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Neue Jugenddisco in LeverkusenForum ist nicht geeignet, Lindenhof wird geprüft

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Derzeit läuft Corona-bedingt wiederum nichts im Forum. 

Leverkusen – Der Gedanke an eine Jugenddisco mutet seltsam an in Zeiten, in denen persönliche Kontakte auf zwei Haushalte begrenzt sind. Aber gerade nun wäre Zeit, sich dem in der Vergangenheit schon häufig aufgegriffenen Thema erneut zu nähern, meint die Bürgerliste. Zumal im Forum durch den Auszugs des Restaurantpächters weitere Räumlichkeiten frei geworden sind. Wenn man diese zu einer Disco umbauen und verpachten würden, sei das nicht nur ein gutes Angebot für Jugendliche, sondern auch eine Aufwertung für Wiesdorf und die erwarteten Einnahmen könnten dem Kulturhaushalt zugute kommen, heißt es im entsprechenden Antrag der Bürgerliste, der im Kinder- und Jugendhilfeausschuss allerdings keine Zustimmung fand. „Man müsste erst viel Geld in die Hand nehmen“, warnt Dezernent Marc Adomat.

Wenig Erfolg in den 70ern

In den 70er Jahren gab es bereits einmal eine Diskothek im des Souterrain des Forums – allerdings wegen geringer Resonanz nur wenige Jahre. „Heute gibt es durch Social Media aber ganz andere Möglichkeiten, das Angebot bekannt zu machen“, gibt die Bürgerliste zu Bedenken. Die Räumlichkeiten im Untergeschoss wurden in Lager und Büros umgebaut. „Der Bereich steht de facto für andere Nutzungen – und insofern auch für eine Diskothek oder die Nutzung durch einen Musikclub – nicht zur Verfügung“, schreibt die Stadtverwaltung in einer Stellungnahme.

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Um dies zu ändern, müsste ein Betrag „in wahrscheinlich höherer sechsstelliger Größenordnung“ in die Hand genommen werden. Dabei werden Positionen von Baugenehmigungen, Brandschutz, Beteiligung der Denkmalbehörde bis zur Prüfung verkehrlicher Auswirkungen aufgeführt.

Schlechtes Umfeld für Kinder

Andere Argumente bringt Paloma Krassa (CDU) in einer emotionalen Rede vor dem ebenfalls im Forum tagenden Ausschuss vor: „Das Letzte, was ich möchte, ist, dass Kinder und Jugendliche hier abends alleine rumlaufen.“ Jeder wisse um die Probleme im Umfeld des Forums. „Ich will nicht in einer der nächsten Sitzungen darüber beraten, ob wir hier eine Drogenberatungsstelle für Jugendliche einrichten müssen.“

Club, nicht Disco

Kindern und Jugendlichen ein Partyangebot in geschütztem Raum zu machen, das befürworten dagegen alle. Deswegen soll nun geprüft werden, ob das Jugendhaus Lindenhof sich als zentraler Veranstaltungsort eignet. Dort könnte dann vielleicht nicht regelmäßig, aber zumindest zu Anlässen wie Karneval oder Halloween eine Jugenddisco veranstaltet werden. Die Stadt könne nicht als Betreiber auftreten, das könnte aber eventuell der Job Service Leverkusen übernehmen. Für Sicherheitspersonal, Catering und ähnliches müssten dann externen Veranstalter beauftragt werden.Diese Möglichkeit zu prüfen gab der Ausschuss in Auftrag. „Aber wir nennen das dann Club, nicht Disco“, schloss der Vorsitzende Stefan Hebbel die Diskussion. „Sonst bekomme ich Ärger mit meinen Kindern.“