Kreispokal war eine Abschiedsgala für Trainer und Spieler. HSG Marienheide/Müllenbach gewinnt HKO-Finale.
Handball OberbergKreispokal geht an die Frauen und Männer des HC Gelpe/Strombach

Im Rahmen des Kreispokal-Finales wurden die Meistermannschaften aus dem Handballkreis Oberberg geehrt.
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Der 1. Mai ist in Oberberg nicht nur der Tag der Arbeit, sondern seit 1999 auch der „Tag des Handballs“. So richteten die HBD Löwen Oberberg in der Burstenhalle in Bergneustadt das Kreispokal-Finale aus. Für eine volle Halle sorgten die Oberliga-Handballerinnen, die im Endspiel gegen das Regionalligateam des HC Gelpe/Strombach antraten. In einem kampfbetonten und spannenden Spiel unterlagen die Hausherrinnen knapp mit 25:27 und zeigten, wie nah sie an die Favoritinnen herangerückt sind.
Weniger Spannung verhieß das Endspiel der Männer, bei dem die Regionalligateams HC Gelpe/Strombach und SSV Nümbrecht gegeneinander antraten. Da es die Partie in der Meisterschaft bereits am heutigen Abend, 20 Uhr, in Nümbrecht wieder gibt, hatte SSV -Trainer Manuel Seinsche, um jedem Verletzungsrisiko aus dem Weg zu gehen, eine Mannschaft aus Spielern der 1. und 2. sowie der A-Jugend zusammengestellt. Seine Mannschaft braucht jeden Zähler im Kampf gegen den Abstieg.
Schon das Finale der HKO-Runde lockte viele Zuschauer in die Burstenhalle
Bereits zum Auftakt am Mittag waren die Ränge gut besetzt, als in der HKO-Runde die HSG Marienheide/Müllenbach gegen die HBD Löwen Oberberg III mit einem 29:19 (12:9) das dritte Jahr in Folge den Pokal verteidigte. In einer ausgeglichenen ersten Halbzeit hielten die Löwen gut mit, ehe ihnen im zweiten Durchgang zunehmend die Kräfte ausgingen und sich die HSG absetzen konnten. ,,Der Druck war da, aber ich bin stolz auf die Jungs, dass wir unsere Sache souverän runtergespielt haben“, sagte HSG-Trainer Nico Bußmann nach der Partie.
Die Pokale an die Siegermannschaften vergaben Bergneustadts Bürgermeister Matthias Thul, Bergneustadts Stadtsportverbandsvorsitzender Detlef Kämmerer und Gummersbachs Bürgermeister Raoul Halding-Hoppenheit. Zudem ehrte der Handballkreis mit Udo Kolpe an der Spitze die Meistermannschaften der Jugend und der Senioren. Eine besondere Auszeichnung bekam Fritz Benndorf, der seit 1975 beim CVJM Waldbröl aktiv ist, und auf 16 Jahre als Schiedsrichter kommt.

Die Handballerinnen des HC Gelpe/Strombach freuten sich nach dem Sieg gegen die HBD Löwinnen über den Kreispokal.
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Volksbank Oberberg-Pokal: HC Gelpe/Strombach - HBD Löwen Oberberg 27:25 (16:13)
Beide Teams begegneten sich zunächst auf Augenhöhe, was sich in den Zwischenständen widerspiegelte: Nach 13 Minuten stand es 6:6, in der 18. Minute 9:9. Während der HC Gelpe/Strombach vor allem mit der Chancenverwertung Schwierigkeiten hatte, verhinderten auf Seiten der HBD Löwen zu viele technische Fehler einen besseren Spielverlauf. Bis zur 27. Minute erarbeiteten sich die Löwinnen mit 13:12 sogar einen kleinen Vorsprung. Doch es folgte ein Knackpunkt: Nach einer Zwei-Minuten-Strafe für die HBD nutzte der HC Gelpe/Strombach die Überzahl konsequent aus und drehte die Partie bis zur Pause auf 16:13. ,,Die Phase ärgert uns sehr. Dem Rückstand rennen wir dann in der zweiten Hälfte hinterher“, erklärte HBD-Trainer Dennis Hermann.
Nach dem Seitenwechsel erwischte der HC den deutlich besseren Start und baute seine Führung bis zur 39. Minute auf 21:16 aus. Doch die Löwinnen zeigten Moral, kämpften sich Tor um Tor zurück und verkürzten nur zwei Minuten später bereits auf 18:21. In der Schlussphase wurde es noch einmal richtig spannend: Nach dem 23:24-Anschlusstreffer (50.) war die Partie wieder völlig offen.
HC-Torhüterin Saskia Schmidt hielt den Sieg fest
HC-Trainer David Hoffmann sah in dieser Phase Schwächen bei seiner Mannschaft: ,,Wir sind einfach nicht konsequent genug und lassen damit den Gegner im Spiel.“ Die große Chance zum Ausgleich bot sich den HBD Löwinnen in der 58. Minute, doch HC-Torhüterin Saskia Schmidt verhinderte mit einer starken Parade das mögliche 26:26. So brachte Strombach den knappen Vorsprung über die Zeit und sicherte sich den Pokal. Trotz der Niederlage zog Dennis Hermann ein positives Fazit: ,,Letztes Jahr haben wir das Spiel noch mit zwölf Toren verloren.“ Besonders hob er Spielerin Jessy Kuxdorf hervor: ,,Hinten verteidigt sie alles und vorne ist sie auch nicht zu stoppen.“
Für HC-Trainer David Hoffmann war es ein emotionaler Abschied. Es war sein letztes Spiel im Trikot des HC, ehe er ab Juli bei seinem neuen Verein, dem Frauen-Bundesligisten HSG Bensheim/Auerbach, beginnt. ,,Ich bin froh, dass ich mich mit einem Sieg verabschieden konnte“, sagte Hoffmann nach dem Abpfiff. ,,Der HC wird für immer einen Platz in meinem Handball-Herzen haben.“ Zum gelungenen Abschied gab es von seiner Mannschaft noch eine standesgemäße Bierdusche.
Tore HC Gelpe/Strombach: Horn (7), Blumberg (6/4), Domnick (4), Szakacs, Schreibelmayer (je 3), Hertes (2), Sudami, Viebahn (1).
Tore HBD Löwen Oberberg: Jessy Kuxdorf (10/3), Lina Kuxdorf (6), Schneider (4), Mertens (3), Tokac, Bogdanski (je 1).

Die Handballer des HC Gelpe/Strombach feierten den Sieg im Pokalfinale.
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Zunft--Kölsch-Pokal: SSV Nümbrecht – HC Gelpe/Strombach II 27:35 (13:20)
Die Pokalregularien machen es möglich, und der HCGS nutzte es und spielte mit den Regionalliga-Handballern als zweite Mannschaft im Pokal. „Es sind alles Vollbluthandballer und deshalb ist es für sie auch kein Problem, zwei Spiele in zwei Tagen mit viel Tempo und einer guten Abwehr zu spielen“, sagte HC-Trainer Daniel Rodriguez, der mit dem kompletten Aufgebot antrat. Der Pokal sei ein Titel, mit dem sich einige Spieler und auch er als Trainer zum Ende der Saison verabschieden möchten.
Dem stellte SSV-Trainer Manuel Seinsche einen „schönen Mix“ entgegen mit Spielern, die die Aufgabe annahmen. Das taten sie, doch zunächst setzte sich der HCGS mit seinem Tempospiel ab, führte nach zehn Minuten mit 8:4. Doch Nümbrecht ließ sich nicht abhängen und Rodriguez zog beim Stand von 11:8 (15.) die Grüne Karte. Mit einem 4:0-Lauf setzte sich seine Mannschaft auf 15:8 (18.) ab.
Zur Pause führte der HC mit 20:13 und baute den Vorsprung nach dem Wiederanpfiff bis auf 28:19 (45.) aus. Beim 32:22 (53.) lag das Rodriguez-Teams erstmals mit zehn Toren vorne. Auch wenn die bei den Derbys gewohnte Spannung auf dem Feld fehlte, gab es auf den Rängen doch manche Szenen zum Aufregen und Einstimmen auf das Punktspiel heute Abend.
Tore SSV Nümbrecht: Hampel (4), Witthauf (9/5), Donath (5), Ernst (1), Hemker (3), Henrichs (3), Bitzer (2).
Tore HC Gelpe/Strombach: Fischer (1), Makowiecki (2), Maier (11/2), Altjohann (1), Pötz (5), Viebahn (4), Heinzerling (3), Meinhardt (7), Walch (1)
