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Fahrer flüchteteNach Unfall in Euskirchen muss ein RTW wohl länger in die Werkstatt

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Das Bild zeigt einen Teil des beschädigten Rettungswagens.

Der gerade erst in den Dienst gestellte Rettungswagen wurde bei einem Unfall in Euskirchen beschädigt.

Bei einem Unfall in Euskirchen ist ein Rettungswagen so stark beschädigt worden, dass er wohl länger aus dem Verkehr gezogen werden muss.

Das Wichtigste aus Sicht des Kreises Euskirchen: Niemand wurde verletzt. Dennoch ist der Ärger groß. Bei einem Unfall auf der Euskirchener Carmanstraße wurde am Dienstag ein Rettungswagen bei einer Kollision mit einem Auto beschädigt. Die Besatzung hatte den RTW am Straßenrand abgestellt und war gerade in der Wohnung bei einem Patienten. Dann kollidierte ein 20-Jähriger mit einem Auto mit dem Rettungswagen. Das Auto hatte er zuvor in Zülpich einem Bekannten entwendet, war dann vor der Polizei geflüchtet.

Nach Angaben des Kreises ist der RTW an der rechten Seite stark beschädigt und aktuell nicht mehr verkehrssicher. Für den Transport des Patienten musste dem Kreis zufolge ein weiterer Rettungswagen nachalarmiert werden. Der Patient war glücklicherweise nicht in einem kritischen Zustand, heißt es aus dem Kreishaus.

Landrat Markus Ramers lobt das Verhalten der RTW-Crew

Dennoch seien unnötig zusätzliche Ressourcen gebunden gewesen. Die Reparatur werde voraussichtlich mehrere Tage dauern, eventuell müsse das Fahrzeug sogar zum Ausbauhersteller zurück, berichtet Wolfgang Andres, Pressesprecher des Kreises. Besonders bitter: Es habe einen der neuesten RTW getroffen, der nun vorübergehend durch ein deutlich älteres Fahrzeug ersetzt werden müsse.

Übrigens: Die Flucht des 20-Jährigen fand ein schnelles Ende. Er konnte festgenommen werden. Gegen den Mann wurden mehrere Strafverfahren eingeleitet, unter anderem wegen Kfz-Diebstahls sowie Fahren ohne Fahrerlaubnis und Straßenverkehrsgefährdung. Landrat Markus Ramers: „Das war doppeltes Glück im Unglück: Zum einen wurden unsere Rettungskräfte nicht verletzt, zum anderen war der Patient nicht lebensbedrohlich erkrankt. Das hätte auch anders ausgehen können. Ich danke den Einsatzkräften für ihren professionellen Umgang mit der Situation.“