Am bundesweiten Tag des offenen Denkmals beteiligen sich auch einige Einrichtungen im Kreis Euskirchen und bieten ein spannendes Programm.
Tag des offenen DenkmalsIm Kreis Euskirchen ist der Blick hinter 17 alte Kulissen möglich

Im ehemaligen Kaiserin-Viktoria-Gymnasium ist heute die Paul-Gerhardt-Schule untergebracht.
Copyright: Johannes Bühl
Es handelt sich wohl um eine der größten Kulturveranstaltungen in ganz Deutschland: der Tag des offenen Denkmals. Bis zu 6500 Türen öffnen sich alljährlich am zweiten Sonntag im September, hinter die man sonst oft nicht schauen kann. Darunter etwa Burgen in Privatbesitz, stilvoll restaurierte Fachwerkhäuser oder Kirchen, deren verborgene Ecken im Alltag verschlossen sind.
Auch im Kreis Euskirchen gibt es wieder eine ganze Reihe von Objekten, die im Rahmen der Veranstaltung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz für einige Stunden der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Um genau zu sein, sind es 17 – eins in Schleiden, eins in Weilerswist, zwei in Mechernich, sechs in Euskirchen und sieben in Zülpich.
Stadt Euskirchen
Burg Kleinbüllesheim Die „Großburg Kleinbüllesheim“ stammt aus dem 14. Jahrhundert. Im Mittelpunkt des Denkmaltages steht die statische Ertüchtigung der massiven Dachstühle der Wirtschaftsgebäude. Dazu gibt es Führungen zwischen 11 und 16 Uhr, jeweils zur vollen Stunde. Anmeldung bei Corinna Relles unter Tel. 0 22 51/1 44 42. Kleinbüllesheim, Paulstraße 6.
Casino In dem 1897 errichteten und 1928 im Art-Déco-Stil umgestalteten Gesellschaftshaus sind Säle, Kellergewölbe und die repräsentative Holztreppe zu besichtigen. Euskirchen, Kaplan-Kellermann-Straße 1, 11 bis 16 Uhr.
Ehemaliges Kaiserin-Viktoria-Gymnasium 1906 erbaute, große Gebäudegruppe in den Formen der deutschen Neurenaissance, bestehend aus Schulgebäude, Turnhalle und Direktorenhaus. Führungen zu den Restaurierungsarbeiten um 11, 13 und 15 Uhr. Anmeldung bei Corinna Relles unter Tel. 022 51/1 44 42. Euskirchen, Billiger Straße 4.

Die Lokomotive hinter dem Euskirchener Bahnhof wurde im Sommer 2025 zum historischen Lokschuppen an der Oststraße gebracht. Weil die Lok lange bei Pfeifer & Langen an der Zuckerfabrik im Einsatz war, wird sie liebevoll Zucker-Susi genannt.
Copyright: Tom Steinicke
Preußischer Lokomotivschuppen Der Verein Eisenbahnfreunde Euskirchen präsentiert in dem Gebäude von 1885 eine Reihe von Loks, darunter die „Zucker-Susi“. Für Kinder baut der Verein eine Spielanlage auf. Euskirchen, Oststraße 2a, 11 bis 17 Uhr.
Friedhof Auf der Anlage von 1887 beginnt um 11 Uhr ein einstündiger Vortrag von Konstanze Bauer zum Thema „Ge(h)denken: Frauen und die Kriegsgräberfürsorge“, verbunden mit einem Rundgang über den Friedhof. Anmeldung bei Corinna Relles unter Tel. 0 22 51/1 44 42. Euskirchen, Frauenberger Straße/Jülicher Ring.
Pfarrkirche St. Martin Führung unter dem Thema „Die Besonderheiten von St. Martin“ in der 1864 aus Backstein erbauten Pfarrkirche. Führungen um 12 und 15 Uhr. Anmeldung bei Corinna Relles unter Tel. 02 2 51/1 44 42. Stotzheim, Ohligschlägerplatz.
Stadt Mechernich
Alte Dorfschmiede In der in vielen Teilen noch ursprünglich erhaltenen Dorfschmiede demonstriert ein Metallbauer das alte Handwerk. Lessenich, Zieveler Straße 36, 11 bis 16 Uhr.
Backhaus Unterburg Das Backhaus der Burg Antweiler ist ein bemerkenswertes Beispiel für ein dörfliches Gemeinschaftsgebäude des 19. Jahrhunderts. Dort gibt es ein Showbacken im Steinbackofen von 1846. Antweiler, Unterburg 2 (Zufahrt über Fabrikstraße), 9 bis 17 Uhr.
Stadt Schleiden
Alte Schmiede Schmiedearbeiten am Feuer. Vorführung eines Films über das letzte Beschlagen eines Pferdes in der alten Dorfschmiede 1978. Ausstellung von alten Geräten. Herhahn, Herhahn 15, 13 bis 16 Uhr.
Gemeinde Weilerswist
Wasserburg Metternich Sie besteht aus einem Herrenhaus mit erhaltenem Wassergraben und einem ursprünglich landwirtschaftlich genutzten Vierkanthof, der die alte dreiflügelige Vorburg seit 1895 ersetzt. Besichtigung des Hofes der Wasserburg. Führungen des Burgherrn um 11 und 15 Uhr. Metternich, Wasserburgstr. 3, 11 bis 16 Uhr.
Stadt Zülpich
Bachtor Das nördliche der vier Stadttore, die mit Stadtmauer und kurkölnischer Landesburg in der heutigen Form aus dem 14. Jahrhundert stammen. Nach aufwendiger Renovierung, 2005 bis 2013, nutzt die Karnevalsgesellschaft Zölleche Öllege das Tor als Vereinsheim. Zülpich, Bachsteinweg, 11 bis 16 Uhr.
Kölntor Es wurde im 13. Jahrhundert unter Erzbischof Siegfried von Westerburg erbaut und dient nach umfangreichen Sanierungsarbeiten den Blauen Funken als „Wachstube“, Führungen durch das Kölntor. Zülpich, Kölnstraße, 11 bis 16 Uhr.
Münstertor Ende des 14. Jahrhunderts wurde das Stadttor in der heutigen Erscheinungsform errichtet. Im Zweiten Weltkrieg wurde es stark in Mitleidenschaft gezogen, Restaurierungs- und Wiederaufbaumaßnahmen fanden in den 1950er- und 1970er-Jahren statt. Seit 1993 Gardequartier der Prinzengarde. Zülpich, Münsterstraße 31, 10.30 bis 17 Uhr.
Weiertor Ursprünge im 13. Jahrhundert, Torturm 1375 ausgebaut. Zwinger und Türme aus dem 15. Jahrhundert. Im Zweiten Weltkrieg schwer getroffen, Sanierung in den 1950er- und 1970er-Jahren. Von 2021 bis 2024 durch die Hovener Jungkarnevalisten maßstabsgetreu wieder aufgebaut. Zülpich, Weierstraße 11, 11 bis 17 Uhr.
Römerthermen Die besterhaltene römische Thermenanlage nördlich der Alpen wurde in das Museum integriert. Vortrag (15 Uhr) und Führung mit Stefanie Niers: „Ein Denkmal und seine Geschichte – Die Römerthermen Zülpich von den ersten Ausgrabungen bis zum modernen Museum“. Zülpich, Andreas-Broicher-Platz 1, 11 bis 18 Uhr.
Alter Rathausturm Der letzte erhaltene Teil des ehemaligen Rathauses, erbaut zwischen 1722 und 1725. Freie Besichtigung und kurze Führungen bei Bedarf. Zülpich, Schumacherstraße 23, 11 bis 17 Uhr.
Hop on – hop off Geführte exklusive Tour von Tor zu Tor entlang der Stadtmauer, Beginn: 11.30 und 14 Uhr am Münstertor. Anmeldung unter Tel. 0 22 52/5 23 20.
