Am Samstag stand bei einer Messe im Bergneustädter Krawinkelsaal „Der ältere Mensch im Mittelpunkt“.
Helfer für das AlterBergneustädter Seniorenmesse bot vielerlei Informationen

Besteck mit dickeren Griffen hatte die Praxis für Logopädie und Ergotherapie Hilger mit in den Bergneustädter Krawinkelsaal gebracht, wo die siebte Auflage der Seniorenmesse stattfand.
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Für die Seniorenmesse hatte die Senioren- und Pflegeberatung Bergneustadt ein buntes Programm organisiert. 34 Ausstellerinnen und Aussteller informierten zu Gesundheit, Mobilität und Betreuung aufklärten, dazu gab es Vorträge. Mit dabei waren etwa die Awo-Tagespflege Dieringhausen, die Johanniter Unfallhilfe, mehrere Pflegedienste und Alltagsbegleiter und die Kreispolizeibehörde, die Tipps zum „Schutz vor Betrügern und anderen Ganoven“ hatte.
Auf dem Rathausplatz wurde ein Rollatorentraining angeboten, bei dem es auch um den sicheren Umgang mit Rollator und Rollstuhl im Linienbusverkehr ging.
Werkzeuge für mehr Selbstständigkeit
Die Praxis für Logopädie und Ergotherapie Hilger präsentierte modifiziertes Werkzeug, wie Besteck mit dickerem Griff und eine Halterung für den Haustürschlüssel, mit dessen Hilfe ältere Menschen leichter den Schlüssel ins Türschloss stecken können. Diese Werkzeuge werden extra für Menschen hergestellt, die an einer neurologischen Erkrankung leiden und Sensibilitätsstörungen haben. Darunter zählen Krankheiten wie Demenz, Parkinson oder auch Schlaganfälle.
Lisa von der Linde erklärte: „Wir fokussieren uns bei unserer Arbeit auf das Alltagsziel des Patienten und stehen bei alltäglichen Prozessen, wie Rasenmähen oder Kochen, unterstützend zur Seite.“ Durch die Werkzeuge werde mehr Teilhabe und Selbstständigkeit ermöglicht.
Wie bedeutsam der Kontakt zwischen Seniorinnen und Senioren und den Institutionen ist, erklärt Ilse Müllenschläder, Organisatorin der Messe sowie Senioren- und Pflegeberaterin in der Stadtverwaltung: „Die Beratung vor Ort ist uns sehr wichtig, denn der Seniorenkreis wird merklich größer. In Bergneustadt leben insgesamt um die 19 000 Menschen, davon sind 5300 über 60 Jahre alt.“
Auch bei den Anbietern sei die Bergneustädter Veranstaltung gefragt, sagte Claudia Adolfs von der Stadt Bergneustadt: „Die Vernetzung untereinander ist optimal. Wenn von jetzt auf gleich irgendwo Hilfe gebraucht wird, kann sich gegenseitig geholfen werden.“

