Ein Benedikt Duda in Bestform allein reicht Bergneustadt beim Grand Opening nicht gegen Bremen.
Tischtennis-PokalTTC Schwalbe Bergneustadt unterliegt in einem Krimi Werder Bremen mit 2:3

Benedikt Duda zeigte sich in Bestform und gewann seine beiden Einzel gegen Bremen.
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Die Fans des Tischtennis-Bundesligisten TTC Schwalbe Bergneustadt müssen sich weiter gedulden, um das nächste Mal ihr Team bei einem Final Four-Turnier um die deutsche Pokalmeisterschaft in Neu-Ulm unterstützen zu dürfen. Beim erstmals ausgetragenen Grand Opening in Nürnberg schied das Team von Trainer Frederik Duda in der ersten Runde gegen den Liga-Konkurrenten Werder Bremen aus.
Der Favorit von der Weser gewann den Krimi mit 3:2. „Schade, es war der Einzug in das Viertelfinale möglich“, berichtete Schwalbe-Sportwart Heinz Duda. „Am Ende geht das Ergebnis aber in Ordnung, denn Bremen ist durch die Bank qualitativ stärker besetzt als wir.“
Die Leistungskurve von Bergneustadts Spitzenspieler Benedikt Duda zeigt wieder nach oben
Bergneustadts Coach konnte zwar auf seine komplette Mannschaft zurückgreifen, doch Romain Ruiz (Hüfte) und Adrien Rassenfosse (Rücken) befanden sich nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte. Neuzugang Cedric Meissner, der in der Bundesliga eine makellose 2:0-Bilanz aufzuweisen hat, sah sich gegen Kirill Gerassimenko sowie Mattias Karlsson im Nachteil und bat deshalb, nicht eingesetzt zu werden.
Einen positiven Lichtblick gab es für die Bergneustädter in Franken aber doch. Eigengewächs Benedikt Duda scheint wieder zu seinem alten Leistungsvermögen zurückgefunden zu haben. Der 32-Jährige präsentierte sich bei seinen Erfolgen gegen Irvin Bertrand (3:0) und Kirill Gerassimenko (3:1) in einer sehr starken Form. „Benedikt hat so gespielt wie früher“, freute sich sein Vater am Boxenrand. „Er war auf den Punkt da und hat abgeliefert. Die Leistungskurve zeigt erfreulicherweise endlich wieder nach oben.“
Die knapp Niederlage von Adrien Rassenfosse war der Knackpunkt im Spiel
Doch ein Benedikt Duda allein reichte gegen Bremen nicht, um für eine Überraschung zu sorgen. Rassenfosse, der am Donnerstag noch in seine belgische Heimat zurückfuhr und sich von seinem Arzt fit spritzen ließ, war gegen Gerassimenko nur zwei Punkte vom Matchgewinn und der damit verbundenen 2:0-Führung entfernt. Im fünften Satz wehrte der 23-Jährige beim Stand von 8:10 und eigenem Aufschlag zunächst zwei Matchbälle ab und glich zum 10:10 aus. In der anschließenden Verlängerung lief Schwalbes Nummer zwei jedoch immer einem Rückstand hinterher und verlor am Ende mit 12:14.
„Diese Niederlage war ein wenig der Knackpunkt“, analysierte Bergneustadts Sportwart später. „Bei einem Sieg hätten wir die gesamte Partie gewonnen. Da bin ich mir sicher.“
Beim Zwischenstand von 1:1 musste Ruiz in die Box und konnte gegen Karlsson nicht für den nächsten Schwalbe-Sieg sorgen. „Wenn Romain vor vielen Zuschauern wie heute oder aber auch vor einigen Monaten im Play-off-Halbfinale in Frankfurt spielen muss, kann er nicht abliefern und ist weit von seiner Bestform entfernt“, analysierte Heinz Duda. Im ersten Satz lag der Franzose mit 5:1 in Führung und verlor danach die nächsten zehn Ballwechsel. „In der Phase stand er völlig neben sich und war anschließend nicht aufnahmebereit, sich etwas sagen zu lassen.“
Auch im entscheidenden Doppel mit Meissner gab es gegen Karlsson/Bertrand nichts zu holen, sodass sich die Schwalben seit Samstagnachmittag nunmehr ausschließlich auf die Bundesliga-Saison konzentrieren müssen.
TTC Schwalbe Bergneustadt – Werder Bremen 2:3
Benedikt Duda – Irvin Bertrand 3:0 (11:5, 11:9, 11:5).
Adrien Rassenfosse – Kirill Gerassimenko 2:3 (11:6, 7:11, 11:4, 3:11, 12:14).
Romain Ruiz – Mattias Karlsson 1:3 (5:11, 11:5, 5:11, 9:11).
Benedikt Duda – Kirill Gerassimenko 3:1 (11:6, 11:6, 8:11, 11:6).
Romain Ruiz/Cedric Meissner – Mattias Karlsson/Irvin Bertrand 1:3 (6:11, 8:11, 11:9, 7:11).
