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Feier an KirmesGolbacher Kapelle Maria Hilf erstrahlt in neuem Glanz

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Blick in den Innenraum der Kapelle in Kall-Golbach.

Ein Schmuckstück ist die Golbacher Kapelle nach dem Abschluss der Sanierungsarbeiten.

Die Sanierung der Golbacher Kapelle ist abgeschlossen. Als letzter Baustein wird nun mit ehrenamtlicher Hilfe die Orgel auf Vordermann gebracht.

Vor der Golbacher Kapelle Maria Hilf wurde am Montagmittag eifrig geputzt und geschrubbt: Fleißige Helfer aus dem Dorf waren dabei, die 392 Pfeifen der Orgel zu reinigen. Das ist die letzte Maßnahme im Rahmen der Sanierung des Gotteshauses, bei der unter anderem der Innenraum neu gestrichen und die Fenster gereinigt worden waren. Die Kosten von knapp 100.000 Euro trägt komplett die Kapellengemeinde.

Die Kapellengemeinde in Golbach gehört zur Pfarre Kall, ist wirtschaftlich aber noch eigenständig und hat deshalb einen eigenen Haushalt. Im Laufe der Jahre hatte die Gemeinde etwas Geld für Sanierungsarbeiten auf die Seite gelegt. Zusätzlich war 2005 ein Förderverein gegründet worden, der aktuell 60 Mitglieder hat, die jährlich einen Beitrag zwischen zwölf und 60 Euro bezahlen. Mit dem so eingenommenen Geld sollen künftige Bauprojekte an der Kapelle finanziert werden.

Die Luftfeuchtigkeit in der Kapelle war viel zu hoch

Eine vergoldete Madonna im Strahlenkranz auf der Turmspitze wacht über die Kapelle, in der einmal im Monat eine Messe und ein Wortgottesdienst stattfinden. 2000 war der Innenraum des Gotteshauses letztmals saniert und eine neue Heizung eingebaut worden. „Dabei wurden durch Erdbebenschäden entstandene Risse in den Wänden beseitigt“, erklärte Wolfgang Larres, stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstands. Für die Maßnahme habe es damals noch Mittel vom Bistum Aachen gegeben.

Drei Jahre später wurde die Kapelle neu verputzt, die feuchten Grundmauern saniert und Schäden an den Schieferplättchen am Dach behoben. Einige Arbeiten wurden vom Kapellenvorstand und weiteren fleißigen Helfer in Eigenleistung übernommen. Das Dach wird seitdem jährlich von einem Dachdecker kontrolliert.

Das Foto zeigt eines der bunten Fenster.

Die alten Bleiglasfenster wurden ausgebaut und gereinigt.

Fünf Männer und zwei Frauen stehen nebeneinander und halten Orgelpfeifenhalter in ihren Händen.

Die Pfeifen und Ständer reinigten (v.l.) Paul Gölden, Edi Hergarten, Hildegard und Karl-Heinz Reetz, Gertrud und Werner Schütten sowie Udo Hensch.

Ein Mann mit Kappe steht neben einer Orgel.

Um die Reinigung der Orgel kümmert sich Christian Kleibusch.

Doch der Innenraum wurde seit Jahren immer schwärzer. Für dieses Phänomen hatten auch die Denkmalschützer des Bistums zunächst keine Erklärung. Der Kapellenvorstand bat dann die Firma, die die Umluftheizung wartet, Sensoren für Temperatur und Feuchtigkeit im Gebäude anzubringen. Dabei kam heraus, dass die Luftfeuchtigkeit in der Kapelle viel zu hoch ist.

Deshalb entschied der Kirchenvorstand, das Gotteshaus zu sanieren. Mitte Januar wurden die Kirchenbänke ausgebaut und mit Unterstützung von Helfern aus dem Dorf auf zwei Möbeltransporter geladen. Die Transporter brachten die Bänke zum Möbelhaus Brucker in Kall, wo sie während der Sanierung zwischengelagert wurden.

392 Orgelpfeifen werden ausgebaut und gereinigt

Die Wände der Kapelle wurden mit einer Art Schwamm gereinigt, grundiert und dann neu gestrichen. Die Heizung erhielt eine neue Steuerung und eine Lüftungsanlage, um die Feuchtigkeit in der Kapelle zu reduzieren. Dafür musste auch die Elektroinstallation überarbeitet werden. Darüber hinaus wurden die alten Bleiglasfenster ausgebaut und gereinigt und kaputte Scheiben ausgetauscht. Auch die Beleuchtung wurde teilweise ersetzt.

Zum Abschluss wird nun die 2003 zum 100-jährigen Bestehen der Kapelle errichtete Orgel gereinigt und neu gestimmt. „Dafür müssen alle 392 Pfeifen ausgebaut werden“, erzählte Christian Kleibusch von der Firma Hubert Fasen aus Oberbettingen in der Vulkaneifel.

Abschluss der Sanierung wird im Rahmen der Kirmes gefeiert

Anschließend wurden sie und die Ständer, die sie halten, vor der Kapelle von Paul Gölden, Edi Hergarten, Hildegard und Karl-Heinz Reetz Gertrud und Werner Schütten und Udo Hensch mit Druckluft und feuchten Tüchern gesäubert. Mitte nächster Woche soll die Orgel wieder einsatzbereit sein.

„Durch den Einsatz der Helfer konnten die Kosten niedrig gehalten werden“, sagte Karl-Heinz Reetz vom Förderverein für die Kapelle. „Diese Kapelle ist ein Juwel“, erklärte Pater Wieslaw Kaczor, Leiter des Pastoralen Raums Heiliger Hermann Josef Steinfeld.

Die Fertigstellung der Kapelle soll am Sonntag, 21. Juni, ab 9 Uhr im Rahmen der Kirmes gefeiert werden. Dr. Angela Weniger spielt auf der Orgel. Unterstützt wird sie von dem von ihr geleiteten Bläserkreis.