Halloween-PartyGeister und Co. feiern am Mittwoch erneut auf Burg Satzvey

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Schon am Eingang zur Burg Satzvey wurden die Besucher am Samstag stimmungsvoll empfangen.

Satzvey – Dichter Nebel waberte über dem Gelände, gequälte Schreie erfüllten die Luft. Die Sicht reichte kaum aus, um die Hand vor Augen zu erkennen. Nur langsam bahnte sich die Gruppe einen Weg durch das Labyrinth. Wenige Sekunden nur dachten Aaron und seine Familie, das Schlimmste hinter sich zu haben, da versperrte ihnen eine Gestalt mit blutüberströmtem Kittel, klaffender Kopfwunde und zwei Meter langer Sense den Weg. Nach diesem Hindernis hatte die Gruppe den Irrgarten hinter sich.

Auch auf Burg Satzvey durften die Geister und Dämonen schon vor Halloween ihr Unwesen treiben. An jeder Ecke sorgten schauerliche Requisiten für Gänsehautstimmung. So fand auf dem kleinen Friedhof Serienheld Flipper neben Pokémon Pikachu und Videospielheld Super Mario seine letzte Ruhe. Sieben kleine Grabsteine, um einen größeren mit Prinzessinnenkrone angeordnet, zeigten, dass auch Grimms Märchenwelt nicht vor der Fantasie der Organisatoren sicher war.

An einer Ecke krabbelte die aus dem Horrorfilm „The Ring“ bekannte Samara aus einem Brunnen, ein paar Meter weiter hatten riesige Spinnen einen alten Kleinwagen in Beschlag. Rund 30 Schausteller in aufwendigen Kostümen sorgten für düstere Atmosphäre – und ließen den Besuchern keine ruhige Minute. Die genossen diese Art der Unterhaltung. Zwar ertönte immer wieder ein kurzer Schreckensschrei, wenn ein Ungeheuer unerwartet hinter einer Ecke hervorsprang, doch schon im nächsten Augenblick lag man sich lachend im Arm.

An Kostümen und Masken gefeilt

Rund die Hälfte der Besucher war kostümiert. Dreieinhalb Stunden hatte Cynthia mit ihrer Mutter an ihrer Maske gearbeitet, die sie vom 15-jährigen Mädchen in einen entstellten Zombie verwandelte: „Es macht riesigen Spaß, sich selbst und andere zu erschrecken.“ Für den gruseligen Effekt hatte sie eine Schwimmkappe bearbeitet, um die Haare zu verdecken und mit Watte, Latex und Schminke die täuschend echt wirkenden Wunden gezaubert. Für die Freundinnen Sanja, Rosi und Saskia stand weniger der Horrorfaktor, sondern der Spaß am Verkleiden im Vordergrund.

„Ein wenig Gänsehaut gehört dazu, aber wir genießen gerne die beeindruckende Atmosphäre der Burg“, erklärte Sanja. Als gehörnte Hexen und Braut im blutigen Kleid waren sie gekommen. Ihre Kostüme hatten sie Begleiter Thomas Schiffer zu verdanken, der mit dem Basteln an den Verkleidungen eine Leidenschaft entdeckt hat: „Nach der Arbeit finde ich es sehr entspannend, mich den Kostümen zu widmen. Es ist ein toller Ausgleich, sich immer wieder neue Einzelheiten auszudenken, bis ich mit dem gruseligen Eindruck zufrieden bin.“ Rund ein Jahr habe er am Halloween-Auftritt gefeilt.

Für die kleinen Besucher hatten Bettina Kossmann und ihr Team nervenschonende Unterhaltung vorbereitet: „An einem Tag wie heute kümmern wir uns um bis zu 150 Jungen und Mädchen, die dem Gruselspaß ihrer Eltern noch nicht viel abgewinnen können.“ Neben dem Basteln gehöre auch das Trösten einiger Kinder dazu, um das Horror-Labyrinth zu vergessen. „Hier können sie ganz entspannt zur Ruhe kommen und Dekorationen für Halloween basteln, um so ihre Angst auf spielerische Art zu verlieren.“

Das Halloween-Fest auf Burg Satzvey geht am Mittwoch, 31. Oktober, ab 18 Uhr in die zweite Runde.

http://www.burgsatzvey.de

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