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Weniger ZuweisungenContainer für Geflüchtete in Weilerswist sollen abgebaut werden

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Das Luftbild zeigt das Containerdorf an der Gesamtschule in Weilerswist.

Die Container für Geflüchtete (unten am Bild) sollen zurückgebaut werden. Die Plätze werden laut Verwaltung nicht mehr benötigt.

Nach Angaben der Verwaltung musste seit dem 20. Januar 2026 keine neu zugewiesene geflüchtete Person mehr in einer gemeindlichen Unterkunft untergebracht werden.

Das Containerdorf zur Unterbringung geflüchteter Menschen an der Gesamtschule in Weilerswist soll vollständig zurückgebaut werden. Einen entsprechenden Beschlussvorschlag hat die Gemeindeverwaltung dem Rat, der am Donnerstag tagt, vorgelegt. Hintergrund sind die seit Monaten stark rückläufigen Flüchtlingszahlen und die deutlich gesunkene Auslastung der Unterkünfte.

Nach Angaben der Verwaltung musste seit dem 20. Januar 2026 keine neu zugewiesene geflüchtete Person mehr in einer gemeindlichen Unterkunft untergebracht werden. Gleichzeitig seien zahlreiche Bewohner ausgezogen. Allein seit Anfang März hätten 22 Menschen die Unterkünfte verlassen, fünf weitere seien von Amts wegen abgemeldet worden. Weitere zehn Personen hätten ihren Auszug angekündigt.

Auslastung der gemeindlichen Unterkünfte ist gesunken

Die Auslastung aller gemeindlichen Unterkünfte ist dadurch innerhalb von vier Monaten von rund 60 auf 41 Prozent gesunken. Im Containerdorf leben derzeit noch 30 Menschen, was einer Auslastung von etwa 32 Prozent entspricht. Diese könnten nach Angaben der Verwaltung problemlos auf die drei gemeindeeigenen Unterkünfte in Weilerswist, Derkum und an der Kölner Straße verteilt werden. Auch nach dem Abbau des Containerdorfs wären dort noch 119 Plätze frei. Die Gesamtauslastung würde dann bei rund 55 Prozent liegen.

Bereits im März hatte der zuständige Fachausschuss beschlossen, zunächst auf einen Rückbau der Containeranlage zu verzichten. Damals standen unter anderem noch wirtschaftliche, technische und baurechtliche Fragen im Raum. Inzwischen kommt die Verwaltung jedoch zu dem Schluss, dass ein vollständiger Abbau wirtschaftlicher ist als ein Teilrückbau.

Die einmaligen Kosten würden durch die eingesparten Mietzahlungen innerhalb weniger Monate ausgeglichen. Sollte die Gemeinde künftig wieder zusätzliche Unterbringungskapazitäten benötigen, könnte nach Angaben der Fachfirma innerhalb von etwa zwei Monaten erneut eine Containeranlage an derselben Stelle errichtet werden. Die Verwaltung will die Entwicklung der Flüchtlingszahlen und der Belegung der Unterkünfte weiterhin beobachten.