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Hypnose und Magie„Golden Ace“ überzeugt im Zülpicher Forum

3 min
Ein Mann steigt aus einer Truhe und breitet seine Arme aus, neben ihm steht ein zweiter Mann.

Schnell und magisch: Gerade noch gefesselt in einer Truhe, tauschte Alexander Hunte (l.) den Platz mit seinem Kollegen Martin Köster.

Alexander Hunte und Martin Köster lieferten im Ausweichquartier in Zülpich eine beeindruckende Show.

Genüsslich nahm Fabrice Vivier einen tiefen Schluck von dem gereichten Getränk und verkündete mit einem zufriedenen Lächeln, den wohl besten und frischesten Orangensaft seit langem getrunken zu haben. Das Glas Cola, von dem er als nächstes kostete, identifizierte er in Sekundenschnelle als zuckerfreie Variante, die seine Frau ebenfalls sehr lecker finde.

Als diese ihm kurz darauf jedoch offenbarte, dass er die ganze Zeit lediglich ein Glas stilles Wasser vor sich hatte, war die Überraschung groß. So sollte es sein, ging es an diesem Abend in Zülpich doch um Hypnose und Magie.

Veranstaltung aus dem Stadttheater Euskirchen nach Zülpich verlegt

„Das war das erste Mal, dass ich bei so einer Hypnose mitgemacht habe und ich bin immer noch total erstaunt“, berichtete Vivier. Mit acht weiteren Gästen der Bühnenshow des Magierduos „Golden Ace“ hatte er sich freiwillig gemeldet und mit seiner Reaktion das Publikum im Zülpicher Forum – auch die Veranstaltung war vom derzeit geschlossenen Stadttheater in Euskirchen verlegt worden – in Staunen versetzt. „In dem Zustand tiefster Ruhe, in den man bei der Hypnose versetzt wird, hört man nur noch die Stimmen, bekommt sonst aber nichts mit. Als ich dann aber angesprochen wurde, hatte ich das Gefühl, klar zu sein und ich war sicher, Orangensaft und Cola getrunken zu haben.“

Mit solchen Darbietungen lieferten Alexander Hunte und Martin Köster eine beeindruckende Show, bei der sich staunende Ausrufe des Publikums mit der Frage abwechselten, wie das Gesehene möglich sei. Mal verwandelte das Duo eine einfache Serviette mit Hilfe einer kleinen Stichflamme in eine rote Rose, wenig später kullerte ein rohes Ei in einem Weinglas, in dem sich zuvor nichts als ein einzelnes Blütenblatt befunden hatte. Zuschauer, die vermeintlich nur auf die Bühne gebeten wurden, um den Magiern bei einem Entfesselungstrick zu helfen, mussten plötzlich feststellen, dass ihnen nebenbei ihre Uhr vom Handgelenk stibitzt wurde.

Das „Wie“ bleibt ein gut gehütetes Geheimnis

Gleich im Anschluss blickten sie ungläubig auf die Truhe, in die sie doch gerade den Magier gesperrt hatten. Doch da hatte der Magier schon mit seinem Kollegen die Plätze getauscht, um ihn aus der Truhe zu befreien. „Man weiß gar nicht, wo man hingucken soll. Man hat immer das Gefühl,   die entscheidende Handbewegung zu verpassen“, so Zuschauer Kalle Ebertz.

Lange habe der Auftritt am seidenen Faden gehangen, wie Martin Köster erklärte: „Als wir erfuhren, dass der geplante Spielort nicht zur Verfügung steht, musste alles plötzlich ganz schnell gehen.“ Das Organisationsteam habe im Laufe der Umbuchung und Vorbereitung am neuen Schauplatz in kürzester Zeit Großes geleistet, um dem Publikum die versprochene Show bieten zu können. So konnten die Fans von Illusion und Magie der Geschichte des Duos lauschen, die von den ersten kleinen Tricks am Bartresen während der Studienzeit bis hin zu vollbesetzten Hallen reicht.

Häufig mit der Unterstützung des Publikums und stets untermalt mit stimmungsvoller Licht- und Tontechnik erschufen Alexander Hunte und Martin Köster eine Atmosphäre, bei der ihre Zuschauer sogar Naturgesetze in Frage stellten. Kleinere Taschenspielertricks wechselten mit aufwendigen Darbietungen. Fasziniert und häufig ungläubige Blicke wechselnd erlebten die Gäste im Zülpicher Forum eine kurzweilige Show, bei der die Frage nach dem „wie“ jedoch meist gut gehütetes Geheimnis des Duos „Golden Ace“ blieb.