DerbysiegGummersbacher Schützenfest gegen Ferndorf

Spitzenreiter bis ins neue Jahr: Das Team des VfL feiert den Derbysieg gegen Ferndorf mit seinen Fans.
Copyright: Nina Brüggemann
Gummersbach – Die schönste Bescherung macht sich der VfL Gummersbach zwei Tage vor Weihnachten selbst: Mit 42:25 (15:10) siegt die Mannschaft von Trainer Gudjon Valur Sigurdsson im Derby gegen den TuS Ferndorf. Da Hagen zeitgleich gegen Bietigheim verliert, werden die Gummersbacher in jedem Fall als Tabellenführer ins neue Jahr starten. Damit war Hakon Styrmisson, der erst am Dienstag am Kreuzband operiert worden war, und trotzdem auf Krücken in die Halle kam, der perfekte Glücksbringer.
Dabei hatte der Sieg wenig mit Glück zu tun, denn nur in den ersten Minuten hatten die Gummersbacher Probleme mit der offensiven Abwehr der Gäste aus der Nachbarschaft. Die blieben bis zum 6:6 (13.) dran. „Dann hatte Gummersbach unsere offensive Abwehr gelöst“, beschrieb es im Anschluss Ferndorfs Trainer Robert Andersson. Mit sechs Treffern in Folge setzten sich die Hausherren vor 1480 Zuschauern auf 12:6 (21.) ab. Im Tor parierte Martin Nagy und seine Vorderleute nutzten jede Parade sowie jeden Fehler der Ferndorfer zu ihren schnellen Gegenstößen. Größter Aktivposten war Kreisläufer Jonas Stüber, der nicht nur sieben Tore warf, sondern auch die Strafwürfe herausholte.
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Einzig bei den Siebenmetern zeigten die Hausherren Schwächen: Sowohl Janko Bozovic als auch Odinn Thor Rikhardsson scheiterten am Ex-Gummersbacher Lukas Puhl, der nach seinem Daumenbruch erst seit zwei Tagen wieder im Training ist. Am Ende waren es nur noch Puhl und der Marienheider Kai Rottschäfer, die sich gegen die hohe Niederlage stemmten. Rottschäfer hatte seine Karriere eigentlich schon beendet, im Oktober aber aufgrund des Personalmangels bei den Ferndorfern sein Comeback gegeben.
Die beide n Torhüter konnten wenig ausrichten, als der VfL nach der Pause so richtig ins Rollen kam. 27 Tore in den zweiten 30 Minuten sprechen eine deutliche Sprache. Beim 26:16 (40.) lagen die Gastgeber erstmals mit zehn Treffern vorne und bauten anschließend ihren Vorsprung immer weiter bis auf 17 Tore aus. Die Ferndorfer Handballer hatten dem nichts mehr entgegenzusetzen.
Sigurdsson: „Zufrieden mit den Jungs“
„Ich bin sehr zufrieden mit den Jungs und kann die komplette Mannschaft loben“, freute sich VfL-Trainer Gudjon Valur Sigurdsson. Mit sieben Toren war Rikhardsson einer der erfolgreichsten Gummersbacher Werfer. Er war nach der Verletzung von Lukas Blohme bis zum Jahresende verpflichtet worden. Ob er auch im nenen Jahr für Gummersbach auflaufen wird, darüber sei noch nicht entschieden, sagte Sigurdsson. Im Austausch mit den Ärzten und Physios werde in den kommenden Tagen beraten, wann Blohme und Mathis Häseler wieder einsatzfähig seien. Bei Häseler laufe der Genesungsprozess langsamer als erwartet, so der VfL-Trainer. Andererseits bringe es aber auch nichts, wenn man nach dem Schluss der Wechselfrist am 15. Februar plötzlich mit drei Rechtsaußen dastehe.
Im letzten Spiel des Jahres und der Hinrunde treten die Gummersbacher nun am Sonntag, 16 Uhr, beim Tabellenelften HSC Coburg an. Anschließend geht es in die EM-Pause.
VfL Gummersbach: Nagy (18 Paraden/ein Siebenmeter) , Ivanisevic (n.e.); Rikhardsson (7), Fanger (4), Vidarsson (5), Köster (3), Schroven, Hermann (n.e.), Schneider (1), Herzig (3), Pregler (5), Dzialakiewicz (3), Kiesler (2), Stüber (7/1), Zeman, Bozovic (2/2).
TuS Ferndorf: Rottschäfer (8 Paraden), Puhl (5/2 Siebenmeter und 2 Tore); Strakeljahn (7), L. Schneider (3), Persson, M. Michel (2), Voss-Fels (4/1), L. Michel, Siegler (1), J. Schneider (1), Koloper, Ten Velde (2/1), Diebel (1), Duvancic (2).



