WasserfestAlles drehte sich um den Spaß am Zülpicher See

Besonders die Amphibienfahrzeuge sorgten bei den Besuchern des Wasserfestes im Zülpicher Seepark für Aufsehen.
Copyright: Cedric Arndt
Zülpich – Wasser zählt zu den Hauptattraktionen des Zülpicher Seeparks. Ob im Aquapark, wo die kleinen Besucher das nasse Element auf spielerische Art entdecken können, bis zum Sandstrand mit Bademöglichkeit, der besonders in den heißen Sommermonaten eine willkommene Abkühlung verspricht.
Beim Wasserfest präsentierten die Organisatoren zahlreiche weitere Möglichkeiten, den See als Abenteuerspielplatz kennenzulernen. „Unsere Gäste haben heute die Möglichkeit, mit Elektro-Surfboards über den See zu gleiten, oder auch eine gemütliche Ausfahrt mit einem dampfbetriebenen Boot zu genießen“, berichtete Jan Blatzheim vom Seeparkteam: „Auch die Zusammenarbeit mit anderen Zülpicher Vereinen hat ein weiteres Mal hervorragend funktioniert. So bietet beispielsweise der Turn- und Sportverein Volleyballspiele und der Ruder- und Segelclub stellt Schnupperkurse beim Segeln zur Verfügung.“ Insgesamt 20 externe Partner hätten sich an der Veranstaltung beteiligt.

Sogar ein echter Dampfer, wenn auch einer im Kleinformat, schipperte mit Passagieren über den See.
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2500 Besucher beim Fest
2500 Gäste habe die Seepark-Verwaltung an dem Tag verzeichnet, wie sie im Anschluss in einer Pressemeldung mitteilte. Das abwechslungsreiche Angebot sorgte auch bei den kleinen Seeparkbesuchern für Freude. „Guck mal Papa, das Auto kann ja auf dem Wasser fahren“, staunte der zwölfjährige Etienne beim Anblick der Amphibienfahrzeuge.
„Die Autos werden mit einem normalen Viertaktmotor mit 38,5 PS angetrieben. Durch zwei Heckschrauben erreichen sie so auch im Wasser sieben bis acht Knoten. Das entspricht etwa zwölf Stundenkilometern“, gab Marco Schuh, Besitzer der Amphibienfahrzeuge bereitwillig Auskunft.
Zusätzliche Kosten statt Spiel und Spaß im Wasser
Knatsch wegen Mehrkosten
Spaß und Abkühlung sollte das Wasserfest am vergangenen Sonntag bieten. Einer Leserin zufolge soll es während der Veranstaltung aber auch zu Ärgernissen gekommen sein. Denn: Laut einer Ankündigung des Seeparks hätten Attraktionen wie Segeln oder Stand-up-Paddling, an dem Tag ohne Mehrkosten für die Gäste nutzbar sein sollen.
Vor Ort hätten viele Gäste feststellen müssen, dass die Anbieter der Attraktionen aber die üblichen Preise verlangten. „Mit uns war das nicht abgesprochen“, sagt Ute Entlein, Mitbetreiberin von Tim’s Beach, die an einer Station am See Freizeitaktivitäten anbietet. Die Seeparkverwaltung habe sie zwar kontaktiert und gefragt, ob sie sich am Tag des Wasserfestes beteiligen wolle. Sie habe aber direkt abgelehnt. „Wir wussten an dem Tag gar nicht, ob wir genug Personal haben. Teilweise wollten Leute auch, dass wir ihnen das Stand-up-Paddling beibringen. In der Station im Seepark bieten wir gar kein Stand-up-Paddling mehr an, weil das Wasser zu niedrig ist. Wir hatten auch gar keine Lehrer dafür“, sagt Entlein: „Jetzt muss ich mir teilweise auf Facebook anhören, dass wir Abzocker sind.“ (enp)
Seepark-Verwaltung widerspricht
Die Seepark-Verwaltung ordnet die Ereignisse in einer Pressemitteilung anders ein. Dass kurzfristig kein Stand-up-Paddling angeboten werden konnte, habe an Personalmangel gelegen. Weiter äußert sich die Verwaltung: „Grundsätzlich werden die Angebote vorab mit allen Partnern und Anbietern abgesprochen. Auch finden Gespräche zu den geplanten Veranstaltungen mit den ortsansässigen Vereinen im Voraus statt.“
Auch sei zu jeder Zeit ein Team des Seeparks mit dem Veranstaltungsleiter vor Ort gewesen. „Hier hat insbesondere der Veranstaltungsleiter den Kontakt mit Anbietern und Gästen aktiv geführt“, heißt es in der Pressemeldung.
Die Veranstalter hätten sowohl negative als auch positive Rückmeldungen erreicht. Um sich der Kritik anzunehmen, habe die Seepark-Verwaltung nun Änderungen für das Wasserfest geplant. So soll die Veranstaltung in Zukunft etwa außerhalb der Sommerferien stattfinden. Auch suche die Seepark-Verwaltung nach Voll-, Teilzeitkräften und Ferienjobbern, um dem vorhandenen Personalmangel entgegenzuwirken.
Doch das Wasserfest bot noch zahlreiche weitere Möglichkeiten, den Wassersportsee zu entdecken. Während beim Paddeln auf Surfbrettern Muskelkraft gefragt war, nutzten die Mitglieder des Ruder- und Segelclubs bei ihren Segelschnupperkursen den Wind als zusätzliche Unterstützung. Einen weiteren Höhepunkt bildeten die „fliegenden Surfboards“.
Angetriebenen durch einen Elektromotor, ragte bei voller Fahrt nur die Antriebsschraube ins Wasser, während das eigentliche Board tatsächlich über der Oberfläche schwebte. „Das ist nicht nur faszinierend anzuschauen, sondern macht auch enorm viel Spaß“, schwärmte Besucher Viktor Guthaus und fügte mit einem Lachen hinzu. „Ein wenig erinnert es mich sogar an die alten ,Zurück in die Zukunft’-Filme, nur eben auf dem Wasser.“

Sportlich Interessierte konnten sich auf den Trampolinen des Turn- und Sportvereins Zülpich auspowern.
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Abwechslung an Land und auf dem Wasser
Nicht nur auf dem Wasser, sondern auch an Land bot das Wasserfest Abwechslung. Wem die sommerlichen Temperaturen noch nicht ausreichten, um ins Schwitzen zu geraten, der konnte sich beim „Fit and More“-Angebot des Turn- und Sportvereins Zülpich auf Trampolinen auspowern oder an den Volleyballspielen teilnehmen.
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Der Nachwuchs genoss währenddessen eine Rutschpartie auf der großen Wasserhüpfburg. „Mit dem heutigen Tag wollen wir Wasser, Sport und Spiel verbinden“, erklärte Jan Blatzheim: „Ob am Strand oder in der Cocktailbar – es soll für alle ein Stück Urlaubsgefühl aufkommen, die unser DJ mit der passenden Musik untermalt.“
Doch nicht alles lief rund an dem Tag. So sei es zu Missverständnissen bezüglich der Preise für diverse Aktivitäten gekommen.



