Der Förderverein der Kaller Grundschule hat ein Freiluftklassenzimmer spendiert. Auch die Schulküche ist endlich wieder einsatzbereit.
Lernen im GrünenKaller Grundschule hat jetzt ein Freiluftklassenzimmer

Über das Freiluftklassenzimmer freuen sich die Verantwortlichen der Grundschule und die Kinder.
Copyright: Wolfgang Kirfel
Im Grünen sitzen und so den Unterricht einmal in einer anderen Umgebung kennenlernen – das können jetzt die Schüler der Kaller Grundschule. Pünktlich zum neuen Schuljahr hat die Schule ein Freiluftklassenzimmer erhalten. Die Kosten von rund 13.000 Euro hat der Förderverein der Schule übernommen. „Der neue Bereich soll für den Unterricht, aber auch für die Pausengestaltung genutzt werden“, erklärte Schulleiterin Marianne Rütt, die sehr froh über das neue Angebot ist.

Freuen sich darüber, dass in der Küche wieder gekocht werden kann: (v.l.) Simone Crombach, Hans Reiff, Ursula Möres und Marianne Rütt.
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„Wir haben mit den Vorbereitungen im vorigen Jahr begonnen“, sagte Hans Reiff, Vorsitzender des Fördervereins. Die Planung für die Pergola habe der Architekt Günter Vossen aus Scheven erstellt. Die Firma Holzbau Wirtz aus Kall habe die Ausführung der Arbeiten übernommen. Die Pergola bestehe aus Leimbindern und sei mit Zinkblechen abgedeckt. „Das Projekt sollte ursprünglich schon im Herbst des vergangenen Jahres realisiert werden“, erzählte Reiff.
Doch dann habe man mit der Gemeinde abgesprochen, so lange zu warten, bis der bleibelastete Boden an der Schule ausgetauscht wird. Das wurde jetzt in den Sommerferien gemacht, und da haben wir uns drangehangen“, sagte der Vorsitzende. Das Pflaster für den Boden habe der Kaller Bauhof zur Verfügung gestellt.
Sonnensegel und eine Bepflanzung an den Seiten sind geplant
„Ein grünes Klassenzimmer ist eine tolle Möglichkeit, mit den Kindern auch einmal draußen sein zu können“, betonte Ursula Möres, Leiterin der Offenen Ganztagsschule. „Der Bereich kann für jeden Unterricht von Mathematik bis Musik genutzt werden“, ergänzte die Schulleiterin. Wie das Freiluftklassenzimmer möbliert werde, stehe noch nicht fest. Reiff blickte bereits nach vorne: „Als nächste Schritte sind ein Sonnensegel und eine Bepflanzung an den Seiten geplant.“

Kartoffeln für das Mittagessen der Schüler in der Ferienbetreuung schälten Andrea Schmidt (r.) und Antonella Risicato.
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„Die Kinder können jetzt auch wieder den daneben liegenden Pausenbereich mit dem Spielplatz nutzen. Der Bereich war schon sechs Wochen vor den Sommerferien für die Arbeiten gesperrt worden“, berichtete die Schulleiterin. Die als provisorische Lösung verteilten Hackschnitzel waren in den Ferien abgetragen und der darunter liegende Boden ausgetauscht worden. „Anschließend wurde Rollrasen verlegt“, so Rütt.
Aber das ist noch nicht alles. Auch die Schulküche konnte jetzt endlich wieder in Betrieb genommen werden. „Die Speisen können jetzt wieder frisch zubereitet werden“, freut sich die Schulleiterin. Vier Mitarbeiterinnen kümmerten sich um die Verpflegung. An diesem Tag waren Andrea Schmidt und Antonella Risicato fleißig dabei, Kartoffeln für das Mittagessen der Schüler in der Ferienbetreuung zu schälen.
Förderverein sorgt an der Grundschule für viele Angebote
Die Küche wird auch vom Förderverein betrieben. „Darüber hinaus finanzieren wir Spiel- und Schulmaterialien, kulturelle Angebote wie die Woche der Weltreligionen und ein Präventionsprogramm für Gewalt und sexualisierte Gewalt“, führte Geschäftsführerin Simone Crombach aus. Zusätzlich habe man eine Musikanlage mit Mischpult für Schulveranstaltungen und ein großes Klettergerüst für den Spielplatz angeschafft.
Ferner ist der Förderverein auch für die Offene Ganztagsschule zuständig. Das Angebot wird zurzeit von 150 Kindern genutzt. „Aktuell haben wir elf Angestellte und drei Übungsleiter von Vereinen“, sagte Crombach. Neun Lehrer helfen bei der Über-Mittag-Betreuung, die von weiteren 80 Kindern besucht wird.
Der Förderverein hat nach Angaben von Reiff rund 150 Mitglieder. Die Entwicklung sei erfreulich: „Im vergangenen Schuljahr sind 40 hinzugekommen.“ Der Mindestbeitrag liege bei einem Euro im Monat. „Viele geben aber mehr“, so Crombach. Außerdem erhalte der Verein auch einige Spenden.