Die Rotarier sponsern Schulklassen die Busfahrt zum Gedenkort in Schleiden-Vogelsang.
Vogelsang IPRotary-Club Euskirchen-Burgfey unterstützt Bildungsangebote

Stellten das Förderprojekt des Rotary-Clubs Euskirchen-Burgfey vor: Thomas Kreyes, Markus Meyer, Helmut Schneider und Manfred Poth.
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Gut besucht sind die Bildungsprogramme von Vogelsang IP. Von nah und fern reisen die Schulklassen an – wenn sie die Busfahrt denn bezahlen können, denn die wird immer teurer. Im Jahr 2024 kamen mehr als 20.000 Schülerinnen und Schüler nach Vogelsang. Um die Anreise zu erleichtern und es damit wieder mehr Schülern zu ermöglichen, die verschiedenen Angebote vor Ort wahrzunehmen, hat der Rotary-Club Euskirchen-Burgfey nun ein Förderprogramm aufgelegt.
Hintergrund sei die Finanzierungslücke an vielen Standorten gewesen, erläuterte Manfred Poth. Er ist das Bindeglied zwischen Vogelsang – wo er viele Jahre als Aufsichtsratsvorsitzender aktiv war – und den Rotariern. „Wir wollten unbürokratisch helfen“, sagte er bei der offiziellen Vorstellung des Programms. 10.000 Euro stellt der Verein für ein Jahr bereit.
500 Euro Zuschuss je Schule sind möglich
„Mit dieser Summe können wir 500 Euro pro Schule als Förderung vergeben“, so Markus Meyer, der die Bildungsprogramme in Vogelsang verantwortet. Seit 1. Juli sei das Programm aufgelegt und der Betrag bereits zu über der Hälfte aufgebraucht, teilte er mit. Doch auch wenn die Summe auf den ersten Blick übersichtlich wirke, sei es für den Spendentopf der Euskirchener Rotarier ein großer Betrag, so Poth. Das sei eine der größten Unterstützungsleistungen des Clubs in den vergangenen Jahren gewesen. Doch eigentlich habe er ganz andere Summen im Kopf gehabt, als er auf der Distriktebene der Rotarier für das Projekt geworben habe. Doch dort sei eine Unterstützung nicht zustande gekommen. „Wir machen das jetzt ein Jahr und versuchen es dann wieder in die Breite zu tragen“, kündigte Poth an.
Denn angesichts der gesellschaftlichen Herausforderungen sei eine Teilnahme an den Bildungsprogrammen wichtig, betonte auch Helmut Schneider, Präsident des Rotary-Clubs Euskirchen-Burgfey. „Wir haben inzwischen wieder einige Länder, in denen diktatorische Bestrebungen Fuß fassen“, sagte er. So sei es ein Glücksfall, mit Vogelsang IP im Kreis Euskirchen eine Einrichtung zu haben, wo junge Menschen erleben könnten, welche Auswirkungen Diktaturen hätten. „Durch die Umweltbildung, die es hier im Nationalparkzentrum Eifel gibt, kommen aber auch schon Grundschüler und Vorschulkinder nach Vogelsang“, ergänzte Thomas Kreyes, Geschäftsführer von Vogelsang IP.
Unkompliziertes Verfahren
Viele derartige Fördertöpfe seien schnell geleert oder verlangten, dass Anträge über viele Monate im Voraus beantragt werden müssten, erklärte Meyer. „Die Frage, wie die Schüler nach Vogelsang kommen, ist oft die entscheidende“, führte er aus. Teilweise kämen die Gruppen von Schulen aus dem Kreis Euskirchen, aber auch aus Duisburg, Düsseldorf oder Moers. So seien die Rotarier in die Bresche gesprungen, um die Lücke zu füllen, erläuterte Schneider.
Vor allem unkompliziert solle das Verfahren sein. „Vogelsang IP akquiriert die Schulen und vermittelt die Förderung“, erläuterte Poth. Die Finanzierung käme dann von den Rotariern, denen die Verwendung der Gelder in regelmäßigen Abständen nachgewiesen werde. „Da muss ein Vertrauensverhältnis zwischen einem Bildungsstandort und einem Geldgeber bestehen“, sagte Poth.
