Auf dem Gelände der Wasserburg in der Voreifel haben auch am Halloween-Wochenende noch einmal schaurige Gestalten das Sagen.
Halloween-SpektakelGruselspaß für Horrorfans auf Burg Satzvey

35 Schausteller sorgten mit professionellen Kostümen und Masken für Gänsehaut.
Copyright: Cedric Arndt
Dichter Nebel waberte über das Gelände nahe der Burg Satzvey. Unheimliche Geräusche drangen an die Ohren der Besucher. Zu Tausenden standen die Gäste vor dem „Parcours des Schreckens“ Schlange, um schon eine Woche vor Halloween den Gruselspaß genießen zu können. „Wir haben in diesem Jahr eine komplette Geschichte vorbereitet, die unsere Besucher in eine apokalyptische Welt versetzen soll“, berichtete Gastgeberin Patricia Gräfin Beissel. 35 Darstellerinnen und Darsteller erweckten diese Geschichte am Samstag zu einem schaurigen Leben und sorgten dabei mit ihren aufwendigen Kostümen und Masken regelmäßig für Gänsehaut. „Unsere professionellen Maskenbildner waren heute acht Stunden bei der Arbeit, bis alle so gruselig aussahen.“
Doch dieser Aufwand sollte sich auszahlen. Am Eingang des Parcours wurden die Gäste von einer Figur in Schutzanzug begrüßt, die sie mit einem grün leuchtenden Stab auf eine mögliche Kontamination untersuchte. In der Satzveyer Fantasiewelt war nämlich ein tödliches Virus ausgebrochen und der gewohnte Alltag der Überlebenden war einem Chaos mit neuen Ritualen und Regeln gewichen. Durch einen Desinfektionstunnel betraten die kleinen und großen Halloweenfans diese Welt. Dabei begegneten sie neben hexenähnlichen Figuren zahlreichen Schauergestalten, die teils gut versteckt erschreckten.
Der „Parcours des Schreckens“ stellte Besucher vor Herausforderungen
„Die Kinder haben bei sowas meistens weniger Angst als ich“, scherzte Familienvater Andreas, der mit seinem Nachwuchs zu den ersten Gästen im „Parcours des Schreckens“ zählte. Augenzwinkernd fügte er hinzu: „Heute können sie zeigen, ob sie wirklich so schmerzfrei sind.“

Die schaurigen Schwestern empfangen die Besucherinnen und Besucher am Burgtor.
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Tatsächlich gab sich insbesondere Tochter Vanessa vor der Show sehr gelassen. „Ich liebe es, mich zu erschrecken, das wird sicher ganz toll.“ Auch ihre Brüder Matthias und Sebastian gaben sich locker, obwohl ihre Blicke immer wieder in Richtung der unheimlichen Geräusche gingen, die um die nächste Ecke zu hören waren. Immer wieder zuckte dann aber auch die siebenjährige Vanessa angesichts der plötzlich auftauchenden und laut schreienden Darsteller zusammen, blieb aber nach ihrem Durchlauf der Meinung: „So gruselig war es gar nicht.“
In den Nachmittagsstunden hatten sich bereits die unerfahreneren Gruselfreunde über schaurige Unterhaltung gefreut. In sechs Mutproben halfen sie dem kleinen Monster „HabNichtAngst“, das sich verlaufen hatte, dabei, sein Ziel zu erreichen. „Die Kinder können zum Beispiel Dinge mit den Händen ertasten, ohne sie zu sehen, oder mit zwei Essstäbchen Plastikspinnen transportieren“, erklärte Patricia Gräfin Beissel. „Wir haben den Tag ganz bewusst zweigeteilt, denn die Show wird am Abend wirklich gruselig. Auf diese Weise können trotzdem alle Spaß an Halloween haben.“
Phantasievolle Horror-Gestalten am Burgeingang
Kaum hatte sich „HabNichtAngst“ von seinen kleinen Helferinnen und Helfern verabschiedet, eroberten die finsteren Gestalten der Nacht das Gelände. Am Eingang zur Burg hießen die „Schaurigen Schwestern“ die Besucher willkommen, während der Fährmann in einem Boot nach seinen nächsten Mitfahrern ins Totenreich Ausschau hielt. Kreaturen, die ihre Köpfe verkehrt herum auf den Schultern trugen, vollführten einen stimmungsvollen Hexentanz, und an allen Ecken trugen liebevoll gestaltete Dekorationen zur schaurigen Stimmung bei.
So fand sich zwischen zahlreichen Grabsteinen auch ein in passender Form gestalteter Gedenkstein für das aus dem Anime „Pokémon“ bekannte Taschenmonster Pikachu wieder und eine kleine Ansammlung steiniger Pilze trug in Anspielung an die Kinderserie „Die Schlümpfe“ die Aufschrift „Schlumpfe in Frieden“.
Wer all diese Details selbst entdecken oder sich wagemutig in den „Parcours des Schreckens“ stürzen möchte, hat dazu am Samstag, 31. Oktober, ein weiteres Mal Gelegenheit. Von 15 Uhr bis 18 Uhr erwartet die Gäste ein abwechslungsreiches Kinder- und Familienprogramm, und ab 18 Uhr kommen die Monster.
