rinnen.

Dorfrocker für die Premiere verpflichtet

Vereinskartell-Geschäftsführer Michael Schäfer hatte nach eigenen Angaben die Idee, die aus Kirchaich bei Bamberg stammenden Dorfrocker für das Dorffest zu engagieren. Er habe der Band Ende des vergangenen Jahres von der Flutgeschichte Sötenichs erzählt, so Schäfer. In der Nacht zum 15. Juli 2021 war das Bürgerhaus am Dorfplatz so stark zerstört worden, dass es abgerissen werden musste. Es wird jetzt oberhalb des Kernortes – und damit hochwassersicher – am Sportplatz neu gebaut.

Seitdem versuchen nun die Sötenicher, ihren verwaisten Dorfplatz wieder in Schuss zu bringen – und dafür brauchen sie Ideen und vor allem: Geld. Da kam die Hilfe der Stimmungsmusiker aus Unterfranken wie gerufen. „Die Band hat sofort zugesagt, uns zu unterstützen“, so Michael Schäfer. Die Musiker sagten zudem zu, für eine niedrigere Gage aufzutreten, so Schäfer, damit möglichst viel von den Tageseinnahmen für das Vereinskartell übrig blieb. Das Geld soll für den guten Zweck verwendet werden.

Hier in Sötenich hat man Ideen.
Emmanuel Kunz, Bürgermeister von Kall

So viel ehrenamtliches Engagement für ihren Ort – das gefiel auch Kalls Bürgermeister Emmanuel Kunz. Er stellte in seinem Grußwort fest: „Hier in Sötenich hat man Ideen und geht nicht zur Gemeinde Kall und sagt: Gebt uns die All-inclusive-Lösung.“ Und weiter: „Es ist toll, was ihr hier in den letzten Jahren entwickelt habt!“

Auch Ralf Claßen, stellvertretender Landrat, zeigte sich beeindruckt: „Dieses Dorffest ist ein Beispiel für Gemeinschaft und Tatkraft hier in Sötenich. Und für die Bereitschaft, nicht lange zu reden, sondern zu machen!“ Das Dorffest zeige aber auch: „Ohne das Ehrenamt geht es nicht, schon gar nicht auf dem Land.“

Vereine wollen sich weiter für ihren Heimatort engagieren

Die Anerkennung ist wohl für die im Vereinskartell Sötenich-Rinnen zusammengeschlossenen Vereine Ansporn genug, sich weiter für ihren Heimatort zu engagieren. Der Ortsgruppe des Eifelvereins, den Aktiven der KG Sötenicher Schlipse, dem Männerballett Traumtänzer, dem Bürgerverein, der Frauengemeinschaft Sötenich-Rinnen und den Junggesellen- wie dem Junggesellinnenverein Sötenich braucht man das aber wohl nicht erst zu sagen.

Am Sonntagnachmittag aber wurde zunächst gefeiert. Zweieinhalb Stunden lang sorgten die Dorfrocker für Stimmung. Extremhitze hin oder her. „Die sind eben genauso positiv bekloppt wie wir“, sagte Michael Schäfer grinsend.