Ab Dezember werden alle Lastzüge, die mehr als 44 Tonnen wiegen, vor der Wiehltalquerung zwangsweise von der Autobahn abgeleitet.
LKW werden abgeleitetBrücke in Wiehl bekommt Schranke

Einbau der Messschleife im Juni.
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Die Autobahn GmbH macht Ernst. Schon bald soll eine sogenannte „Lkw-Differenzierungsanlage" alle Lastzüge, die mehr als 44 Tonnen wiegen, von der Auffahrt auf die Wiehltalbrücke abhalten und zwangsweise ableiten. Wie die Autobahn GmbH auf Anfrage mitteilt, ist die Installation der Schrankenanlage beauftragt und gerade in der Detailplanung. Die Inbetriebnahme ist für Anfang Dezember vorgesehen.
Wie solche eine Schrankenanlage funktioniert, kann man bereits auf der A4 zwischen den Anschlussstellen Köln-Klettenberg und -Eifeltor besichtigen. Vor der Wiehltalbrücke wurde die erforderliche „Weight-in-Motion“-Anlage Mitte September in Betrieb genommen. Diese misst das Fahrzeuggewicht während der Fahrt mithilfe von in der Fahrbahn integrierten Sensoren. Um diese einzubauen, wurde die Fahrbahn im Sommer aufgefräst. Zum Einsatz kommen Wiegeplatten mit optischen Glasfasern. Wird die Wiegeplatte durch ein Fahrzeug belastet, verformt sich die Glasfaser minimal. Diese Änderung wird durch ein opto-elektronisches Auswertegerät hochgenau erfasst. Aus den Messsignalen kann für jedes Fahrzeug unter anderem die Achslasten, das Gesamtgewicht, die Achsanordnung und die Fahrgeschwindigkeit ermittelt werden. Wenn die Statik noch weiter geschont werden muss, könne man die Waage auch für niedrigere Lasten kalibrieren.
Lkw werden per Kamera mit Kennzeichen identifiziert
Die „Gewichtskontrolle im Vorbeifahren“ sorgt dafür, dass Lkw über 44 Tonnen per Kamera mit Kennzeichen identifiziert und auf Anzeigetafeln direkt angesprochen werden können. Ein Kilometer vor der letzten Abfahrmöglichkeit wird den als zu schwer befundenen Lkw mit Warntafeln erstmals signalisiert, die Autobahn zu verlassen, danach noch zwei weitere Male. Fahren sie nicht ab, werden sie künftig vor einer Schranke stehen.
Ein einziger dieser mehr als 44 Tonnen schweren Schwerlaster beansprucht die Brücke wie 60.000 Pkw. Weniger Probleme gibt es mit dem Gebot für leichtere Lkw, mindestens 50 Meter Abstand zu halten. Dieser Hinweis sei eigentlich überflüssig, hat die Autobahn GmbH festgestellt, weil Lkw auf der Autobahn ohnehin diesen Abstand wahren müssen. An der Wiehltalbrücke sorgten zudem einfädelnde Pkw dafür, dass die meisten Lkw nicht dicht aufeinander folgen. (tie)
