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Handball-BundesligaVfL Gummersbach und die MT Melsungen teilen sich die Punkte

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Mit dem Ball in der Hand kämpft sich Nikola Roganovic durch zwei Melsunger Abwehrspieler.

Nikola Roganvic ließ sich von der Melsunger Abwehr nicht stoppen und kam auf 15 Treffer. 

Das 31:31-Unentschieden lässt beide Trainer hadern. Nikola Roganovic mit einer überragenden ersten Halbzeit  und 15 Toren.

Nach dem Abpfiff saßen die beiden Trainer Gudjon Valur Sigurdsson (VfL Gummersbach) und Roberto Garcia Parrondo (MT Melsungen) mit versteinerten Mienen auf dem Podium und versicherten, dass sie zufrieden seien mit dem Punkt. Oder wie es Sigurdsson ausdrückte mit dem fairen Ergebnis.

Beide lobten den Einsatz ihrer Handballer, trauerten aber dem möglichen Sieg ihrer Mannschaften hinterher, die in den Augen beider Trainer in wichtigen Momenten zu viele Fehler gemacht   oder wie der VfL den letzten Angriff hätte besser ausspielen können.

Der VfL Gummersbach und die MT Melsungen liefern sich einen Handball-Krimi

Mit 31:31 (16:18) trennten sich der VfL Gummersbach und die MT Melsungen   in der erneut mit 4132 Zuschauern ausverkauften Schwalbe-Arena in einem echten Handball-Krimi. Im dritten Spiel der noch jungen Bundesligasaison warfen beide Teams zum dritten Mal 31 Tore und verzeichneten damit eine Niederlage, einen Sieg und eben das Unentschieden. Gummersbach trat ohne die verletzten Tom Kiesler und Teitur Einarsson an.

Die MT Melsungen setzte vom Anpfiff an auf den siebten Feldspieler , ging mit 2:0 (2.) in Führung. Doch bei den Hausherren zeigte Nikola Roganovic eine überragende erste Halbzeit. Nach dem Treffer zum 1:2 durch Ellidi Vidarsson traf bis zur 15. Minute nur noch der junge Schwede. Beim 10:8 (15.) ins leere Tor hatte Nikola Roganovic bereits neun seiner insgesamt 15 Treffer erzielt, darunter zwei Siebenmeter. Mit einer erstaunlichen Kaltschnäuzigkeit ließ er sich auch nicht von der starken Abwehr der Gäste aufhalten. Die machten auf der anderen Seite durch Aaron Mensing (9 Tore) den Gummersbachern das Leben schwer. Dazu bekam der VfL Dainis Kristopans nicht wie erhofft in den Griff.

Das Bruderduell zwischen Alex und Daniel Dujshebaev bleibt vor den Augen von Vater Talant aus

Nach einer Viertelstunde wechselten beide Teams ihre Torhüter, für Bertram   Obling kam Ignacio Biosca und für Kristof Palasics Nebosja Simic ins MT-Tor. Doch es sollte bis in die Schlussphase des Spiels dauern, bis die   Torhüter eine Rolle spielten.

Das im Vorfeld der Partie thematisierte Bruderduell von Alex und Daniel Dujshebaev blieb vor den Augen ihres Vaters Talant aus. Alex war nur kurz in der ersten Halbzeit im Spiel und auch sein Bruder hatte auf Melsunger Seite kaum Spielanteile.

VfL Gummersbach nutzt die doppelte Überzahl nicht entscheidend

Nach der  ersten Viertelstunde häuften sich die Fehler auf Gummersbacher Seite, Melsungen nutzte dies zu einem 4:0-Lauf und legte auf 13:10 (21.) vor. Bis zur Pause hatte der VfL den Rückstand auf zwei Tore reduziert. Beide Mannschaften brauchten nach dem Wiederbeginn einige Minuten, um ins Spiel zu finden. Melsungen legte auf 22:19 (40.) vor, doch mit einem 3:0-Lauf glich der VfL durch einen Siebenmeter von Nikola Roganovic auf 22:22 (42.) aus.

Die Halle kochte und auf dem Feld entwickelte sich der Krimi, angefeuert von den Fans beider Mannschaften. Jetzt kamen auch die Torhüter ins Spiel. Beim VfL war es Bertram Obling, der nach der Pause wieder eingewechselt worden war, auf Seiten der Gäste Simic. Beide hatten am Ende sieben Paraden auf dem Zettel.

Als bei Melsungen beim Stand von 25:26 (48.) Daniel Garcia Rivera und kurz darauf     noch Olle Forsell Schefvert eine Zwei-Minuten-Strafe bekamen, nutzte der VfL die knapp zwei Minuten in doppelter Überzahl nicht entscheidend. Ebenso wenig wie kurz darauf die Zwei Minuten für Kristopans.

VfL-Trainer Gudjon Valur Sigurdsson nimmt 14 Sekunden vor Schluss die letzte Auszeit

Der VfL lag mit 26:28 (52.) zurück und musste sich wieder herankämpfen. Diesmal war es Kay Smits der traf, während Obling im Tor parierte. Und auch Miro Schluroff verwandelte. Gummersbach legte zum 29:28 (55.), 30:29 (57.) und 31:30 (59.) vor. 51 Sekunden vor Schluss bekam Stepan Zeman nach Videobeweis nach einem Foul an Kristopans eine Zwei-Minuten-Strafe. Doch den Ausgleich warfen die Gäste nach Abwehr durch den Kreis per Siebenmeter 28 Sekunden vor dem Abpfiff.

Gudjon Valur Sigurdsson nahm seine letzte Auszeit und instruierte sein Team für die letzten 14 Sekunden.Doch den abschließenden Wurf von Miro Schluroff wehrte der Melsunger Torhüter ab. Die Halle musste erst einmal durchschnaufen. Die Frage, ob es ein verlorener Punkt war, beschäftigte .

Der siebte Feldspieler habe dem Innenblock viel Kraft gekostet, sagte VfL-Trainer Gudjon Valur Sigurdsson. „Ich bin froh um den Einsatz meiner Mannschaft, aber da gab es ein paar Szenen wie Stürmerfoul oder Ball ins Aus werfen, die wir uns nicht leisten dürfen, wenn wir gegen so starke Mannschaften wie Melsungen gewinnen wollen“, führte er aus.

Am nächsten Sonntag steht das nächste Spiel des VfL Gummersbach gegen eine Spitzenmannschaft an. Um 18 Uhr geht es in der Max-Schmeling-Halle gegen die Füchse Berlin.


Tore VfL Gummersbach: Vidarsson (1), Kodrin (1), Schluroff (7), Roganovic (15/6), Horzen (4), Smits (3).

Tore MT Melsungen: Balenciaga (2), Sipos (2), Kristopans (5), Ignatow (4), Golla (3), Drosten (2/2), Dujshebaev (1), Schefvert (1), Rivera (2), Mensing (9).