Die Planung für ein neues Bad in Kall braucht viel Zeit. Der Bauausschuss hat die Entscheidung über drei Varianten in den Rat vertagt.
Zur vertagten EntscheidungDen Politikern fehlte beim Kaller Schwimmbad der Mut

Das alte Schwimmbad wurde bei der Flut schwer beschädigt.
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Es liegt also nicht immer an den oft beklagten langen Planungs- und Genehmigungsprozessen oder der Personalnot in den kommunalen Verwaltungen, dass bei vielen Vorhaben viele Jahre ins Land ziehen, bis sie umgesetzt werden. Manchmal trägt auch die Politik ihr Scherflein dazu bei, dass die Mühlen ganz langsam mahlen. Dafür ist die jüngste Entscheidung des Bauausschusses zum neuen Schwimmbad in Kall ein gutes Beispiel.
Seit der Flut vor knapp fünf Jahren wird in der Kaller Politik über eine Sanierung des alten Schwimmbads oder einen Neubau an einem anderen Standort diskutiert. Dabei wurde auch immer wieder über Größe, Ausstattung und andere Dinge gestritten. Als nun im Bauausschuss endlich eine Lösung auf dem Tisch liegt, wird die Entscheidung aber noch einmal verschoben.
Stellungnahmen von Schulen und Wasserwacht sind eindeutig
Dabei sind die Stellungnahmen von drei Schulen und der Wasserwacht Kall ebenso eindeutig wie die Ergebnisse der CDU-Umfrage. Alle Nutzer wollen ein 25-Meter-Becken und einen Ein-Meter-Turm – also ein Schwimmbad, das in Größe und Ausstattung in etwa dem alten entspricht.
Auch im Ausschuss war sich die klare Mehrheit einig, dass der Zug in diese Richtung fahren soll. Doch anstatt den Sack zuzumachen und dem Planer den Auftrag zu erteilen, nur noch diese Variante weiter zu verfolgen, verließ die Politiker am Ende der Mut.
Stattdessen werden neben der favorisierten Planung nun zwei weitere Alternativen geprüft, die so aber keiner haben will. Das sind zum einen ein 25-Meter-Becken ohne Sprungturm und zum anderen ein 16-Meter-Lehrschwimmbecken. Da stellt sich natürlich die Frage, was diese Prüfung bringen soll?
Bis zur Ratssitzung sind Prüfungen wahrscheinlich nicht abgeschlossen
Nun soll es also der Gemeinderat in seiner Sitzung im Juli richten. Doch andere Informationen werden dem Gremium bis dahin aller Voraussicht nach nicht vorliegen. Wie im Ausschuss zu vernehmen war, werden die Prüfungen bis dahin nämlich noch nicht abgeschlossen sein. Die Entscheidungsgrundlage wird sich also für die Politik nicht verändern.
Im Sinne der vielen Menschen, die endlich wieder in Kall schwimmen gehen wollen, bleibt nur zu hoffen, dass die Entscheidung nicht noch einmal vertagt wird.
