Abo

Gemeinde EngelskirchenOrtsschilder in Ründeroth und Loope versetzt - Petition in Oesinghausen

3 min
Das Ortsschild in Ründeroth.

Das versetzte Ortsschild in Ründeroth.

Gleich zwei Ortsschilder wurden in der Gemeinde Engelskirchen versetzt, zum einen in Ründeroth an der Awo und zum anderen in Loope bei. 

Wer regelmäßig durch Ründeroth fährt, dem wird aufgefallen sein, dass das Ortsschild in der Hüttenstraße – von Engelskirchen-Büchlerhausen aus kommend – um einige Meter in Richtung Ortskern versetzt wurde. Auf Nachfrage erläutert Guido Lemmer von der Gemeinde Engelskirchen den Hintergrund.

Der Bezirksdienst der Polizei hatte dem Straßenverkehrsamt mitgeteilt, dass die Bushaltestelle und die Überquerungshilfe in Höhe der Awo – in Richtung Engelskirchen – außerhalb der geschlossenen Ortschaft liegen und dort bislang kein Tempolimit galt. Es wurde eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 70 Stundenkilometer angeregt. Die gegenüberliegende Bushaltestelle in Richtung Ründerother Ortskern lag dagegen bis vor kurzem   noch im Tempo-50-Bereich. Bei dem Ortsschild hatte die Polizei allerdings angemahnt, dass dieses durch Bäume und Sträucher schlecht zu erkennen sei, berichtet Lemmer.

Ortsschild in Ründeroth versetzt: Zu weit weg von der Bebauung

Daraufhin habe ein gemeinsamer Ortstermin der Gemeinde, der Polizei, des Landesbetriebs Straßen NRW und der Straßenverkehrsbehörde stattgefunden. „Dabei wurde Einigkeit erzielt, dass die beantragte Geschwindigkeitsbeschränkung von 70 km/h angeordnet werden soll“, berichtet Lemmer weiter. Von Engelskirchen kommend galt bis dahin nur bis kurz hinter den Bahnübergang Büchlerhausen Tempo 70 und danach 100. Die Tempo-70-Zone wurde bis zum Ründerother Ortseingang verlängert. Auch in der Gegenrichtung wurde vom Ortsausgang Ründeroth bis hinter die Einmündung „Im Krümmel“ das bisherige Tempo 100 auf 70 reduziert.

Bei dem Ortstermin sei dem Straßenverkehrsamt dann aber auch aufgefallen, dass das Ortsschild bislang zu weit vom Beginn der tatsächlich erschlossenen Bebauung stand und versetzt werden müsse – unabhängig von der Gemeindegrenze – so besagt es die Vorschrift. Eine geschlossene Bebauung liegt laut Lemmer dann vor, wenn die anliegenden Grundstücke von der Straße aus erschlossen werden. Das Ortsschild wurde also hinter die Bushaltestelle und vor die Einfahrt zur Awo versetzt. Somit liegen nun beide Bushaltestellen und die Querungshilfe einheitlich innerhalb der neuen Tempo-70-Zone.

Versetzt wurde übrigens auch das Looper Ortsschild in Richtung Engelskirchen in Richtung des Kreisverkehrs. Dort war die Versetzung nötig, um Häuser an der Overather Straße in die geschlossene Ortschaft einzubeziehen. Der Ort Blumenau ist nun „geschlossene Ortschaft“, es gilt Tempo 50. „Hier stand vorher nur eine Ortshinweistafel“, ergänzt Guido Lemmer abschließend. (lth)


Petition für Tempo 30 auf der Oesinghausener Straße

In Oesinghausen wurde eine Online-Petition für Tempolimit 30 auf der Oesinghausener Straße am Osberghausener Stausee gestartet. Die Oesinghausener Straße werde von Grundschülern und Schülern der weiterführenden Schulen genutzt, um zu zwei verschiedenen Bushaltestellen zu gelangen.

„Gerade während der Stoßzeiten von 7 bis 16 Uhr sind die Schüler einem erhöhten Risiko ausgesetzt, insbesondere, wenn Fahrzeuge mit einer hohen Geschwindigkeit unterwegs sind“, schreibt Julia Miebach, Initiatorin der Petition. Nachmittags und an Wochenenden seien dort zudem   Familien, Spaziergänger und Wanderer unterwegs. Die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer müsse an erster Stelle stehen, schreibt die Initiatorin weiter und fordert Tempo 30 vor allem während der Schulzeit von 7 bis 16 Uhr.