Abo

Traditionelle PfingstshowIn Schnellenbach saß Major Tom im Schlafrock am Tresen

3 min
Jakob Büchner, verkleidet als Fred vom Jupiter, steht in einer roten Unterhose auf einer Bühne.

Auch Fred vom Jupiter (Jakob Büchner) eilte aus der Galaxis zur Unterstützung.

Unter dem Motto „Mission Galactica“ fand die traditionelle Pfingstshow des SV Schnellenbach statt. Das Bühnenstück dauerte knapp vier Stunden.

„Mission Galactica“ war der diesjährige Titel der traditionellen Pfingstshow, mit der der Engelskirchener SV Schnellenbach am Samstag und Sonntag jeweils rund 200 Gäste in seinem ausverkauften Sportheim begeisterte. „Das letzte Mal, dass wir uns mit dem Weltraum beschäftigt haben, war Anfang der 2000er Jahre und so war es an der Zeit, dieses Thema noch einmal aufzugreifen“, bekundete Regisseur Torben Konopka, der selbst eine aktive Rolle übernommen hatte. Zusammen mit seinem Vater Werner hatte er das Drehbuch erarbeitet und führte Regie.

Wie gewohnt, war das Theaterstück stark musikalisch geprägt und erinnerte an ein Musical, in dem Gesang, Tanz und Schauspiel die Geschichte erzählen. Nach der Begrüßung durch Geschäftsführer Justin Maluck öffnete sich der Vorhang und gab den Blick frei auf eine fremdartige, wüstenähnliche Landschaft, über der mehrere Monde am Himmel schwebten. Eine Gruppe „Planetarier“ hockte neben einem großen Baumstamm und blickte ängstlich auf eine grüne Lichtwand, hinter der „das Böse“ lauerte: „Wir müssen etwas unternehmen – wer weiß, wie lange diese Wand noch hält.“

Das letzte Mal, dass wir uns mit dem Weltraum beschäftigt haben, war Anfang der 2000er Jahre und so war es an der Zeit, dieses Thema noch einmal aufzugreifen.
Torben Konopka, Regisseur

So verschwand die Gruppe durch ein Wurmloch, um nach einem Wechsel des Bühnenbildes Rat in einer intergalaktischen Bar zu suchen. Dort hockte der heruntergekommene „Major Tom“ (Ede Noreikat) im Schlafrock am Tresen und bekannte in einem Song: „Jonny Walker ist mein bester Freund.“ Die Barkeeperin (Yvonne Kahlert) hatte hingegen tatsächlich eine Idee zur Rettung des Planeten und schickte die Gruppe an verschiedene Orte in die Galaxis. Sie fand etwa den Übersetzungsdroiden C-3PO (Rainer Vogel) auf Skandara, Fred vom Jupiter (Jakob Büchner) war auch bereit zu helfen und ebenso Super-Girl und Bat-Girl, die die Gruppe auf Ludera aus den Händen von kannibalischen Eingeborenen befreien mussten.

Währenddessen stand Donald Trump (Joachim Papendick) auf der blau illuminierten Kommandobrücke eines Raumschiffs neben der Bühne und erklärte: „Ich brauche noch mehr Länder und ich muss die Zölle erhöhen.“

Im Verlauf der Handlung wurde deutlich, dass er „das Böse“ in Gestalt von drei Teufeln kontrollierte. Er war stolz auf seine Männer, die den Planetariern arg zusetzten: „Wir werden das ganze Universum einnehmen.“ Nachdem die Gruppe zuletzt noch einen goldenen Schutzschirm bei einem „Super-Händler auf Temu“ ergattert hatte, schaffte sie es auch, Major Tom von seiner Flasche loszueisen und mit ihm gemeinsam den finalen Angriff „des Bösen“ abzuwehren.

Das Bühnenbauteam um Axel Brachthäuser, Vicky Konopka, Manfred Mosch, Omer Murselovic und Werner Konopka hatte ganze Arbeit geleistet. So gab es in der intergalaktischen Bar nicht nur einen lebendigen, einarmigen Banditen (Alexander Koppe), der allerlei Faxen machte, sondern dahinter auch ein blinkendes Raumschiff, das sich „völlig losgelöst“ in den sternenübersäten Nachthimmel erhob. Die grandiose Auswahl der Songs durch Alexander Konopka, die nahezu allesamt das Thema Weltraum aufgriffen, untermalte nicht nur die Story, sondern animierte auch zum Mitsingen.

Am Ende der knapp vierstündigen Aufführung, zu der dann auch die Teufel eingeladen waren, rasteten nicht nur die Akteure auf der Bühne, sondern auch das Publikum bei den Hits „Wir starten die Rakete“ und „Bella Napoli“ völlig aus.