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AmokdrohungSocial-Media-Nachrichten störten Schulfrieden in Mechernich und Blankenheim

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Auf einem Handydisplay sind die Icons verschiedener Sozialer Netzwerke zu sehen.

Gewaltandrohungen erhielten am Dienstag mehrere Schülerinnen und Schüler über Nachrichten in den Sozialen Netzwerken.

Schülern aus Mechernich und Blankenheim wurde Gewalt angedroht. Die Polizei ermittelte zwei minderjährige Tatverdächtige.

Amokandrohungen hat es am Dienstag gegen die Gesamtschulen in Mechernich und Blankenheim gegeben. Wie die Euskirchener Polizei mitteilte, hatten sich einzelne Schülerinnen und Schüler an Lehrkräfte der beiden Schulen gewendet, nachdem ihnen über Nachrichten in den Sozialen Netzwerke Gewalt angedroht worden war.

Die Nachrichten seien über verschiedene Netzwerke und Messenger-Dienste verbreitet worden und enthielten demnach unter anderem Androhungen schwerer Straftaten, teilte die Polizei mit. Die Kriminalpolizei habe Ermittlungen wegen Bedrohung sowie wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten aufgenommen. „Die Kriminalpolizei und der Bezirksdienst stehen im engen Austausch mit den betroffenen Schulen und sind vor Ort“, sagte Polizeisprecherin Christina Specht am Mittag.

Social-Media-Trend aus den USA ist in Deutschland angekommen

Wenige Stunden später konnte die Polizei dann einen ersten Ermittlungserfolg vermelden: Zwei minderjährige Tatverdächtige sollen die Nachrichten laut Erkenntnissen der Kriminalpolizei verschickt haben. „Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen bestehen keine Hinweise auf eine konkrete Gefährdungslage“, teilte die Polizei weiter mit.

Die Hintergründe der Äußerungen sowie die mögliche Beteiligung weiterer Personen seien jedoch weiterhin Gegenstand der Ermittlungen. Die Nachrichten stehen nach Einschätzung der Polizei im Zusammenhang mit einem aktuell in sozialen Netzwerken verbreiteten Trend. Dieser sei in den vergangenen Tagen insbesondere in den USA bekannt geworden. „Es liegen inzwischen aber auch Meldungen dazu aus ganz Deutschland vor“, so Specht weiter.

Die Polizei Euskirchen weist nochmals ausdrücklich darauf hin, dass Amokandrohungen keinesfalls als Scherz oder Teil eines Trends verstanden werden dürfen. Sie lösen umfangreiche polizeiliche Maßnahmen aus und werden strafrechtlich verfolgt.