Warme Klamotten unterm Kostüm und dann tanzen, tanzen, tanzen: So geht Fastelovend in Vussem, dann ist das Wetter vollkommen egal.
Vussem tanzt sich warmPartyprinz Stefan I. krönt seine unvergessliche Session

Auch wenn es noch etwas kalt ist, legen diese Bienen eine Tanzeinlage ein: Alexandra (v.l.) und Uli Zender, Knut Wienecke und Nicole Nassiry.
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Mit bis zu fünf Kleiderschichten trotzten die Vussemer Jecken dem trüben und kalten Wetter. „Ich habe Skiunterwäsche aus Merino, eine Thermostrumpfhose und Stulpen an“, zählt Ruth Heiders auf. „Was fehlt, sind Wärmepads unter dem Rock“, ergänzt sie schmunzelt: „Aber dann haben wir schon ein Projekt für nächstes Jahr.“ Sie und die Truppe um das Vussemer Karnevals-Urgestein Conni Luxen waren in diesem Jahr unter dem Motto „Barbie Menopause“ unterwegs.
Zum 30. Mal in dieser Konstellation bereicherten sie den Straßenkarneval in bunten Kostümen. Diesmal als Barbiepuppen in verschiedensten Outfits, inklusive Verpackung natürlich. „Je älter die Puppe in der Originalverpackung, desto wertvoller“, weiß die Gruppe.
Dem grauen Wetter setzt Vussem eine Menge Farbe entgegen
Neben Wagen zum Formel-1-Motto, einem rollenden Krankenhaus, den Seilbahn-Jecken und den Tollitäten-Wagen der befreundeten Vereine aus Weyer und Kommern waren auch gleich je zwei Truppen als Dschungelcamp und Apres-Ski unterwegs. Viel Farbe in den trüben Tag brachten die Gärtner aus Breitenbenden, die zum zweiten Mal in Vussem dabei waren. Die Kostümierung des vergangenen Jahres in leuchtendem Grün und mit grellbunten Blumen verfehlte auch in diesem Jahr ihre Wirkung nicht. Die Gruppe um Simone Kneer verteilte echte Blumen und Blumenketten unter den Jecken.
Wo Blumen sind, sind auch Bienen nicht weit – in diesem Fall die Gruppe um Alexandra Zender und Manuela Wienecke. Jedoch hatten sie nicht das klassische Plüschkostüm an, sondern ausladend-schwingende Röcke. Besonders die Gesichtsbemalung zeigte Liebe zum Detail.
Manuela Wienecke hatte die Gesichter der gesamten Gruppe mit winzig kleinen Bienchen bemalt und kleinen Goldsteinen beklebt. „Ach, das geht schnell“, berichtet sie: „Nur fünf Minuten pro Person.“ Die Goldsteine hat sie mit Wimpernkleber fixiert: „Das hält gut, nur die Wimpern halten damit nicht.“
Die Kindersitzung in Vussem endete mit einem Flashmob
Bunt und laut wurde es dann bei der Gruppe rund um Anne Esser, im Dorf auch gerne Esser's Änni genannt. Als bunte TicTacs sorgten sie nicht nur für Farbkleckse, sondern machten mit der Trumm auch ordentlich Krach. Der konnte nur von Partyprinz Stefan I. übertönt werden. Stefan Schmitz hatte sich tatsächlich erst kurz vor dem Start der Session dazu überreden lassen, die Vussemer Tollität zu geben und machte damit den Familien-Hattrick komplett. Auch sein Vater Josef und Mutter Rita waren schon jecke Regenten im Ort.
Noch einmal würde Stefan I. es aber nicht machen – die Session sei so bewegend gewesen, das sei nicht zu toppen. Als Highlight wird ihm wohl die Kindersitzung in Erinnerung bleiben: Als er dachte, alle Kinder seien auf dem Heimweg, überraschten die ihn mit einem Flashmob, alle als DJ verkleidet. Denn Prinz Stefan bereichert die Kindersitzung seit vielen Jahren, legt Musik auf, unterstützt in der Moderation und bei allem, was so anfällt. „Für die Kinder war das die Chance, etwas zurückzugeben“, so KG-Präsident Michael Mertes.

