Ein neuer Trafo am Umspannwerk zwischen Gehn und Kommern fällt durch einen deutlich hörbaren Dauerbrummton auf. Der Betreiber will nachbessern.
ElektrizitätZahlreiche Beschwerden über den brummenden Trafo zwischen Kommern und Gehn

In Sichtweite von Kommern steht der neue Trafo am Umspannwerk bei Gehn.
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Die Energiewende verläuft nicht immer geräuschlos: Seit am Umspannwerk zwischen Kommern und Gehn ein neuer Transformator in Betrieb genommen wurde, gingen bei der Stadt Mechernich und auch bei der Kreisverwaltung in Euskirchen etliche Beschwerden über ein deutlich vernehmbares und störendes Brummen ein, das von der Anlage ausgeht.
Der Transformator gehört zur technischen Infrastruktur der Windpark Heimbach-Vlatten GmbH & Co. KG. Über ihn wird die elektrische Energie aus dem Windpark in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Die Beschwerden der Anwohner, die im Mechernicher Rathaus eingingen, hat die Stadt inzwischen an den Betreiber weitergeleitet.
Betreiber-Firma arbeitet „mit Hochdruck“ an einer Verbesserung
„Wir nehmen diese Rückmeldungen sehr ernst und arbeiten mit Hochdruck an einer Verbesserung der Situation“, wird Guido Beckers, Geschäftsführer der BMR energy solutions GmbH aus Geilenkirchen, die den Trafo betreibt, in einer Mitteilung der Mechernicher Stadtverwaltung zitiert. Nach Abschluss der vom Hersteller vorgesehenen Arbeiten am Transformator habe der Betreiber eine fachliche Überprüfung durch unabhängige, qualifizierte Fachunternehmen veranlasst, so die Stadt weiter.
Diese Überprüfung umfasse unter anderem Messungen und Bewertungen der Geräuschimmissionen sowie die Analyse möglicher Ursachen. „Uns ist wichtig, dass die Situation sachlich, transparent und fachlich sauber bewertet wird“, so Beckers. Die entsprechenden Prüfungen und Bewertungen dauerten derzeit jedoch noch an.
Bürgermeister Michael Fingel: „Das kann so definitiv nicht bleiben“
Auf Grundlage dieser Untersuchungen sollen auch geeignete technische Maßnahmen geprüft werden – das könnte nach Angaben des Betreibers auch eine temporäre Lösung sein: „Wir prüfen ausdrücklich auch Möglichkeiten, die kurzfristig eine Verbesserung der Lärmsituation bewirken können“, erklärte Beckers bei einem Ortstermin.
Denkbar seien zum Beispiel Einhausungen oder vergleichbare technische Maßnahmen. Auch das Bauamt der Stadt Mechernich sei konstruktiv in den Vorgang eingebunden. Bürgermeister Michael Fingel versichert: „Wir beteiligen uns an der Maßnahme mit unbürokratischen und schnellen Entscheidungen, soweit dies rechtlich und fachlich möglich ist. Entscheidend ist, dass die Menschen vor Ort wissen: Das Problem ist erkannt, und es wird gemeinsam daran gearbeitet.“
Die Stadt Mechernich wolle den weiteren Prozess aufmerksam begleiten und den Austausch mit dem Betreiber fortsetzen. Ziel sei eine Lösung, die die Geräusche spürbar reduziert. „Wir können absolut nachvollziehen, dass sich Anwohnerinnen und Anwohner durch die Geräusche gestört fühlen“, so Fingel. „Der aktuelle Zustand kann so definitiv nicht bleiben.“
