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Mutmaßliche Tatwaffe sichergestelltMordkommission ermittelt nach Schüssen auf Auto in Schleiden

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Das Bild zeigt den Schriftzug „Polizei“ auf einem Streifenwagen.

Nach Schüssen auf das Auto einer 58-Jährigen ermittelt eine Mordkommission der Bonner Polizei.

Auf das Auto einer 58-jährigen Schleidenerin wurde während der Fahrt geschossen. Ein Tatverdächtiger wurde auch mit einem Hubschrauber gesucht.

Nach Schüssen auf das Auto einer 58 Jahre alten Schleidenerin ermittelt nun eine Mordkommission der Bonner Polizei gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Aachen wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdeliktes.

Nach Angaben der Polizei war die 58-Jährige am Samstag gegen 21.10 Uhr mit ihrem Auto auf der Straße „Am Mühlenberg“ in Richtung Bronsfeld unterwegs. In Höhe eines Parkplatzes bemerkte die Frau einen abgestellten Wagen am Straßenrand. Als sie an dem Fahrzeug vorbeifuhr, nahm sie plötzlich mehrere Knallgeräusche und Lichtblitze aus Richtung des geparkten Autos wahr. Zunächst hatte die Schleidenerin die Situation aber offenbar nicht einordnen können und ihre Fahrt fortgesetzt.

Erst nach der Fahrt realisierte die Frau, was gerade passiert war

Erst an ihrem Fahrtziel stellte die Frau fest, dass ihr Auto offenbar beschossen worden war. Am Wagen entdeckte sie mehrere Einschusslöcher.   Nach dieser Feststellung alarmierte sie umgehend die Polizei. Die Beamten rückten mit zahlreichen Einsatzkräften an.

Noch in der Nacht wurden unter der Leitung des Ersten Kriminalhauptkommissars Norbert Lindhorst in enger Abstimmung mit der Aachener Staatsanwältin Kathrin Wieneke Ermittlungen wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts aufgenommen.

THW aus Schleiden leuchtete den mutmaßlichen Tatort aus

Zur Unterstützung der Einsatzkräfte wurde auch die Ortsgruppe Schleiden des Technischen Hilfswerks alarmiert. Die THW-Helfer leuchteten unter der Leitung von Daniel Schwarzer den mutmaßlichen Tatort großflächig aus.

Während der Ermittlungen geriet der 64-jährige ehemalige Lebensgefährte der Frau in den Fokus der Beamten. Gegen den Mann erhärtete sich nach Polizeiangaben im Laufe des Montags der dringende Tatverdacht. Umfangreiche Fahndungsmaßnahmen wurden eingeleitet, an denen auch ein Polizeihubschrauber beteiligt war.

Am Abend konnte der Tatverdächtige schließlich widerstandslos festgenommen werden. Bei der Durchsuchung seines Fahrzeugs stellten die Beamten die mutmaßliche Tatwaffe sicher. Nach Informationen dieser Zeitung handelt es sich dabei um eine Pistole. Der 64-Jährige wurde vorläufig festgenommen und sollte am Dienstag einem Haftrichter vorgeführt werden.