Weilerswists Bürgermeister Dino Steuer führte bereits viele Gespräche mit den Anwohnern und den zuständigen Stellen.
Probleme mit MüllabfuhrBahnübergang in Ottenheim bleibt bis Ende Juli gesperrt

Der Bahnübergang an der Schleidener Straße in Ottenheim ist weiter gesperrt.
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Die Sperrung des Bahnübergangs an der Schleidener Straße in Ottenheim und die Bauarbeiten an der L194 sorgen derzeit für erhebliche Einschränkungen in Weilerswist. Viele Bürger, Anwohner sowie landwirtschaftliche Betriebe sind von Umleitungen und längeren Fahrwegen betroffen.
Die Gemeindeverwaltung begleitet die Situation nach eigenen Angaben intensiv und steht in engem Austausch mit den zuständigen Behörden. Dennoch wird der Bahnübergang vermutlich bis Ende Juli gesperrt sein.
Sperrung wurde vom Eisenbahn-Bundesamt angeordnet
Wie Bürgermeister Dino Steuer mitteilt, wurde die Sperrung des Bahnübergangs von der Deutschen Bahn in Abstimmung mit dem Eisenbahn-Bundesamt angeordnet. Vorausgegangen seien dieser einschneidenden Maßnahme mehrere Überprüfungen vor Ort, bei denen zahlreiche sicherheitsrelevante Verstöße festgestellt worden seien.
Die Gemeinde habe sich in den vergangenen Wochen bemüht, gemeinsam mit den beteiligten Stellen andere Lösungen zu finden und eine Schließung zu vermeiden. Nach erneuter Bewertung durch die zuständigen Fachbehörden sei die Sperrung aus Sicherheitsgründen jedoch unvermeidbar geworden.
Mir ist bewusst, wie belastend diese Situation für viele Menschen ist.
„Mir ist bewusst, wie belastend diese Situation für viele Menschen ist“, erklärt Steuer. Die Sperrung bedeute längere Wege und Einschränkungen im Alltag. Gleichzeitig müsse die Sicherheit stets oberste Priorität haben. Nach Angaben der Verantwortlichen seien die Verkehrsregeln am Bahnübergang von zahlreichen Verkehrsteilnehmern wiederholt missachtet worden.
„Sehr bedauerlich ist, dass das Fehlverhalten Einzelner nun Auswirkungen auf alle hat“, so Steuer. In Gesprächen mit betroffenen Bürgern habe sich gezeigt, dass nach ausführlichen Erläuterungen zu den Hintergründen vielfach Verständnis für die Maßnahme bestehe. Dabei sei immer wieder deutlich geworden, dass eine schnelle Lösung zwar gewünscht werde, die Sicherheit jedoch nicht darunter leiden dürfe.
Übergangslösungen hätten direkter abgesprochen werden sollen
Im Zuge der Diskussionen um mögliche Übergangslösungen, etwa durch eine temporäre Baustellenampel, hätte sich die Gemeinde nach eigenen Angaben eine direktere Kommunikation der anordnenden Stellen gewünscht. Insbesondere die komplexen sicherheitstechnischen Anforderungen und die Gründe, warum alternative Regelungen nicht umgesetzt werden können, seien für viele Bürger nur schwer nachvollziehbar gewesen. Die Gemeinde habe deshalb vielfach selbst die Aufgabe übernommen, entsprechende Erklärungen zu vermitteln.
Trotz der aktuellen Einschränkungen ist die Erreichbarkeit für Rettungs- und Einsatzkräfte nach Angaben der Verwaltung jederzeit gewährleistet. Nachdem es aufgrund der geänderten Verkehrsführung teilweise zu Problemen bei der Müllabfuhr gekommen war, wurden die Entsorgungsunternehmen erneut informiert, um einen reibungslosen Ablauf sicherzustellen.
Parallel zur Situation am Bahnübergang schreiten die Bauarbeiten an der L194 weiter voran. Nach dem aktuellen Bauzeitenplan soll der Abschnitt zwischen der Otbertstraße und der Straßfelder Straße bis Ende Juli so weit fertiggestellt sein, dass die unmittelbar betroffenen Anlieger ihn wieder nutzen können. Für den allgemeinen Verkehr soll der Bereich zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht freigegeben werden.
Mit diesem Baufortschritt verbindet die Gemeinde zugleich die Hoffnung, die Voraussetzungen für eine Wiederöffnung des Bahnübergangs schaffen zu können. Die Gesamtmaßnahme zwischen der Otbertstraße und Hausweiler soll nach derzeitiger Planung in der zweiten Septemberhälfte abgeschlossen werden.
Steuer betont, dass er die Belastungen für die Bürger sehr ernst nehme. Gleichzeitig seien die Maßnahmen aber auch das Ergebnis von Sicherheitsanforderungen und technischen Rahmenbedingungen, die nicht durch die Kommune beeinflusst werden könnten. Die Gemeinde werde den Austausch mit allen Beteiligten fortsetzen und sich dafür einsetzen, die Einschränkungen möglichst schnell zu reduzieren.
