Beim IDM-Rennen auf dem Nürburgring musste sich der Engelskirchener zuletzt mit den Plätzen sechs und acht zufrieden geben.
MeisterschaftMotorradrennfahrer Florian Alt möchte zum Saisonende ein Highlight setzen

Florian Alt fährt das letzte Mal auf der Honda.
Copyright: Euro Moto/Dino Eisele
Am Ende des vorletzten Renntages in der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) standen für Motorradrennfahrer Florian Alt die Plätze sechs und acht auf den Ergebnislisten. „Das war leider wie erwartet. Es war schon im vorhinein klar, dass es auf dem Nürburgring nicht einfach für mich werden würde. Es ist die schwierigste Strecke im Rennkalender“, berichtet der Engelskirchener. Das liege zum einen an der Honda, die auf der Strecke nicht die gewünschte Performance zeige, zum anderen aber vor allem an der Strecke selbst und dem Asphalt. Alt erklärt: „Dadurch, dass am Nürburgring so viele Autorennen stattfinden, ist der Gripp nicht mehr so gut. Die Steinchen des Asphalts sind glatt gefahren.“
Dass er am Nürburgring keine bessere Platzierung erreicht hat, ist für Alt trotz der Erwartungen enttäuschend. So ist es selbstverständlich, dass sich der Engelskirchener für das IDM-Finale, das am letzten Septemberwochenende auf dem Hockenheimring stattfindet, vorgenommen hat, noch einmal vorne mitzufahren. „Es ist für mich gleichzeitig die Abschiedstour auf der Honda. Deswegen wünsche ich mir erst recht, dass es am Hockenheimring gut läuft“, sagt Florian Alt.

Motorradrennfahrer Florian Alt.
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Der Nürburgring sei eine der schwierigsten Strecken im IDM-Rennkalender, sagt der Engelskirchener Florian Alt.
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Und dennoch wird auch am und nach dem letzten Renntag wohl eine leichte Unsicherheit zurückbleiben, denn nach wie vor gibt es vor dem Sportgericht ein offenes Verfahren. Nach einem unverschuldeten Unfall in Oschersleben, in den Florian Alt verwickelt war und glücklicherweise weitestgehend unverletzt blieb, war Alt mit einem neu zusammengestellten Motorrad wieder an den Start gegangen und auf Platz zwei gefahren.
Die Rennkommissare hatten dies zunächst erlaubt, nach dem Rennen hatten die Sportkommissare des Deutschen Motor Sport Bunds dann jedoch die nachträgliche Disqualifikation von Alt bekannt gegeben. Das eingesetzte Motorrad habe nicht dem Reglement entsprochen, hieß es grob zusammengefasst damals in der Stellungnahme. Dagegen hatte Alts Team Holzhauer Racing Berufung eingelegt und der Fall landete vor dem Sportgericht. „Es ist ein noch offenes Verfahren und es wird wohl noch dauern, bis es eine Entscheidung geben wird“, sagt Alt.
Auf seine eigene Platzierung in der Meisterschaft dürfte das Urteil jedoch keinen Einfluss mehr haben. „Ich fahre dieses Jahr leider nicht mehr um die Meisterschaft“, sagt der Engelskirchener. Aktuell steht Alt in der Meisterschaft mit 128 Punkten auf Rang 5. Am Hockenheimring möchte er jedoch für sich, sein Team und die Honda noch einmal ein echtes Highlight zum Saisonfinale setzen – „ob Sieg oder ein neuer Rundenrekord, ich freue mich einfach auf ein geiles Wochenende.“
Dass er sich immer wieder steigern kann, hatte Florian Alt trotz durchwachsenem Ergebnis auch zuletzt am Nürburgring gezeigt. „Wir haben mit dem selben Material über 13 Sekunden auf das letzte Jahr gefunden und waren im Qualifying 0,6 Sekunden schneller. Dass mein Team bis spät in die Nacht alles gegeben hat, um noch mehr Performance herauszuholen, macht mich stolz“, betont Alt. Ein Highlight waren zudem die vielen Fans, die zum Nürburgring gekommen waren.
