Euskirchen – Immer wieder nutzen Autofahrer die Verlängerung der Rheinstraße zwischen der Kernstadt und Euenheim, obwohl dort nur landwirtschaftlicher Verkehr zugelassen ist. Nach Darstellung eines Euskircheners, der in der Nähe wohnt, beläuft sich die Zahl der Fahrzeuge, die verbotswidrig auf dem Wirtschaftsweg unterwegs sind, auf 150 bis 200 pro Woche. Er wandte sich jetzt mit einem Antrag an die Stadt, um zu erreichen, dass sie die Sperrung mit baulichen Maßnahmen durchsetzt. Denn die Beschilderung allein reiche nicht, argumentierte er.
Von einer Vollsperrung, etwa mit Pollern, riet die Verwaltung jedoch ab, als sie die Bürgereingabe jetzt dem Hauptausschuss vorlegte. Der Leiter des Fachbereichs für Tiefbau und Verkehr, Bernd Kuballa, schlug stattdessen vor, eine Fahrbahnschwelle einzubauen. So könne man den Verkehr deutlich einbremsen und die Verbindung nach Euenheim unattraktiv machen. Der Ausschuss stimmte dieser Lösung zu, wie der städtische Pressesprecher Tim Nolden auf Anfrage erklärte.
Ausweichstrecke für die B 56
Die Verlängerung der Rheinstraße dient von jeher als Schleichweg, vor allem dann, wenn sich auf der parallel verlaufenden B 56 der Verkehr staut. Das änderte sich auch nicht, als die Stadt 2018 entschied, den allgemeinen Verkehr dort auszuschließen. Aus Sicht der Anlieger ist das ständige illegale Befahren besonders deshalb ärgerlich, weil am Euskirchener Ortsrand direkt neben der Rheinstraße ein Kinderspielplatz liegt.
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Nach Darstellung des Antragstellers passieren Autofahrer das Spielgelände immer wieder deutlich schneller als mit den erlaubten 30 Kilometern pro Stunde. Doch „leider hat die Kreispolizeibehörde weder die Ressourcen, hier regelmäßig zu kontrollieren, noch wirkt das Bußgeld in Höhe von zehn Euro abschreckend“, schrieb er an die Mitglieder des Stadtrats.
Gefährlich für Kinder
Der Wirtschaftsweg werde auch von zahlreichen Spaziergängern und Radfahrern genutzt, ebenso von Kindern als Schulweg, hieß es in dem Brief weiter. Die Stadt Euskirchen müsse präventiv handeln und nicht warten, bis ein Kind auf dem Weg vom oder zum Spielplatz Opfer eines Verkehrsunfalls werde, forderte der Anwohner.
Die Verwaltung lehnte nach Rücksprache mit der Landwirtschaftskammer eine Sperrung mit Pollern mit dem Argument ab, der Weg werde für die Andienung von Ackerflächen benötigt. Er müsse für Großfahrzeuge samt Anhänger durchgängig befahrbar bleiben.
Schwelle am Spielplatz
Nun soll also eine Fahrbahnschwelle eine Verbesserung herbeiführen. Die Verwaltung will sie in Höhe des Spielplatzes installieren.



