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Operation SpeedPolizei stoppt Motorradfahrer mit 129 km/h in Tempo-50-Zone bei Holzmülheim

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Das Symbolfoto ist durch ein Lasermessgerät der Polizei aufgenommen und zeigt den Blick auf eine von Motorrädern und Autos befahrene Straße.

Sowohl Auto- als auch Motorradfahrer hat die Polizei bei den Geschwindigkeitskontrollen im Blick.

Im Kreis Euskirchen hat die Polizei Hunderte Geschwindigkeitsverstöße festgestellt. Ein Motorradfahrer war besonders schnell unterwegs.

5221 Kontrollen hat die Polizei im Kreis Euskirchen im Zuge der „Operation Speed“ durchgeführt, 343 Geschwindigkeitsverstöße sind dabei festgestellt worden. In der europaweit abgestimmten Aktionswoche des Polizeinetzwerks RoadPol steht die Verkehrssicherheit besonders im Fokus, speziell hat die Polizei die besonders gefährdeten Motorradfahrer im Blick.

Daher führt die Polizei Kontrollen an neuralgischen Punkten und besonders unfallträchtigen Strecken durch. Als Beispiele nennt Polizei-Sprecherin Christina Specht etwa im Bereich Bad Münstereifel die L194 am Schwimmbad oder die L165 nach Willerscheid, ebenso die B258 von Blankenheim Richtung Nürburgring oder die kurvenreiche Strecke zwischen Holzmülheim und Tondorf.

Alleine am Samstag wurden 322 Fahrer erwischt, die zu schnell waren

Alleine 55 Fahrer wurden am Samstag bei den Kontrollen im Südkreis erwischt, weil sie zu schnell unterwegs gewesen waren, darunter waren laut Polizei 23 Biker. Insgesamt wurden zehn Fahrverbote ausgesprochen. Besonders negativ fiel ein 55 Jahre alter Motorradfahrer aus den Niederlanden an der Kontrollstelle in der 50er-Zone bei Holzmülheim auf: Mit 129 km/h wurde er gemessen.

Auf den beliebten Eifelstrecken, etwa rund um Heimbach, kontrollierte auch die Dürener Polizei am Samstag. 267 Fahrer waren zu schnell, in 66 Fällen war die Überschreitung nach Angaben der Polizei so erheblich, dass ein Verwarngeld nicht mehr ausreichte. Ein Fahrer muss mit einem Fahrverbot rechnen. Die höchsten Überschreitungen bei einem Motorradfahrer stellte die Polizei mit 117 km/h bei erlaubten Tempo 70,  bei einem Autofahrer mit 81 km/h statt der erlaubten 50 km/h fest.  

Neben den repressiven Maßnahmen setzt die Polizei auch auf Prävention. Im Rahmen einer Veranstaltung nahe Ahrhütte an der kurvenreichen B258 hat die Polizei etwa 120 Motorradfahrer erreicht und für die besonderen Gefahren überhöhter Geschwindigkeit sensibilisiert. So wurde etwa anhand eines stark beschädigten Motorrads gezeigt, welche Kräfte bei einem Unfall wirken. In einem begleitenden Film über den Unfall kommen Menschen zu Wort, die unmittelbar oder mittelbar betroffen waren, etwa der Motorradfahrer, Ärzte, Angehörige und Ersthelfer.

Über die „Operation Speed“ hinaus kündigt die Polizei an, die Einhaltung der vorgeschriebenen Geschwindigkeiten weiter im Blick zu behalten. Sie kombiniert Kontrolle und Appell: „Runter vom Gas – damit alle sicher ans Ziel kommen.“ (rha)